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Zwangsverkauf mit Profit

US-Regierung verlangt 10 Milliarden US-Dollar für TikTok-Deal

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US-Regierung verlangt 10 Milliarden US-Dollar für TikTok-Deal
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Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump soll im Kontext des Verkaufs des US-Geschäfts von TikTok eine hohe Vermittlungsgebühr in Milliardenhöhe erhalten. Laut Berichten aus informierten Kreisen beläuft sich diese Zahlung wohl auf insgesamt rund 10 Milliarden US-Dollar. Die Gebühr steht im Zusammenhang mit der politisch erzwungenen Umstrukturierung des Geschäfts der Social-Media-Plattform.

An dem Deal selbst sind mehrere Investoren beteiligt, darunter der Softwarekonzern Oracle, der Investmentfonds Silver Lake sowie der Staatsfonds MGX aus Abu Dhabi. Diese Investoren beteiligen sich am US-Geschäft der Plattform, nachdem der chinesische Mutterkonzern ByteDance gezwungen wurde, seine Anteile größtenteils abzugeben. Bereits im Januar 2026 sollen nach Angaben von Quellen etwa 2,5 Milliarden US-Dollar an das US-Finanzministerium überwiesen worden sein.

Die US-Regierung begründet die Forderung nach einer Gebühr mit angeblichem politischen und administrativen Aufwand, der im Zuge der Verhandlungen entstanden sei. Trump hatte bereits bei der Vorstellung der Rahmenbedingungen für den Verkauf im September 2025 angekündigt, dass die Vereinigten Staaten eine finanzielle Gegenleistung für die Vermittlung des Deals erhalten würden. Die Verhandlungen über die endgültige Struktur der Beteiligungen und Zahlungsflüsse wurden anschließend fortgeführt.

Im Rahmen der neuen Vereinbarung bleibt ByteDance jedoch auch weiterhin wirtschaftlich beteiligt. Das Unternehmen hält künftig einen Anteil von knapp 20 % am US-Geschäft und hat seinen zentralen Empfehlung- und Ranking-Algorithmus sogar an die neuen Eigentümer lizenziert. Dieser Algorithmus analysiert Nutzungsverhalten, Interaktionen und Inhalte, um personalisierte Videovorschläge in Echtzeit zu generieren. Die Technologie gilt dabei als entscheidender Bestandteil der Plattformarchitektur, da sie maßgeblich bestimmt, welche Inhalte Nutzern im Feed angezeigt werden.

Analysten weisen allerdings darauf hin, dass Vermittlungsgebühren bei großen Unternehmensübernahmen normalerweise deutlich niedriger ausfallen. Investmentbanken, die vergleichbare Transaktionen begleiten, erhalten üblicherweise weniger als ein Prozent des gesamten Transaktionsvolumens. Die im TikTok-Deal diskutierte Zahlung an die US-Regierung liegt damit deutlich über diesen üblichen Marktstandards.

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