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Chancenlos: Intel stellt den Xeon W-3175X ein

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xeon-w-3175xPer Product Change Notification (PDF) läutet Intel das Ende seiner einstigen HEDT-Ambitionen der Skylake-Generation ein. Der Xeon W-3175X kann noch bis 29. April 2022 bestellt werden und wird bis zum 28. Oktober 2022 ausgeliefert. Im freien Handel ist der Prozessor auch jetzt schon kaum noch zu bekommen und kostet wenn dann weit über 4.000 Euro.

Der Xeon W-3175X war Intels verzweifelter Versuch gegen AMDs Ryzen-Threadripper-Prozessoren etwas ausrichten zu können. Die 28 Skylake-Kerne hatten aber schon damals keine Chance bzw. waren im Verhältnis zur Threadripper-Konkurrenz zügellos und auch in der Plattform einfach zu teuer. Unser damaliger Test bescheinigte dem Xeon W-3175X zwar noch eine recht ordentliche Multi-Threaded-Leistung, dies erkaufte sich Intel aber mit einem Stromverbrauch von mehr als 500 W, wenn man dem Prozessor so richtig die Sporen gegeben hat.

Hätte man sich den Preis von damals 3.000 Euro noch schönreden können, wäre es damit aber nicht getan gewesen. Die dazugehörigen Mainboards kosteten noch einmal mindestens einen vierstelligen Betrag, kamen spät und waren bzw. sind nur schwer erhältlich. Ohne das notwendige Durchhaltevermögen und eine Preiskorrektur von Intel und der Partner war die Plattform zum Scheitern verdammt.

Die Workstation-Serie setzt Intel bis in die aktuelle Ice-Lake-Generation fort. Unter anderen hatten wir die Cascade-Lake-Zwischenlösung Xeon W-3275 im Test. Der Xeon W-3175X bot allerdings einen offenen Multiplikator, was den darauffolgenden Xeon-Modellen vergönnt bliebt. Somit bliebt dieses Modell ein Exot.

Doch mit Sapphire Rapids will Intel wieder angreifen. Offenbar will man AMD den Markt nicht vollends überlassen, denn der fehlende Drucks seitens Intel äußert sich beispielsweise im Umstand, dass es noch keine Ryzen-Threadripper-Prozessoren auf Basis von Zen 3 gibt.