1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Hardware
  6. >
  7. Prozessoren
  8. >
  9. Keine großen Vorteile: Messungen eines geköpfen RYZEN-Prozessors

Keine großen Vorteile: Messungen eines geköpfen RYZEN-Prozessors

Veröffentlicht am: von

Bereits in der vergangenen Woche berichteten wir darüber, wie der deutsche Overclocker der8auer sich daran machte, einen der neuen RYZEN-Prozessoren, genauer gesagt einen RYZEN 7 1700, zu köpfen, um sich anzuschauen, was sich unter dem Heatspreader befindet. Das Ergebnis bzw. die wichtigste Erkenntnis waren ein verlöteter Heatspreader sowie zwei kleine Indium-Plättchen, die den eigentlichen Kontakt zwischen Heatspreader und Die herstellen. Die Frage war nun, ob eine direkte Kühlung einen Vorteil bringt oder es besser ist, den Heatspreader dort zu belassen, wo er ist.

Mit noch installiertem Heatspreader konnte der8auer mit einer Luftkühlung keine 4,0 GHz mit einem RYZEN 7 1800X unter Prime95 halten. Stabil lief er mit 3,9 GHz auf allen acht Kernen bei 1,4 V. Die CPU-Temperatur lag bei maximal 81,1 °C. Im Cinebench waren mit 1,45 V immerhin 4.050 MHz möglich. Eigentlich sollten die Tests mit einer Custom-Wasserkühlung gemacht werden, dies war aber nicht möglich, da der AM4-Sockel die Installation einer geköpften CPU zusammen mit dem Wasserkühler (z.B. von EKWB) erschwert. Grund hierfür ist eine Seite des Sockels, an der sich die Arretierung befindet. Dieses Plastikteil ist höher, als die Die des Prozessors und verhindert damit, dass der Kühler richtig aufliegen kann. Für eine Direct-Die-Kühlung muss die Bodenplatte des Kühlers also recht kompakt sein.

Bevor der Kühler direkt auf die Die aufgesetzt werden kann, muss das Indium entfernt werden, welches auf der Die aufsitzt. Dies ist mit einer einfachen Rasierklinge möglich. Danach kann der Kühler installiert werden. Die Unterschiede durch die Direct-Die-Kühlung sind aber weitaus kleiner, als der8auer dies erwartet hat.

Ohne Heatspreader erreichte der RYZEN 7 1800X bei 3,9 GHz und 1,4 V eine Temperatur von maximal 80,1 °C – also 1 °C weniger als zuvor. Im Durschnitt können es auch ein paar Grad Celsius mehr sein. Das Entfernen des Heatspreaders lohnt sich also wegen der Temperaturen nicht, birgt aber einiges an Gefahren den Prozessor zu beschädigen.

Social Links

Kommentare (41)

Das könnte Sie auch interessieren:

  • AMDs Ryzen 7 3700X und Ryzen 9 3900X im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMDRYZEN93900X

    Heute ist es endlich soweit: AMD bläst zum Großangriff. Die Zen-2-Architektur versetzt AMD offenbar in die Situation, endgültig mit dem Konkurrenten Intel aufzuschließen. Mit Zen, Zen+ und der AM4-Plattform hat AMD über zwei Jahre die Basis zum Erfolg geschaffen. Nun will man den... [mehr]

  • AMD Ryzen 5 3600 im Test: Ohne X noch viel besser

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_5_3600_TEST-TEST

    Gegenüber dem AMD Ryzen 5 3600X aus unserem letzten Test, der trotz seiner Einstufung in die Mittelklasse ältere Topmodelle schlägt, ist der AMD Ryzen 3600 ohne das X-Kürzel nur 200 bis 300 MHz niedriger getaktet und mit einer TDP von 65 W sparsamer klassifiziert, was einen... [mehr]

  • AMD Ryzen 5 3600X im Test: 265-Euro-CPU schlägt ältere Flaggschiff-Modelle

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/RYZEN_5_3600X_REVIEW-TEASER

    Mit dem Ryzen 9 3900X und dem Ryzen 7 3700X ist AMD seinem Konkurrenten wieder mächtig auf die Pelle gerückt und macht ihm selbst im High-End-Bereich mit einer hohen Anwendungs- und Spiele-Leistung zu einem deutlich günstigeren Preis das Leben schwer. Doch auch in den unteren Preis- und... [mehr]

  • AMD Ryzen 5 3400G im Test: Weniger Änderungen als erwartet

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_5_3400G-TEASER

    Im letzten Jahr erwiesen sich die Raven-Ridge-APUs als gute Alternative, wenn man sich einen sparsamen und günstigen Office-Rechner zusammenbauen wollte. Die Kombination aus Zen-Prozessor und Vega-Grafiklösung erwies sich als durchaus leistungsfähig für den Alltag. Ob dies auch für die... [mehr]

  • 400 gegen 2.000 Euro: Core i7-9700K gegen Core i9-9980XE im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL-CORE-I9

    Heute wagen wir einmal einen ungewöhnlichen Vergleich: Ein Intel Core i7-9700K gegen einen Core i9-9980XE. Diese beiden Modelle haben neben der Tatsache, dass sie beide von Intel stammen und auf der Skylake-Architektur basieren, wenig miteinander zu tun. Doch wir wollten uns einmal anschauen, wo... [mehr]

  • Insider-Gerüchte: Intel streicht 10-nm-Pläne für den Desktop komplett

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL

    Aus Insiderkreisen haben wir einige exklusive Informationen zu zukünftigen Desktop-Prozessoren von Intel erhalten. Die Quelle hat sich in der Vergangenheit zu CPU-Themen bereits mehrfach aus treffsicher erwiesen. Dennoch sollte wie bei allen Gerüchten dieser Art eine gewisse Vorsicht an den... [mehr]