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Facebook führt den Nachlassverwalter ein

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facebookIm Todesfall innerhalb des engeren Familienkreises müssen Angehörige längst nicht mehr nur die Beerdigung ihres Liebsten organisieren, dessen Wohnung ausräumen und kündigen oder alle Verträge beenden, sondern sich womöglich auch um dessen Online-Leben kümmern. Das soziale Netzwerk Facebook erlaubt daher schon seit einiger Zeit, die Profile verstorbener Nutzer in einen Gedenkzustand zu versetzen.

Dann wird das Profil des Toten entsprechend mit „In Erinnerung an“ gekennzeichnet und taucht nicht mehr bei anderen Mitgliedern als Freundschafts-Vorschlag auf. Zudem werden Geburtstags-Erinnerungen nicht mehr an die Freunde verschickt. Außerdem kann das Profil auf Wunsch der Familienangehörigen auch direkt gelöscht werden. Facebook verlangt hierfür einen Nachweis für den Tod des Nutzers, etwa ein Link zu einer Todesanzeige im Internet oder eine Kopie der Sterbeurkunde.

Künftig aber können Facebook-Nutzer vor ihrem Tod einen Nutzer als Nachlassverwalter des eigenen Accounts bestimmen, der sich im Todesfall um den Account des verstorbenen Facebook-Nutzers kümmert und nach dessen Wunsch agiert. Dieser bekommt dann aber keinen direkten Zugang auf den Account des verstorbenen Freundes oder Angehörigen, sondern erhält nur eingeschränkte Rechte. Zugriff auf die privaten Nachrichten des verstorbenen Nutzers bekommt er nicht, auch kann nicht im Namen des verstorbenen Nutzers gepostet werden – wohl aber ein Post ganz an den Anfang der Timeline gepinnt werden, mit dem Hinweis auf das Ableben des Nutzers oder einem Termin für die anstehende Beerdigung. Zudem kann der Freund des Verstorbenen Freundschaftsanfragen beantworten, das Profil-Bild ändern und das Titelbild aktualisieren. Ansonsten kann der Nachlassverwalter aber auch ein Backup der Fotos und Beiträge des Accounts anfordern und den Account löschen.

Der eigene Facebook-Nachlassverwalter wird sich in den Sicherheitseinstellungen des Netzwerkes festlegen lassen. Bevor dieser dann allerdings seines Amtes walten darf, muss der Tod des Nutzers weiterhin über die bisher bekannten Kontaktfelder nachgewiesen werden.

Zuletzt hatte Facebook neue, umstrittene AGB eingeführt.

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Kommentare (6)

#1
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Registriert seit: 02.12.2005

Vizeadmiral
Beiträge: 8106
Wie schnell man hier in den Kommentaren den Tod verdient hat, ist schon etwas daneben. Auch wenn man kein Facebook mag, was ich übrigens auch nicht tue.
#2
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
"Und meiner geliebten Schwester Ingeborg-Schantall vermache ich mein wertvollstes Gut: meinen Facebook-Account mit 3098 Katzenbildern."
#3
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Registriert seit: 09.03.2007
Ellerhoop
Kapitänleutnant
Beiträge: 1843
ich sehe schon die ersten pranks kommen!
Ein simpler Link reicht? Na dann haha
#4
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Registriert seit: 07.12.2008

Stabsgefreiter
Beiträge: 287
Wieso wurde mein Beitrag gelöscht? Meine Anmerkung dass Nutzer die das Angebot der Nachlassverwaltung ernsthaft in Erwägung ziehen es verdient hätten das Zeitliche zu segnen war wohl zu makaber? Facebook ist makaber! Und Zensur!
#5
customavatars/avatar202850_1.gif
Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 10517
Zitat bit64c;23182444
Wieso wurde mein Beitrag gelöscht? Meine Anmerkung dass Nutzer die das Angebot der Nachlassverwaltung ernsthaft in Erwägung ziehen es verdient hätten das Zeitliche zu segnen war wohl zu makaber? Facebook ist makaber! Und Zensur!
:stupid:
Erstens hat jeder das Recht einen legalen Dienst zu nutzen wie er will, ohne dämlich angemacht zu werden.
Zweitens wären gescheite Argumente sinnvoller als bashing (was es höchstwahrscheinlich war, auch wenn ich deinen Beitrag zum Glück nicht sehen musste).
Wo ist denn das Problem? Viele Menschen hinterlassen heute schon im Rahmen eines Testaments, auch Passwörter für ihre Seiten und mir persönlich hat ein schwerkranker Freund auch seine Passwörter für 2 Accounts hinterlegt... hoffe dass ich sie nie nutzen werden muss...
#6
Registriert seit: 05.12.2010

Kapitän zur See
Beiträge: 3194
Oo das Internet wird immer komischer...
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