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Datenweitergabe an Facebook: Verbraucherschützer mahnen WhatsApp ab

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WhatsApp LogoDie Ende August von WhatsApp angekündigte Änderung der AGB hat nicht nur die EU-Kommission auf den Plan gerufen, auch bei Verbraucherschützern stößt die Neufassung auf Kritik. Da sich die Facebook-Tochter davon bislang unbeeindruckt gezeigt hat, hat der Bundesverband Verbraucherzentrale (vzbv) die Abgabe einer Unterlassungserklärung verlangt.

In der Begründung für die Abmahnung bemängelt der vzbv nicht nur die fehlende Widerspruchsmöglichkeit, auch mit der Weitergabe von Daten von Personen, die WhatsApp nicht nutzen, sei nicht hinnehmbar. Denn die Pläne des Unternehmens sehen vor, dass nicht nur die Mobilfunknummer des jeweiligen Nutzers an Facebook übermittelt wird, sondern auch sämtliche Einträge im Telefonbuch des Smartphones. Nach Auffassung der Verbraucherschützer sei dies rechtlich unzulässig.

Ebenfalls für rechtswidrig hält man die Pläne für Verbesserungen bei der personalisierten Werbung. Die neuen AGB sehen vor, dass Facebook die von WhatsApp übermittelten Daten nutzen darf, um Anzeigen besser auf den jeweiligen Nutzer anpassen zu können. Das Problem laut vzbv: Einer solchen Nutzung müsste ausdrücklich zugestimmt werden (opt-in), zum Einsatz komme hier aber das opt-out-Prinzip - der Nutzer muss das automatisch gesetzte Häkchen zur Zustimmung entfernen.

Gibt WhatsApp die verlangte Unterlassungserklärung bis zum 21. September nicht ab, wird die Möglichkeit zur Einreichung einer Klage geprüft, so die Verbraucherschützer; am 25. September läuft die Frist für Nutzer ab, um den Änderungen zu widersprechen - was jedoch den weiteren Einsatz des Messengers unmöglich macht.

Kurz nach dem Bekanntwerden der neuen AGB hatte die EU-Kommission angekündigt, das Fusionskontrollverfahren erneut zu starten. Dies wurde bereits 2014 genutzt um zu klären, ob Facebook WhatsApp übernehmen darf. Ein Grund für die Zustimmung vor zwei Jahren war die Aussage der US-Amerikaner, dass es niemals zu einem Datenaustausch zwischen beiden Diensten kommen werde. Genau dies wird sich jedoch ändern, wenn die Änderung Ende September in Kraft tritt.

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Kommentare (6)

#1
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Im Zusammenhang damit hat mir ein Bekannter, der erst WhatsApp den Rücken gekehrt und nach einer Woche es wieder installiert hat, meine Ansicht bestätig: Zwänge schafft man sich nur selbst.
#2
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Zitat MaxthonFan;24929698
Im Zusammenhang damit hat mir ein Bekannter, der erst WhatsApp den Rücken gekehrt und nach einer Woche es wieder installiert hat, meine Ansicht bestätig: Zwänge schafft man sich nur selbst.

Also mir bestätigt das eher dass das Leben ohne Whatsapp nicht bedeutend schöner ist.
#3
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Vor allem dann nicht, wenn man aus schulischen Gründen wohl drauf angewiesen ist; das meinte er zumindest mir gegenüber. Wäre ich um meine Daten mehr besorgt, ich würde vielleicht auch anders darüber denken. Aber was bringt das in der heutigen Zeit, wenn doch sowieso jeder irgendwelche Daten sammelt und verkauft oder sonstwas damit macht?
#4
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Banned
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[email protected] patrick bellmar: soll dass etwa heißen dass whats app nur unsere daten haben will obwohl sie sich zu gegenteiligem verpflichtet haben?

Nein! Doch! OH!
#5
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Leutnant zur See
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Solange es genug Dumme gibt, die derartige Dienste freiwillig nutzen, solange wird es Firmen geben, die sich einen Sch*** um Datenschutz kümmern.
#6
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Registriert seit: 08.06.2015

Kapitänleutnant
Beiträge: 1564
Also die Abmahnung haben sie sich redlich verdient. Was ich allerdings schon seit Jahren nicht kapiere - warum müssen die sich nicht schon seit langem mit Verbraucherschützern rumschlagen, weil sie das komplette Adressbuch absaugen ohne Einverständnis aller, die eingetragen sind? Ich weiß, dass WhatsApp versucht, durch die AGB die Verantwortung auf die WhatsApp Nutzer abzuwälzen, aber das sollte für einen findigen Juristen doch kein Hindernis sein.
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