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Erste Benchmarks zum AMD RYZEN 7 1700X

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Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch die ersten Benchmarks zu einem neuen RYZEN-Prozessor auftauchen. Dies ist nun geschehen und in Anbetracht der technischen Daten handelt es sich beim Prozessor um einen RYZEN 7 1700X mit acht Kernen und 16 Threads sowie einem Basis-Takt von 3,4 GHz und einem Boost-Takt von 3,8 GHz. Offenbar aber ist beim jeweiligen Modell eine der wichtigsten Funktionen der RYZEN-Prozessoren nicht aktiv und damit ist die Extended Frequency Range (XFR) gemeint, durch die die Prozessoren bei guter Kühlung einen höheren Takt erreichen kann.

XFR ist Teil der SenseMI-Technologie, die im Dezember erstmals vorgestellt wurde. Ob das Fehlen der Funktion am Sample selbst lag oder das verwendeten Mainboard (MSI A320) sie nur nicht unterstützen konnte, ist unklar. Ebenfalls beachtet werden sollte, dass der DDR4-Arbeitsspeicher zwar mit 2.400 MHz, aber nur mit Timings von 17-17-17-39 2T betrieben wurde. Reddit-Nutzer Gryloc hat die Daten zusammengetragen und eine schicke Tabelle nebst Diagrammen erstellt, was einen Vergleich des RYZEN 7 1700X zu einigen Konkurrenzmodellen zulässt. Folgende Prozessoren sind dabei enthalten:

  • AMD RYZEN 7 1700X
  • Intel Core i7-5960X @ 3,0 GHz
  • Intel Core i7-6900K @ 3,2 GHz
  • Intel Core i7-5820K @ 3,3 Ghz
  • AMD FX-9590
  • AMD FX-8370
  • Intel Core i7-7700K @ 4,2 GHz

Wie immer sollte man die nun folgenden Werte mit Vorsicht genießen, da die Rahmenbedingungen nicht bekannt sind. Auf das Fehlen bestimmter Boost-Mechanismen sind wir bereits eingegangen. Die Werte wurden durch den Reddit-Nutzer und Ersteller der Tabelle samt Grafiken normiert – das heißt auf vergleichbare Taktraten bereinigt.

Hinsichtlich der Leistung lässt sich aus den Werten folgendes sagen. Der AMD RYZEN 7 1700X liegt in den ersten Benchmarks auf Niveau eines Intel Core i7-6850K und 6900K. Für die Single-Threaded-Leistung sieht es eher nach Leistungsklasse eines Core i7-7700K aus, der vom RYZEN 7 1700X im Physics-Test leicht überflügelt wird. Insgesamt sind die Werte aber nur schwer zu beurteilen, da die Prozessoren wohl jeweils nicht ihre maximale Leistung abrufen konnten – da es auch dem RYZEN 7 1700X so erging, könnte sich dies in gewisser Weise wieder etwas ausgleichen. Ein paar CPU-Mark-Werte ermöglichen auch noch keinen Gesamtüberblick zur Leistung.

Erst kürzlich tauchten zwei Tabellen auf, in denen die bisher bekannten RYZEN-Prozessoren in TDP-Klassen samt Kühlerempfehlungen für den neuen Boxed-Kühler eingeordnet wurden. Derzeit deutet alles darauf hin, dass AMD am 2. oder 3. März die ersten RYZEN-Prozessoren mit allen technischen Daten offiziell vorstellen wird.