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Vodafone will 2016 Breitbandanschlüsse mit 500 und 1.000 MBit/s anbieten

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vodafoneZuletzt war Vodafone eher für negative Schlagzeilen bekannt, denn nach der Ankündigung der Drosselung von Peer-to-Peer-Traffic ab einem Datenvolumen von 10 GB hagelte es Kritik von allen Seiten. Schnell wurden diese Pläne auch wieder zurückgezogen und nun will man sich auf eine erfolgreiche Entwicklung in den kommenden Jahren vorbereiten. Ein wichtiger Baustein dabei ist nach dem Kauf von Kabel Deutschland das Angebot von Internet-Anschlüssen in Privathaushalten.

Rückblickend auf das vergangene Jahr hat Vodafone demnach die Geschwindigkeiten im Kabelglasfasernetz für 16 Millionen Menschen verdoppelt. In den vergangenen zwölf Monaten sind so über 8 Millionen Haushalte mit einem Anschluss mit einem Downlink von 200 Mbit/s versorgt worden. Der Uplink liegt bei solchen Anschlüssen im übrigen bei 12 MBit/s und im Vertrag "Internet & Phone Kabel 200 V" ist ein Datenvolumen von 1.000 GB inklusive. Danach erfolgt eine Drossel auf 10 MBit/s im Downlink und 1 MBit/s im Uplink. Auch für diese Praktik musste Vodafone Kabel schon mehrfach Kritik einstecken.

Für die kommenden Jahre hat Vodafone ambitionierte Ziele. Im Kabel-Glasfasernetz beginnt Vodafone 2016 mit dem Ausbau von 500 Mbit/s an ausgewählten Standorten - und wird im gleichen Jahr auch die ersten Gigabit-Geschwindigkeiten anbieten können. Welcher Uplink hier gleichzeitig angeboten wird und wie es um das Inklusivvolumen bestellt ist, verrät das Unternehmen natürlich nicht. Der scheibchenhafte Ausbau, der auch von anderen Anbietern so durchgeführt wird, ist dabei alles andere als notwendig, wie man selbst beweist:

"Das Kabel-Glasfasernetz von Vodafone erreicht mit seinen fast 400.000 Kilometern eine Gesamtlänge von der Erde bis zum Mond. Und es ist heute schon '1 Gigabit ready' - egal ob in der Glasfaser- oder der Kabel-Leitung", so Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter. Es wäre also durchaus möglich schnellere Anschlüsse bereits heute anzubieten. Allerdings ist es nicht immer im Interesse der Anbieter dies gleich anzubieten.

Im Mobilfunk starten die Düsseldorfer mit 525 Mbit/s schnellem LTE, später folgen 750 Mbit/s. 2017 wird Vodafone 4,5G einführen, den Vorläufer des 2020 kommenden 5G Mobilfunkstandards. 4,5G wird auch im Mobilfunk schon Gigabit-Geschwindigkeiten bringen, wie der 1,2 Gbit/s schnelle Prototyp am Vodafone Campus eindrucksvoll beweist.

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Kommentare (12)

#3
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Registriert seit: 24.01.2007
Schlaaand
Hauptgefreiter
Beiträge: 251
Die sollen lieber mal den Upload erhöhen, 12 Mbit/s sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Da lobe ich mir mein VDSL mit 40 MBit/s Upload.
#4
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Registriert seit: 24.05.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1686
Zitat Nudelholz;24141927
Die sollen lieber mal den Upload erhöhen, 12 Mbit/s sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Da lobe ich mir mein VDSL mit 40 MBit/s Upload.


Da ist technisch nicht viel mehr upload möglich sonst würden die Kabel Anbieter dir gerne mehr als die Telekom bieten.
#5
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Registriert seit: 20.11.2009
Mark Brandenburg
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1368
Zitat Nashdaq;24141561
Es ist mir ein Rätsel, wie man heute noch mit solchen Vergleichen Marketing betreiben kann.
Wenn ich die Einzelfäden meiner Bettdecke aneinander reihe, reicht es wahrscheinlich auch von Stockholm bis Shanghai :fresse:

Naja passt schon...irgendwie wäre "Kauft Vodafone!!!!" auch eine blöde Aufforderung


Von der Erde bis zum Mond ist es schon ganz schön weit, das muss man erst einmal schaffen.
#6
Registriert seit: 25.03.2005
127.0.0.1
Kapitän zur See
Beiträge: 3651
In einer S-Klasse sind bis zu 500m an Kabeln verbaut. Mercedes baut 1.200 S-Klassen am Tag. Das macht pro Jahr 219.000 km Kabel nur in neuen S-Klassen. Die Distanz zum Mond beträgt rund 363.300 km. Mit allen Modellen zusammen fliegt also Mercedes (oder jeder andere große Autobauer) mehrfach pro Jahr mit seinen Kabeln alleine zum Mond.

Kurz: Alles Marketing! :)

@Topic
Es ist doch nur eine Frage der Zeit bis Vaderfone seine Drosselpolitik wieder aktiviert. Diesmal vermutlich in Abstimmung mit der Telekom, die ja seit einiger Zeit auch alles nur mögliche gegen die Netzneutralität unternimmt - wenn auch mehr unter dem Radar. In ihren VDSL-Vertägen haben sie seit geraumer Zeit ja schon ähnliche Klauseln. Schon ist man nicht mehr der "Buhmann", sondern man kann im Schulterschluss behaupten, es ginge technisch einfach nicht anders. Dann bringen einem die 500 Mbit/s über Kabel/Glasfaser genauso viel wie die 300 MBit/s über LTE. Traurig.

EDIT:
Zitat TheBigG;24142038
Da ist technisch nicht viel mehr upload möglich sonst würden die Kabel Anbieter dir gerne mehr als die Telekom bieten.


Quelle? Bei Internet über TV-Kabel sieht der Standard einen Upload in Höhe von 50% des Downloads vor. Bei Glasfaser ist 1:1 möglich und wird auch täglich in WAN-Netzen so betrieben. Alles andere macht da gar keinen Sinn...
#7
Registriert seit: 14.01.2010

Obergefreiter
Beiträge: 118
Zitat icebeer;24142170

Quelle? Bei Internet über TV-Kabel sieht der Standard einen Upload in Höhe von 50% des Downloads vor. Bei Glasfaser ist 1:1 möglich und wird auch täglich in WAN-Netzen so betrieben. Alles andere macht da gar keinen Sinn...

Bei einfacher Betrachtung dürfte beim Kabel der begrenzte Frequenzbereich für den Rückkanal die Asymmetrie bei Download und Upload erklären. Afaik stehen für den Rückkanal nur der Frequenzbereich 5-65 MHz zur Verfügung, höhere Frequenzen würden IMHO Aufgabe der FM-Sender im Kabelnetz (ab 87,5 MHz) und eine Umrüstung aller Rückkanalverstärker und Filter nach sich ziehen. Außerdem wird für den Uplink eine einfachere Modulation genutzt, da diese weniger störanfällig ist, was aufgrund der geringeren Sendeleistung der Modems gegenüber des CMTS beim Anbieter notwendig ist. Downlink erhöhen ist einfach, da du dort einfach bestehende Kanäle als "Internetkanal" umdeklarieren kannst und aufgrund der hohen Sendeleistung des CMTS ein komplizierteres Modulationsverfahren mit mehr Bit pro Hz nutzen kannst. Derzeit verwendet KDG im Raum Bremen z.B. 120 MHz (15 Kanäle) nur für Downstream.
EDIT: Und wenn endlich diese steinzeitlichen Analogsender abgeschaltet werden, werden schlagartig ca. 180 MHz frei, die auch easy für Downstream genutzt werden könnten. Daher werden Gigabitraten überhaupt nicht unrealistisch sein, es hat aber schon einen Grund, warum nicht mit mehr Upstream geworben wird ;)

Siehe auch:
braun teleCom - Technologiepartner für Telekommunikation - TV - Internet
Belegung - Bremen - Vodafone-Kabel-Helpdesk
Highspeed-Internet im Kabel: 200 MBit/s mit EuroDocsis 3.0
#8
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Registriert seit: 24.03.2008
Heidelberg
Moderator
A glorious mess!
Beiträge: 4845
Das sind ja eh nur noch die letzten Gebaren von DOCSIS S3.0 :)
Wenn die großen KabelISP´s dann mal auf DOCSIS 3.1 umsteigen, geht es ja erst richtig los.

Die DOCSIS 3.1[2] Spezifikation wurde im Oktober 2013 veröffentlicht und unterstützt Datenraten von bis zu 10 GBit/s im Downstream und 1 Gbit/s im Upstream. Dies wird durch eine 4096-QAM Modulation sowie 20 kHz bis 50 kHz breiten Trägern mit Orthogonaler Frequenz Divisions Multiplex Kodierung (OFDM) erreicht
#9
Registriert seit: 29.07.2011

Stabsgefreiter
Beiträge: 326
Zitat molleonline;24142329
Bei einfacher Betrachtung dürfte beim Kabel der begrenzte Frequenzbereich für den Rückkanal die Asymmetrie bei Download und Upload erklären. Afaik stehen für den Rückkanal nur der Frequenzbereich 5-65 MHz zur Verfügung, höhere Frequenzen würden IMHO Aufgabe der FM-Sender im Kabelnetz (ab 87,5 MHz) und eine Umrüstung aller Rückkanalverstärker und Filter nach sich ziehen. Außerdem wird für den Uplink eine einfachere Modulation genutzt, da diese weniger störanfällig ist, was aufgrund der geringeren Sendeleistung der Modems gegenüber des CMTS beim Anbieter notwendig ist. Downlink erhöhen ist einfach, da du dort einfach bestehende Kanäle als "Internetkanal" umdeklarieren kannst und aufgrund der hohen Sendeleistung des CMTS ein komplizierteres Modulationsverfahren mit mehr Bit pro Hz nutzen kannst. Derzeit verwendet KDG im Raum Bremen z.B. 120 MHz (15 Kanäle) nur für Downstream.
EDIT: Und wenn endlich diese steinzeitlichen Analogsender abgeschaltet werden, werden schlagartig ca. 180 MHz frei, die auch easy für Downstream genutzt werden könnten. Daher werden Gigabitraten überhaupt nicht unrealistisch sein, es hat aber schon einen Grund, warum nicht mit mehr Upstream geworben wird ;)

Siehe auch:
braun teleCom - Technologiepartner für Telekommunikation - TV - Internet
Belegung - Bremen - Vodafone-Kabel-Helpdesk
Highspeed-Internet im Kabel: 200 MBit/s mit EuroDocsis 3.0


mhm da habe ich ja Glück .......... seit Monaten 100 Mbit Down und 50 Mbit Upload obwohl der Vertrag 100/11 sagt. Vor geraumer Zeit gab es Probleme bei meinem Netzbetreiber, der hatte alles richtig gemacht aber der Vertragspartner vom nächsten Knotenpunkt (10Gbit) hatte nur täglich 4 Gbit abgenommen. So sah dann bei mir 3 Wochen lang der Traffic 12 Mbit Down und 50 Mbit Upload aus. Bei Klärung dieser Angelegenheit hatte ich dann wegen der 50 Mbit Upload mal nachgefragt und es hieß, ja alles in Ordnung bei mir ist unbegrenzt freigeschaltet warum auch immer ........ soll mir recht sein. Es kann also nicht so schwierig sein bei Kabel- TV :)
#10
Registriert seit: 01.07.2013

Hauptgefreiter
Beiträge: 146
Zitat Nudelholz;24141927
Die sollen lieber mal den Upload erhöhen, 12 Mbit/s sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Da lobe ich mir mein VDSL mit 40 MBit/s Upload.

Also bei 1GBit/s Down könnte 12Mbit/s Up schon recht knapp werden, allein um den Download auszunutzen.
#11
Registriert seit: 14.01.2010

Obergefreiter
Beiträge: 118

In einen Standard kann man viel reinschreiben. bei Docsis 3.1 z.B. steht bei Upstream 5 MHz bis 204 MHz (siehe hier), was nicht unwesentlich zu den 1 GBit Upload beitragen dürfte. Nur woher nehmen, wenn da nichts frei ist? Wie gesagt, ab 87,5 MHz geht FM-Radio los, da bin ich mal gespannt, wie konkrete Lösungen der Kabelanbieter aussehen :)

Zitat heigro;24142991
mhm da habe ich ja Glück .......... seit Monaten 100 Mbit Down und 50 Mbit Upload obwohl der Vertrag 100/11 sagt. Vor geraumer Zeit gab es Probleme bei meinem Netzbetreiber, der hatte alles richtig gemacht aber der Vertragspartner vom nächsten Knotenpunkt (10Gbit) hatte nur täglich 4 Gbit abgenommen. So sah dann bei mir 3 Wochen lang der Traffic 12 Mbit Down und 50 Mbit Upload aus. Bei Klärung dieser Angelegenheit hatte ich dann wegen der 50 Mbit Upload mal nachgefragt und es hieß, ja alles in Ordnung bei mir ist unbegrenzt freigeschaltet warum auch immer ........ soll mir recht sein. Es kann also nicht so schwierig sein bei Kabel- TV :)

Das stellt auch keiner in Abrede, die 50 MBit Upload bekommst du allerdings nur, weil sonst keiner so viel Upload hat oder nutzt. Kabel ist nunmal ein geteiltes Medium, du hast keine eigene Leitung zum Anbieter, sondern teilst dir das Kabel mit X dutzenden bis hunderten anderen Haushalten.

Wer sich sonst noch für Kabelinternet und den DOCSIS Standard interessiert, dem sei folgender Vortrag (https://events.ccc.de/congress/2015/Fahrplan/events/7133.html, findet am 27.12. statt und wird wie jede Veranstaltung des 32C3 kostenlos live übertragen) ans Herz gelegt.
#12
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Registriert seit: 13.07.2005
tirol
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 457
Zitat wargodofmetal;24143103
Also bei 1GBit/s Down könnte 12Mbit/s Up schon recht knapp werden, allein um den Download auszunutzen.


Hab es grad mal kurz getestet, bei 3 Downloads aus verschiedenen Quellen komme ich bei ca. 500-600 Mbit im Download auf ca. 2Mbit Upload. Dürfte sich also schon ausgehen... allerdings stehen 1Gbit zu 12Mbit mMn trotzdem in keinem vernünftigen Verhältnis.

Im Text steht das 8 Mio Haushalte mit 200Mbit versorgt worden sind.
Da ist aber nur die Leitung gemeint? Oder haben diese 8 Mio Anschlüsse wirklich 200Mbit Pakete? Kanns mir kaum vorstellen...
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