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China baut Supercomputer weiter aus und ersetzt Intel gegen eigene Hardware

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China hat einen seiner beiden Top-10-Supercomputer aktualisiert bzw. damit begonnen. Der Tianhe 2, übersetzt Milchstraße, liegt derzeit mit einer Rechenleistung von etwa 33 PFLOPS (Rmax) auf Platz 2 der Top-500-Liste. Diese Liste stammt aus dem Juni und wird wieder im November aktualisiert. Tianhe 2 wird von der National University of Defense Technology (NUDT) betrieben und steht im Supercomputer Center in Guangzhou.

Erreicht wird die Leistungssteigerung durch ein Ersetzen der Xeon-Phi-Beschleuniger auf Basis von Knights Corner durch Matrix-2000-GPDSP-Beschleuniger aus chinesischer Entwicklung. Technische Details zu diesem Chip gibt es noch nicht, einzig ein paar Gerüchte, die aber als gesichert gelten. So soll der Matrix 2000 128 ARM-Kerne verwenden, die Vektorerweiterungen mit jeweils zweimal 256 Bit pro Kern aufweisen. Bei einem Takt von 1,2 GHz wird bei 128 Threads und einer Effizienz von 90 Prozent eine Rechenleistung von 2,2 TFLOPS erreicht. Die Leistungsaufnahme beläuft sich auf 240 W.

Über die Fertigung des Chips gibt es ebenfalls keine Informationen. In einigen Tweets der beteiligten Wissenschaftler ist allerdings von vier Chips in einem Package die Rede.

Die zuvor verwendeten Intel Xeon Phi 31S1P sind auf jeweils 0,84 TFLOPS gekommen. Geblieben sind die zwei Xeon-Prozessoren pro Rechenknoten. Hinzu kommen zwei Matrix 2000 pro Knoten. Pro Knoten soll die kombinierte Rechenleistung (Xeon-Prozessoren + Matrix 2000) bei 5,34 TFLOPS liegen.

Gesteigert wird die Rechenleistung aber auch durch eine erhöhte Anzahl an Rechenknoten. Diese wird von 16.000 auf 17.792 gesteigert. Damit kommen im gesamten Supercomputer 35.584 Intel-Xeon-Prozessoren und 71.168 Matrix 2000 zum Einsatz. Der nun als Tianhe 2A bezeichnete Supercomputer soll eine Spitzenleistung von 94,7 PFlops erreichen. Die Linpack-Leistung soll bei etwa 80 PFLOPS liegen – wieder eine Effizienz von 90 Prozent angenommen.

Die Gesamtleistungsaufnahme von Tianhe 2A soll bei 18 MW liegen. An dieser hat sich auch nichts geändert, da die Rechenleistung aber gesteigert werden konnte, ist auch die Effizienz deutlich angestiegen.

Zur Supercomputer 2017 in Denver im November diesen Jahres wird es vermutlich nähere Informationen zum Tianhe 2A geben.

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