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Unitymedia baut Bochum zur Gigabit-Stadt aus

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Aktuell setzen die Kabelnetzbetreiber noch auf den Standard Docsis 3.0. Allerdings soll dieser in Zukunft von Docsis 3.1 abgelöst werden und damit die Geschwindigkeiten noch weiter ansteigen. Wie Unitymedia nun bekanntgibt, wird Bochum die erste deutsche Stadt mit einer Gigabit-Versorgung. Kunden sollten dort spätestens ab 2018 mit bis zu 1 Gbit/s im Internet surfen können.

Für die schnellere Geschwindigkeit seien laut dem Kabelnetzbetreiber nur wenige Bauarbeiten nötig, da der der größte Teil des Bochumers Kabelnetzes bereits auf eine schnelle Glasfaserversorgung umgerüstet wurde. Um das Vorhaben zu realisieren, wird Unitymedia mit den Stadtwerken Bochum zusammenarbeiten. Insgesamt wurden laut den Stadtwerken bereits zehn Millionen Euro in die Errichtung des Glasfasernetzes investiert. Mit weiteren 500.000 Euro sollen dann fast alle Haushalte in Bochum auf die schnelle Geschwindigkeit zugreifen können. „Gigabit-City markiert einen Meilenstein in der Entwicklung unserer Stadt“, so Oberbürgermeister Eiskirch.

Bochum gilt damit als Pilot-Stadt zur Umstellung auf den neuen Standard Docsis 3.1. Sollte der Test erfolgreich verlaufen, wird Unitymedia den Ausbau in Zukunft schnell vorantreiben und weitere Haushalte mit noch schnelleren Anschlüssen versorgen können.

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Kommentare (32)

#23
Ein Problem hier in Deutschland ist scheinbar, dass niemand in neue Infrastruktur investieren will, solange man mit der alten noch Geld verdienen kann.
Dabei ist es völlig egal ob es um Kommunikations/Storm oder Straßennetz geht.
Vor 15 Jahren war absehbar, dass man mit der bestehenden Netz-Infrastruktur nicht auskommt, und bis auf ein paar lokale Anbieter hat kaum jemand neue Kabel verlegt. Ja im Backbone ist ein bisschen was passiert und auf der "letzten Meile" werden durch ein paar technische Kniffe jetzt höhere Bandbreiten realisiert, aber eine Zukunfsfähige Infrastruktur, mit Reserven für kommende technische Entwicklungen sieht meiner Meinung nach anders aus.
Stromanbieter experimentieren damit über Ihre Stromleitungen Daten für "smarte" Messgeräte zu übertragen, Provider betreiben WLAN Hotspots für Ihre Kunden, jedes Mobilgerät unterstützt mehrere Netzstandards für Mobilfunk, jetzt wird die digitale Funkübertragung von TV Programmen wieder mal auf einen neuen Frequenzbereich gelegt, keine 15 Jahre nach der Einführung von DVB-T.
Und egal was da eingeführt wird, in den letzten Jahren entsprach das immer eher den Mindestanforderungen die zu der Zeit für die entsprechende Technik üblich waren. Einmal mit etwas Plan und Weitsicht Planen und dann investieren und man hätte für mehrere Generationen Ruhe.
Wir hätten vor 15 Jahren schon Glasfaser in jedes Neubaugebiet legen können. Vielleicht sogar mit den Versorgungsleitungen eines anderen Infrastrukturanbeiters wie Zu/Abwasser oder Strom.

Man stelle sich mal vor, das Stromnetz hätte man immer nur nach Mindeststandard ausgebaut und alle 5-10 Jahre die Anschlussleistung verdoppelt. Mal über neue Leitungen, mal über die alten mit jeder Menge technischer Störungen beim Verbraucher.
#24
Registriert seit: 18.08.2015

Bootsmann
Beiträge: 639
Zitat Alashondra;25412728
Lieber so, als dieses scheiß Vectoring der Telekom, was sie als Allheilmittel und super duper neue Technik verkaufen ... Glasfaser oder nichts! und zwar flächendeckend überall.

Der Upload in DE wird doch eh künstlich beschnitten ... man schaue einfach mal nach Kanada z.B. da gibts 1.000/1.000 zum Schnäppchenpreis. Deutschland ist und bleibt Entwicklungsland was das angeht und es wird langsam nur noch peinlich wenn selbst Rumänien oder Ungarn besseren Netzausbau betreiben als die behinderte Telekom.

Ich bin sehr froh in einem Bereich mit Kabel zu leben und alle die hier meinen "shared medium" "mist" ... 1. Telekom Hybrid 2. noch nie vorgekommen und immer volle 120/10 zur Verfügung egal zu welcher Tageszeit und das seit 3 Jahren


Das hier ist wieder son Beispiel: Auf der Telekom rumhacken und Kabel loben. Das der Kabelanbieter das Netz wie die Telekom vom Staat bekommen hat, im Gegensatz zur Telekom aber das Netz seitdem nicht erweitert hat wird komplett ausgeblendet weil man glücklicherweise da wohnt, wo es schon immer Kabel gab. Aber die Telekom im gleichen Atemzug als behindert bezeichnen. Die einzige Firma, die neben einigen Kleinstunternehmen überhaupt ausbaut... ISt kein Wunder das es bei uns langsam geht wenn alles von einer Firma im Prinzip geleistet werden soll während der Rest sich zurücklehnt. Würden die Kabelanbieter so ausbauen wie die Telekom, Deutschland wäre Vorreiter und dann wäre wohl Kabel als shared Medium auch nicht ganz so das Problem, weil eben viele Kunden ne Alternative hätten.

Und ja, nicht wenige haben ihre volle Leistung. Das ändert aber nicht die Technik dahinter und niemand wird euch nur die Garantie geben, dass es so bleibt. Eben weil es technisch nicht umsetzbar ist...
#25
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Registriert seit: 06.10.2006
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Flottillenadmiral
Beiträge: 4106
Zitat Alashondra;25412728
Lieber so, als dieses scheiß Vectoring der Telekom, was sie als Allheilmittel und super duper neue Technik verkaufen ... Glasfaser oder nichts! und zwar flächendeckend überall.

Der Upload in DE wird doch eh künstlich beschnitten ... man schaue einfach mal nach Kanada z.B. da gibts 1.000/1.000 zum Schnäppchenpreis. Deutschland ist und bleibt Entwicklungsland was das angeht und es wird langsam nur noch peinlich wenn selbst Rumänien oder Ungarn besseren Netzausbau betreiben als die behinderte Telekom.

Ich bin sehr froh in einem Bereich mit Kabel zu leben und alle die hier meinen "shared medium" "mist" ... 1. Telekom Hybrid 2. noch nie vorgekommen und immer volle 120/10 zur Verfügung egal zu welcher Tageszeit und das seit 3 Jahren

Ist das ein Bullshit...

Wie ist denn der IST-Stand? In vielen Gemeinden gibt es die Telekom Vermittlungsstelle und dann bis zum Endkunden nur Kupfer. 1,5, 2, 3km reines Kupfer. Ein Kabelverzweiger vielleicht dazwischen. Ändert ja aber nix dran, dass es eine reine Kupferleitung über die Länge ist. Für das ach so böse Vectoring müssen die KVZ zu Multifunktionsgehäusen (MFG) erweitert werden. Von der Vermittelungsstelle bis zum MFG werden Glasfasern gezogen. Es ist völlig illusorisch zu glauben, dass die Telekom in Ortschaften mit der eben beschriebenen vorhandenen Netzstruktur einfach auf Vectoring umbaut ohne irgendwas am Netz zu tun. Es müssen nahezu zwingend die KVZ zu MFG umgebaut oder erweitert werden und bis da hin Glasfaser gelegt werden.

Meine Ortschaft hier ist so eine. Die Ausbaupläne der Telekom von reinem Kupfer auf Vectoring sind kürzlich vorgelegt werden. Das ist so schon ein irrer Akt zig KVZ umzubauen und die mit Glasfaser anzubinden. Die Dauer der Baumaßnahmen wird in unserem 13.000 Seelen-Ort ohne weiteres ein halbes Jahr übersteigen.
Was ist an dem bösen Vectoring Ausbau denn nun genau "kein" Glasfaser-Ausbau? Vectoring ohne Glasfaser ist nicht möglich. Sie kommt nur nicht in die letzte Meile. Möchtest du wissen, was für ein zusätzlicher Aufwand wäre, Gräben in jede Straße zu ziehen, per Erdrakete oder Graben incl. Kellerdurchbruch jedes Haus nochmal extra mit Glasfaser anzufahren? Wer will das zahlen? Du, mit deinem mickrigen 54,95 € / Monat Vertrag bei der Telekom? Solltest du außerhalb deines Vertrags aufzahlen? Wenn ja, was sind 3 Arbeitstage mit 2 Mann incl. Maschineneinsatz wert?

Du kannst dir im Zuge des verhassten Vectoring Ausbaus übrigens ohne Probleme auf FTTH erweitern lassen, die buddeln dir dann die letzte Meile gleich mit auf und werfen Glasfaser mit rein. Die Glasfaser liegt dann ja schon im MFG und ist damit in ~0-400m Distanz zu deiner Bude. Die einzige Frage wäre letztlich, ob dir die Aktion einen Aufpreis aus eigener Tasche um 2-7.000 € wert ist. Sofern du glaubst, dass das die ureigene Pflicht der Telekom wäre, diesen Betrag vollständig zu übernehmen, dann überleg dir scharf welches wirtschaftlich vernünftig agierende Unternehmen das (schlechtestenfalls) etwa 10-fache dessen was sie vor Abzug der MwSt von dir pro Jahr bekommen in sowas investieren würde. Keines. Wenn du bereit bist selbst aufzuzahlen stehen dir alle Türen offen.
Ein Gewerbegebiet in der Nähe sollte mit 1 Gbit/s synchron per FTTH angebunden werden im Eigenausbau der Stadt. Hätte Förderung vom Land gegeben sofern sich 80% der Anschlussinhaber dazu bereit erklären ~2.000 Euro für den eigenen Anschluss zum Ausbau zuzuschießen. Rate wie die Stimmung in der Sache war. Damit bleibts dann vermutlich beim kommenden FTTC / Vectoring Ausbau.

Mir muss jemand erklären, warum das Vectoring als die Ausgeburt des Teufels dargestellt wird. Wenn ihr 'ne Woche Urlaub habt und irgendwo in der Nähe ein Ausbau stattfindet - nehmt euch 'nen Liegestuhl und schaut euch an, was alleine diese Ausbaustufe für einen reudigen Aufwand bedeutet. Dann nehmt ihr das x10 und ihr habt in etwa, was ein voller FTTH Ausbau bedeuten würde.
Deshalb, Schritt für Schritt. Mit FTTC vor FTTH bin ich voll und ganz einverstanden. Mit FTTH unter Zuzahlung selbstverständlich auch. Aber ich verlange kein FTTH ohne eigene Beteiligung an den Kosten.


Und zur Anbindung in den USA/Kanada. Dort werden viele Leitungen im Hochbau verlegt. Hierzulande muss überwiegend alles im Tiefbau verlegt werden. Hochbau ist schneller, kostengünstiger. Unter uns, sieht aber beschissen aus, will keiner haben. Gemeinden wehren sich ja schon, wenn auch nur per Holzmast was an die Stadtgrenze herangeführt werden soll.

Grüße
Thomas
#26
Ich kann mich erinnern, dass wir @work vor ca. 3 Jahren ein Gebäude 2-3 km Entfernt angemietet haben, für eine GBit Standleitung (synchron) ohne Volumenbeschränkung waren meine ich ca. 10.000 Euro/Monat fällig. Das Gebäude wurde damals auf 7 Jahre angemietet.
Das hat ein lokaler Versorger übernommen. Aber da frage ich mich schon wie dämlich man als Netzbetrieber sein muss sich so ein Geschäft durch die Lappen gehen zu lassen. Das sind ca. 840.000 Euro feste klakulierbare Einnahmen in 7 Jahren für den Anschluss eines Bürogebäudes. Da standen noch drei mehrstöckige gewerblich genutzte Gebäude daneben, sowie Bauland für zwei weitere Gebäude. Die hätte man alle mit ein wenig Aufwand mitversorgen können.
Das rechent sich nur dann nicht, wenn man der Meinung ist für die bestehende Infrastruktur auch viel Geld verlangen zu können.
Vermutlich hat sich an den Preisen und der Einstellung der "Versorger" bis heute nicht viel geändert. Solange man nur sich selbst Konkurenz macht strengt sich halt niemand an.
#27
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Registriert seit: 24.05.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1675
Zitat [email protected];25413975
Ich kann mich erinnern, dass wir @work vor ca. 3 Jahren ein Gebäude 2-3 km Entfernt angemietet haben, für eine GBit Standleitung (synchron) ohne Volumenbeschränkung waren meine ich ca. 10.000 Euro/Monat fällig.


Mit Regionszuschlag + entsprechender SLA zahlt man die auch heute noch für 2 MBit synchron bei dem Magenta Verein. Und es gibt nach wie vor Unternehmen die diese preise auch zahlen.
#28
Registriert seit: 17.06.2009

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1460
Zitat black-avenger;25413769
Ist das ein Bullshit...

Wie ist denn der IST-Stand? In vielen Gemeinden gibt es die Telekom Vermittlungsstelle und dann bis zum Endkunden nur Kupfer. 1,5, 2, 3km reines Kupfer. Ein Kabelverzweiger vielleicht dazwischen. Ändert ja aber nix dran, dass es eine reine Kupferleitung über die Länge ist. Für das ach so böse Vectoring müssen die KVZ zu Multifunktionsgehäusen (MFG) erweitert werden. Von der Vermittelungsstelle bis zum MFG werden Glasfasern gezogen. Es ist völlig illusorisch zu glauben, dass die Telekom in Ortschaften mit der eben beschriebenen vorhandenen Netzstruktur einfach auf Vectoring umbaut ohne irgendwas am Netz zu tun. Es müssen nahezu zwingend die KVZ zu MFG umgebaut oder erweitert werden und bis da hin Glasfaser gelegt werden.

Meine Ortschaft hier ist so eine. Die Ausbaupläne der Telekom von reinem Kupfer auf Vectoring sind kürzlich vorgelegt werden. Das ist so schon ein irrer Akt zig KVZ umzubauen und die mit Glasfaser anzubinden. Die Dauer der Baumaßnahmen wird in unserem 13.000 Seelen-Ort ohne weiteres ein halbes Jahr übersteigen.
Was ist an dem bösen Vectoring Ausbau denn nun genau "kein" Glasfaser-Ausbau? Vectoring ohne Glasfaser ist nicht möglich. Sie kommt nur nicht in die letzte Meile. Möchtest du wissen, was für ein zusätzlicher Aufwand wäre, Gräben in jede Straße zu ziehen, per Erdrakete oder Graben incl. Kellerdurchbruch jedes Haus nochmal extra mit Glasfaser anzufahren? Wer will das zahlen? Du, mit deinem mickrigen 54,95 € / Monat Vertrag bei der Telekom? Solltest du außerhalb deines Vertrags aufzahlen? Wenn ja, was sind 3 Arbeitstage mit 2 Mann incl. Maschineneinsatz wert?

Du kannst dir im Zuge des verhassten Vectoring Ausbaus übrigens ohne Probleme auf FTTH erweitern lassen, die buddeln dir dann die letzte Meile gleich mit auf und werfen Glasfaser mit rein. Die Glasfaser liegt dann ja schon im MFG und ist damit in ~0-400m Distanz zu deiner Bude. Die einzige Frage wäre letztlich, ob dir die Aktion einen Aufpreis aus eigener Tasche um 2-7.000 € wert ist. Sofern du glaubst, dass das die ureigene Pflicht der Telekom wäre, diesen Betrag vollständig zu übernehmen, dann überleg dir scharf welches wirtschaftlich vernünftig agierende Unternehmen das (schlechtestenfalls) etwa 10-fache dessen was sie vor Abzug der MwSt von dir pro Jahr bekommen in sowas investieren würde. Keines. Wenn du bereit bist selbst aufzuzahlen stehen dir alle Türen offen.
Ein Gewerbegebiet in der Nähe sollte mit 1 Gbit/s synchron per FTTH angebunden werden im Eigenausbau der Stadt. Hätte Förderung vom Land gegeben sofern sich 80% der Anschlussinhaber dazu bereit erklären ~2.000 Euro für den eigenen Anschluss zum Ausbau zuzuschießen. Rate wie die Stimmung in der Sache war. Damit bleibts dann vermutlich beim kommenden FTTC / Vectoring Ausbau.

Mir muss jemand erklären, warum das Vectoring als die Ausgeburt des Teufels dargestellt wird. Wenn ihr 'ne Woche Urlaub habt und irgendwo in der Nähe ein Ausbau stattfindet - nehmt euch 'nen Liegestuhl und schaut euch an, was alleine diese Ausbaustufe für einen reudigen Aufwand bedeutet. Dann nehmt ihr das x10 und ihr habt in etwa, was ein voller FTTH Ausbau bedeuten würde.
Deshalb, Schritt für Schritt. Mit FTTC vor FTTH bin ich voll und ganz einverstanden. Mit FTTH unter Zuzahlung selbstverständlich auch. Aber ich verlange kein FTTH ohne eigene Beteiligung an den Kosten.


Und zur Anbindung in den USA/Kanada. Dort werden viele Leitungen im Hochbau verlegt. Hierzulande muss überwiegend alles im Tiefbau verlegt werden. Hochbau ist schneller, kostengünstiger. Unter uns, sieht aber beschissen aus, will keiner haben. Gemeinden wehren sich ja schon, wenn auch nur per Holzmast was an die Stadtgrenze herangeführt werden soll.

Grüße
Thomas


Sorry, aber das geht wirklich besser.

Internetanschluss mit 1 GBit/s in der Schweiz für etwas mehr als 50 Euro

Die Meldung ist von 2014! Inzwischen ist in Zürich die Hälfte aller Wohnungen mit FTTH angeschlossen (im Tiefbau übrigens). In vielen anderen, auch kleineren Städten geht das ähnlich zügig voran.
FTTH heißt ganz konkret: Glasfaser bis ins Wohnzimmer.

Wie man das erreichen kann steht in Beitrag Nummer 34:
Internetanschluss mit 1 GBit/s in der Schweiz für etwas mehr als 50 Euro - Seite 2
#29
Registriert seit: 18.08.2015

Bootsmann
Beiträge: 639
Die Schweiz mit Deutschland zu vergleichen im Zusammenhang beim netzausbau, unheimlich clever...
#30
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Registriert seit: 06.10.2006
Ba-Wü & WÜ
Flottillenadmiral
Beiträge: 4106
Zitat awehring;25418319
Sorry, aber das geht wirklich besser.

Ich sage nicht, dass es nicht besser geht und FTTH oder als Abstufung FTTB nicht machbar ist. Der Ausbau dauert nur erheblich länger. Wenn wir von gleicher Geschwindigkeit bei Baumaßnahmen ausgehen und annehmen, dass die Versorgung von 8 Mio Menschen 5 Jahre dauert, multiplizieren wir das mit 10 für Deutschland, 50 Jahre. Die Rechnung stimmt so natürlich nicht ganz, kein Zweifel. Aber Fakt ist, dass es dennoch sehr viel länger dauert und mehr Kosten bedeutet. Die Einnahmen aus Telekommunikationsverträgen spiegeln die Kosten jedenfalls nicht im Ansatz. Oder hat da jemand eine andere Meinung?

Grüße
Thomas
#31
Registriert seit: 17.06.2009

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1460
Ja, ich hab dazu eine andere Meinung. Die Stadtwerke in Zürich können die Kosten für den Glasfaserausbau in 20 Jahren amortisieren, über die erwähnten Tarife. Die Kalkulation ist völlig offengelegt, es gab sogar eine Volksabstimmung darüber in Zürich.

In Deutschland, mit rund zehn mal soviel Einwohner wie die Schweiz, kommen auch zehnmal so viele Einnahmen zustande. Der Ausbau sollte also genauso schnell erfolgen können. Zumindest von den grossen bis hin zu kleineren Städten.

Wahrscheinlich will die Telekom und die anderen privatwirtschaftlichen Unternehmen eine Amortisation in fünf Jahren haben. Die Schweizer Swisscom wollte das ursprünglich ja auch.

Man muss den (Ex–)Monopolisten einfach Dampf machen, indem man engagiert zu Werke geht und für Konkurrenz sorgt, wie es die Zürcher Stadtwerke taten (siehe mein Link oben).
#32
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Registriert seit: 11.06.2011

Matrose
Beiträge: 6
Tolle Sache,hoffentlich fluppt der Test und der restliche Ruhrpott wird zügig auch in den Genuss kommen....so ätzend UM teils auch sein mag,ihre Internet Dienstleistung ist 1a....
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