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Premiere Pro mit NVENC: Videos rendern in 20 % der Zeit

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adobe logo 100Mit der Version 14.2 für Premiere Pro und den Media Encoder hat Adobe eine neue Hardwarebeschleunigung hinzugefügt. Im Export werden H.264 und H.265 (HEVC) über die verbaute GPU beschleunigt. Grundsätzlich unterstützt wird dies auf allen Plattformen und diversen GPU-Modellen von AMD und NVIDIA.

Auf Seiten der Grafikkarten mit NVIDIA-GPUs geht es los mit einer GeForce GTX 970 (Maxwell-Architektur) bis hin zu einer GeForce RTX 2080 Ti (Turing-Architektur). Im Bereich der professionellen Karten startet die Unterstützung bei einer Quadro K1200 (ebenfalls Maxwell-Architektur) und funktioniert auch hier bis zur aktuellen RTX-Serie sprich der Quadro RTX 8000 (Turing-Architektur).

Bei Grafikkarten mit AMD-GPU funktioniert die Hardwarebeschleunigung nur für Radeon-Pro-Modelle. Hier geht es bei einer FirePro W7170M los und natürlich werden auch die aktuelle Radeon-Pro-Karten unterstützt. Auch die integrierten GPUs von Intel, wie die HD Graphics 5000 und Iris Pro Graphics 6300, werden unterstützt. Adobe führt alle unterstützten Grafikkarten in einem Support-Dokument auf.

Wir haben die Tests auf unterschiedlichen Plattformen gemacht. Zum einen kam ein Intel Core i9-10900K zum Einsatz, der per Quick Sync arbeiten konnte. Außerdem haben wir die Testsequenz auf einem AMD Ryzen Threadripper 1950X exportiert. Um die Hardwarebeschleunigung darstellen zu können, haben wir eine GeForce RTX 2080 Ti in der Referenzversion sowie eine Radeon Pro WX8200 verwendet.

Exportiert haben wir ein 4K-Video (3.840 x 2.160 Pixel) mit 30 FPS in VBR mit einem Durchlauf für 80 MBit/s als Zielbitrate. Die Länge des Videos beträgt 21 Minuten und 23 Sekunden bei einer Speichergröße des Ausgangsmaterials von 28,9 GB. Die Ausgabedatei kommt auf 12 GB (H.264) bzw. 5,28 GB (H.265).

Adobe Premiere Pro 14.2

4K-Export (H.264, VBR1)

Sekunden
Weniger ist besser

Adobe Premiere Pro 14.2

4K-Export (H.265, VBR1)

Sekunden
Weniger ist besser

Für den Export des Videos in H.264 benötigt die GeForce RTX 2080 Ti nur ein Fünftel der Zeit im Vergleich zum Intel Core i9-10900K. Gegenüber dem AMD Ryzen Threadripper 1950X, zugegeben ein nicht mehr ganz taufrisches Modell, ist die NVIDIA-Karte sogar noch einmal deutlich schneller. Mit einer Radeon Pro WX8200 lässt sich auch noch etwas an Zeit einsparen, allerdings scheint NVIDIAs Hardwareencoder deutlich schneller zu sein.

Für ein Encoding in H.265 ändert sich das Bild dann etwas. Ein Core i9-10900K ist in etwa so schnell wie eine Radeon Pro WX8200. Die GeForce RTX 2080 Ti verrichtet die Arbeit in etwa der Hälfte der Zeit. Der Ryzen Threadripper 1950X kann mit seinen 16 Kernen auch hier nicht ganz mithalten, fällt aber bei weitem nicht so weit ab, wie für H.264.

Adobe ermöglicht mit Premiere Pro bzw. dem Media Encoder in der aktuellen Version eine deutliche Beschleunigung im Export durch die erweiterte Nutzung der Hardwarebeschleunigung. Die meisten Nutzer sollten eine entsprechende Grafikkarte zu Hand haben – egal ob nun mit AMD- oder NVIDIA-GPU. Die zur Verfügung stehenden Ressourcen besser zu nutzen kann in jedem Fall kein Fehler sein.

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