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Google will mit Kaufen-Button in der Suche Amazon und eBay Konkurrenz machen (Update)

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google 2013Auf der Suche nach immer neuen Geschäftsfeldern hat Google in der Vergangenheit schon so manche Funktion in bestehende Dienste integriert. Sei es die Flugsuchmaschine, die vor allem Google Maps nutzt, oder die Preisübersicht, die auf Wunsch innerhalb der Suchmaschine angezeigt wird. Letztere soll nun als Träger für den nächsten Versuch herhalten.

Wie das Wall Street Journal berichtet, arbeitet man in Mountain View an einem „Kaufen“-Button, der innerhalb der Trefferliste angezeigt wird. Sucht der Nutzer beispielsweise nach einem bestimmten Produkt, würde neben dem entsprechenden Link eines teilnehmenden Händlers zusätzlich die neue Schaltfläche auftauchen. Mit einem Klick erfolgt die Weiterleitung zur entsprechenden Produktseite, für die zumindest in Teilen Google verantwortlich sein soll. Hier kann der Kauf dann abgeschlossen werden.

Was zunächst wie ein äußerst geringer Mehrwert wirkt, soll für Google und Nutzer aber gewichtige Vorteile bieten. So tritt der Internet-Riese als Vermittler auf und dürfte entsprechend eine Provision bei jedem erfolgreichen Geschäft erhalten, Käufer müssen hingegen weniger sensible Daten übermitteln. Denn die Abrechnung erfolgt direkt über Google, der Händler erhält somit lediglich die Bestätigung der erfolgten Zahlung, nicht aber Kreditkarteninformationen oder ähnliches.

Allerdings soll es während der Testphase diverse Einschränkungen geben. Zum einen soll der neuen Button lediglich in der mobilen Suche eingeblendet werden, zum anderen nehmen anfangs nur wenige Händler am Programm teil, darunter unter anderem die US-Kaufhauskette Macy’s. Ob diese lediglich in Form der Provision für die Teilnahme zahlen müssen, ist unklar. Denn der Quelle zufolge wird der Button nur innerhalb der gesponserten Suchergebnisse angezeigt.

Mit einem solchen Schritt dürfte das Unternehmen wieder verstärkt in den Fokus von Kartellwächtern rücken. Immerhin würde die Suchmaschine so nicht nur über Werbung in Form bezahlter Links Einnahmen generieren, sondern gleichzeitig auch über die Provision. Dies dürfte auch potentielle Konkurrenten wie Amazon oder eBay stören und auf den Plan rufen. Skepsis deutet sich aber auch auf Seiten des Handels an. Denn von dort ist schon jetzt leichte Kritik zu hören. So würden diese auf mitunter wertvolle Kundeninformationen wie E-Mail-Adressen so wie den mehr oder minder direkten Kontakt verzichten müssen. Öffentlich kommentieren wollte die Pläne aber noch niemand.

Update: Gegenüber Recode hat Google die Pläne bestätigt. Obwohl die Umsetzung bereits in Kürze erfolgen soll, bleiben Details weiterhin unbekannt. Für Aufklärung dürfte jedoch die Google I/O sorgen, die am heutigen Abend startet.

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