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Starlink-Netzwerk zeigt gute Pingzeiten des Satelliteninternets

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starlinkMorgen wird Starlink als Betreiber des Satellitennetzwerks von SpaceX weitere 58 Starlink-Satelliten starten. Inzwischen sind bereits 500 dieser Satelliten im Orbit, am Ende sollen es mindestens 11.927 sein. Bereits Ende 2020, spätestens aber ab 2021 soll Starlink offiziell an den Start gehen. Natürlich aber testet man das Netzwerk bereits, auch wenn die Abdeckung noch auf wenige Bereiche der Erde eingeschränkt ist.

Auch Außerhalb von SpaceX bzw. Starlink wird bereits getestet und aus diesen Tests sind nun erste Zahlen zur Verbindungsgeschwindigkeit und den Latenzen veröffentlicht worden. Geplant ist für Endgeräte eine Datenrate von mehreren Dutzend MBit pro Sekunde und die Latenzen sollen so niedrig wie möglich sein. Dazu ist vor allem die Physik (bzw. die Laufzeiten der Signale) der limitierende Faktor und daher hat Starlink für seine Satelliten einen recht niedrigen Orbit von etwa 550 km gewählt. Ab 2024 sollen weitere hinzukommen, die dann in einer Umlaufbahn von gerade einmal etwa 340 km arbeiten sollen.

Die Ergebnisse wurden allesamt mit Endgeräten gesammelt, die sich in Nordamerika befunden haben. Im Download wurden von Datenraten von maximal etwa 60 MBit/s erreicht. Der Upload fällt meist etwas geringer aus und lag auch mal im Bereich von 10 MBit/s. Positiv überraschen konnten die Latenzen bzw. der Ping, der sich zwischen 20 und 94 ms bewegt hat.

Im Vakuum würde die Signallaufzeit von der Erde bis in einen Orbit auf 550 km 1,8 ms betragen. In einem Lichtwellenleiter 2,7 ms. Für den Hin- und Rückweg muss diese Zeit verdoppelt werden. Ein Großteil der Laufzeiten wird also innerhalb des Starlink-Netzwerks oder aber in der restlichen Infrastruktur des Internets erzeugt. Unter 100 ms sind für eine Satellitenverbindung aber bereits extrem schnell.

Bis zu 1 GBit/s soll das Starlink-Netzwerk am Ende liefern können. Unter welchen Bedingungen dies der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Satellitenverbindungen dürften so schnell keine Alltagslösung für Millionen von Anschlüssen werden. In abgelegenen Gebieten aber könnten sie zu einer Alternative werden. Aktuell ist für die Verbindung zum Starlink-Netzwerk eine elektronisch nachgeführte Phased-Array-Antenne mit einem Durchmesser von 48 cm notwendig.

Man darf gespannt sein, welche Installations- und regelmäßige Kosten für einen Endkunden fällig werden. In den USA hat Starlink eine Lizenz für Millionen Endgeräte bei der FCC beantragt. Entsprechend wäre dies auch in weiteren Ländern notwendig, in denen Kunden der Zugriff auf das Netzwerk gewährt werden soll.

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