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Kritik an Apple - Entwickler von Render-Software fordert: OS X users unite!

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apple logoApple galt einmal als Marke der Kreativen und Gestalter - davon soll inzwischen nur noch wenig übrig sein. Sowohl in Hard- und Software sehen sich die professionellen Nutzer in einigen Bereichen inzwischen alleine gelassen. Das neue Final Cut wird dabei ebenso gerne als Beispiel genannt, wie der Mac Pro, der nicht nur aufgrund des schlechten Zugangs an die Hardware kritisiert wurde, sondern zuletzt auch wegen der fehlenden Unterstützung für 10-Bit-Farbtiefe.

Nun meldet sich Paolo Ciccone zu Wort. Er ist Entwickler des LuxRender, einer Render-Engine, die in Render-Software, zum Beispiel der eignen Reality 4, verwendet wird. Er hat einen offenen Brief an den Chef von Apple, Tim Cook, verfasst. Anlass waren die Probleme mit dem Treiber für OpenCL, der immer wieder abstürzt und nicht stabil genug ist, um damit arbeiten zu können. Wird der Renderer auf die CPU umgestellt, funktioniere hingegen alles problemlos - damit sei die Problematik auf den Treiber eingeschränkt vorhanden.

Eine mit Reallity 4 erstellte Renderszene
Eine mit Reality 4 erstellte Renderszene

Im Falle des Mac Pro habe man sich mit AMD in Verbindung gesetzt, könne aber das Problem nicht beseitigen, da man im Falle des Treibers auf die Zusammenarbeit mit Apple angewiesen sei. OpenCL sei ebenfalls nicht der Grund für die Probleme, da sowohl mit Hardware von AMD als auch NVIDIA eine entsprechende Unterstützung unter Linux problemlos möglich sei. Offenbar habe Apple höhere Prioritäten für neue Emoji als für die Entwicklung eines ausgereiften OpenCL-Treibers.

"The reason why I’m writing to you is that, after waiting for years, we still have broken GPU drivers on OS X. Scenes that render perfectly well on Windows and even on Linux simply abort on OS X. This is happening with both AMD and nVidia GPUs.

The problem is unsolvable from our side. We need updated, fixed drivers for OS X. The problem is so bad hat our main OS X developer has announced, today, that he is giving up OS X. He simply can’t do his job.

I kindly request that you look into this and give us working AMD and nVidia drivers in an upcoming, possibly soon, update of OS X. We are more than willing to work with your engineers, if you need any kind of specific help in identifying the problem."

Den kompletten offenen Brief hat Paolo Ciccone auf seiner Homepage unter der Überschrift "OS X users unite" veröffentlicht.

Paolo Ciccone ruft dazu auf ähnliche Briefe an Tim Cook (per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zu verfassen, um dem Anliegen noch mehr Nachdruck zu verschaffen. Vielleicht sei es dann möglich, die Entwicklung des OpenCL-Treibers wieder in Schwung zu bringen, so dass ein zukünftiges Update von OS X wieder eine Verbesserung mitbringt.

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Kommentare (2)

#1
Registriert seit: 21.02.2009

Oberbootsmann
Beiträge: 927
Warum an Apple festhalten- sollen sie doch einfach für ein anderes BS entwickeln, da Apple offensichtlich kein Interesse hat.
#2
Registriert seit: 27.04.2015

Matrose
Beiträge: 13
Es arbeitet so gut wie jeder der mit GPU Rendering zu tun hat mit Cuda, und das funzt mit den Nvidia Web-Treibern für OSX problemlos in Verbindung mit Renderern wie Octane, oder auch Blenders Cycles Renderer. Cuda ist für sowas der Industriestandard. Außer Luxrender und den kommerziellen Thea Renderer, absolute Nischenanwendungen die kaum ein Profi benutzt, gab es vor kurzem noch keinen GPU Renderer der OpenCL sinnvoll genutzt hat. Da kann man Apple kaum vorwerfen dass sie dort bis jetzt keine Rücksicht nehmen.

Dass die neueren MacPro hauptsächlich auf Videoschnitt ausgelegt sind ist auch bekannt. Ich kann den ganzen Heckmeck um "kreative User" der hier hauptsächlich von Heise vernastaltet wird kaum nachvollziehen. Dieses Geheule um 10bit ist doch genauso lächerlich. OSX ist die einzige Plattform wo noch ernsthafte App-Alternativen für Designer erscheinen die keinen Bock auf die Adobe Cloud Abhängigkeit haben.

Wer professionell hauptsächlich mit 3D zu tun hat, der nutzt eh seit jeher Windows.
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