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IBMs Power9 kommt mit PCI Express 4.0

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Geht es um eine Standardverbindung für nahezu alle Erweiterungen in Desktop- und Serversystemen, ist PCI-Express 3.0 seit Jahren der Quasistandard in diesem Bereich. Nicht ohne Grund gibt es zahlreiche andere Verbindungstechnologien wie NVIDIA NVLink, Intel QuickPath Interconnect (QPI) oder Lösungen von Mellanox.

Bereits im vergangenem Jahr deutete sich an, dass PCI-Express 4.0 nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Auf dem IDF im Sommer 2016 zeigte Intel in Zusammenarbeit mit Synopsys ein Testsystem auf Basis von PCI-Express 4.0. Hier kam allerdings noch kein fertiges Mainboard oder eine bestimmte Intel-CPU zum Einsatz, sondern es handelte sich um einen Testaufbau. In einigen Anwendungsbereichen ist PCI-Express 3.0 der limitierende Faktor. Besonders schnelle SSDs könnten von einer Beschleunigung profitieren.

PCI-Express 4.0 ermöglicht bis zu 4 GT/s (Gigatransaktionen pro Sekunde), was gleichbedeutend mit 1.969 MB/s für eine einzige Lane ist. Damit ist PCI-Express 4.0 genau doppelt so schnell wie PCI-Express 3.0. Wird eine Zusatzkarte über die vollen 16 Lanes angebunden, steigt die Bandbreite von 15,75 GB/s auf 31,51 GB/s. Für besonders schnell angebundene M.2-SSDs mit vier Lanes wird somit eine Steigerung von 3,94 auf 7,87 GB/s erreicht.

PCI-Express 4.0 wird vorerst nur in speziellen Serversystemen zum Einsatz kommen. IBM hat dazu die POWER9-Prozessoren entwickelt, die neben PCI-Express 4.0 beispielsweise auch NVLink 2.0 unterstützen.

Bei AMD, Intel oder NVIDIA spielt PCI-Express 4.0 vorerst noch keine Rolle. Bisher hat sich keiner dieser Hersteller konkret dazu äußern wollen. Stattdessen entwickeln alle größeren Hersteller an eigenen Interconnect – Infinity Fabric bei AMD, QPI bei Intel oder eben NVLink 2.0 bei NVIDIA. Bis Endkunden ihre Hardware daher mit PCI-Express 4.0 werden anbinden können, wird es sicherlich noch bis mindestens 2018 dauern.