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US-Provider Sprint steigt beim Streaming-Dienst Tidal ein

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tidalKnapp zwei Jahre nach dem Start präsentiert Tidal einen neuen Investor. Von seinem Engagement verspricht sich der US-Provider Sprint mehr Kunden, das gleiche Ansinnen dürfte aber auch Jay-Z' Musik-Streaming-Dienst haben. Ob die Rechnung aufgehen kann, ist unklar - schließlich wird öffentlich mit Zahlen gegeizt.

Das gilt beispielsweise für den Preis, den Sprint zahlt. Mitgeteilt wurde von beiden Unternehmen lediglich, dass der Provider ab sofort 33 % der Anteile hält. Dadurch wird Sprint-CEO Marcelo Claure Mitglied des Verwaltungsrats und kann auf diesem Wege Einfluss auf die Entwicklung nehmen. Geplant sei, dass die 45 Millionen Kunden des Providers, der in den USA den vierten Platz der größten Mobilfunkanabieter einnimmt, „unlimitierten Zugang zu exklusiven Inhalten, die es nirgendwo sonst gibt" erhalten.

Dabei handelt es sich den Angaben um Inhalte, die derzeit noch nicht verfügbar sind und die auch über einen längeren Zeitraum hinweg nicht von anderen Tidal-Nutzern aufgerufen werden können.

Ob und wie viel die eigenen Kunden für den Zugang bezahlen müssen, lässt Sprint bislang offen, um ein kostenloses Extra dürfte es sich aller Wahrscheinlichkeit nach aber nicht handeln. Denn schon der Zugriff auf die allgemeinen Inhalte in Form von etwa 42,5 Millionen Musiktiteln und 140.000 Videos schlägt mit knapp 10 Euro für den Premium- sowie 20 Euro für den HiFi-Account zu Buche.

Wie viel Sprint-Kunden zu zahlen bereit sind, dürfte aber nicht nur eine Frage des Preises, sondern auch der am Ende tatsächlich exklusiven Inhalte sein.

Aber auch hinter der Frage, wie viele Abonnenten Tidal bislang mit seinem regulären Angebot für sich gewinnen konnte, ist nicht bekannt - entsprechend lässt sich nur schwer bewerten, wie viel es Nutzern wert ist, bestimmte Songs nur beim 2015 ins Leben gerufenen Dienst zu hören oder gar für die höhere Audio-Qualität in Form des HiFi-Accounts zu zahlen.

Es gilt jedoch als sicher, dass Tidal in Bezug auf die zahlenden Kunden weit hinter Spotify, Apple Music und den anderen Platzhirschen liegt. Das Unternehmen selbst nennt keine Zahlen, Medienberichten zufolge soll die Zahl der Abos zwischen 850.000 und einer Million liegen. Zum Vergleich: Für die Nutzung von Spotify sollen etwa 40 Millionen Menschen zahlen, für Apple Music etwa 20 Millionen. Gerüchten zufolge soll Apple an einer Übernahme Tidals interessiert gewesen sein, Dementis folgten allerdings umgehend.

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Kommentare (2)

#1
customavatars/avatar179024_1.gif
Registriert seit: 29.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 5293
Also solange das Teil nicht für 10€ unbegrenzt FLAC anbietet, ist das für mich völlig uninteressant. Und selbst davon könnte ich mir pro Jahr 12 originale Scheiben stattdessen kaufen, wo ich auch 100% sicher sein kann, dass das Quellmaterial möglichst gut ist...
Und wer kauft schon 12 CDs pro Jahr - somit ist ja die Preisgestaltung schon auf den Nischenmarkt ausgelegt...

Für komprimierte Musik zahle ich natürlich sowieso nicht - dann kann ich es mir ja gleich bei Youtube anhören... Oder gar davon aufnehmen, und letztlich könnte ich auf schlechte Aufnahmen auch gänzlich verzichten - Wenn ich schon Geld ausgebe, muss die Qualität auch hochwertig sein.

Echt schade, dass es der Musik- und Filmindustrie viel zu gut geht, um zu erkennen, wie viel Potenzial es gäbe, beispielsweise könnte man Musikstreaming + Musikvideos per Download to Own- Modell verknüpfen, sodass jeder für 10€ das komplette Sorglospaket hat. Für Studenten könnte man 50% Rabatt anbieten, dass sich die Raubkopie wegen des Zeitaufwands für die auch nicht mehr lohnt.

Zwar sind die in der letzten Zeit etwas aufgewacht, aber Tidal ist mit einem 20€- Paket viel zu teuer.
#2
customavatars/avatar131642_1.gif
Registriert seit: 19.03.2010

Flottillenadmiral
Beiträge: 4652
Ich hab ne Zeit lang Tidal benutzt, bin aber wieder zurück zu Spotify. Die Option FLAC zu hören war damals der Wechselgrund, die doch um einiges schlechtere App und das mein ganzer Freundeskreis bei Spotify ist haben mich wieder umgestimmt.

Zwischen Youtube und Spotify ist imho noch ein riesen unterschied.
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