> > > > Intel Skylake-EP: 32 Kerne leiten den Plattformwechsel ein

Intel Skylake-EP: 32 Kerne leiten den Plattformwechsel ein

Veröffentlicht am: von

Während Intel auf dem Desktop mit Kaby Lake gerade erst die neueste Generation der Prozessoren vorgestellt und eingeführt hat, steht ein Wechsel bei den Servern an, der mehr als nur ein reines CPU-Update sein soll. Zusammen mit dem Sockel LGA3647 wird eine komplett neue Plattform eingeführt, die in allen Bereichen einer Serverplattform einen Wechsel darstellt. Supermicro hat sich als einer der wichtigsten Ausstatter in diesem Bereich etwas genauer zu diesem Thema geäußert und sieht den Plattformwechsel auch als Chance.

Bereits im vergangenen Jahr tauchten erste Informationen zum Intel Xeon E5-2699 v5 mit 32 Kernen auf. Zum damaligen Zeitpunkt arbeitete der Prozessor noch mit einem Basis-Takt von 2,1 GHz, ein Wert, der sich bis zur finalen Einführung aber noch ändern kann. Die 32 Kerne können dank Hyperthreading bis zu 64 Threads gleichzeitig bearbeiten. Unklarheiten gab es noch bei den technischen Daten, denn ging man von bis zu 44 MB an L3-Cache aus. Die ersten Benchmarks sprechen nun aber von ganz anderen Zahlen.

Es gibt bereits Einträge in der Datenbank von SiSoft Sandra, denn natürlich bereiten sich die Hersteller auf die Veröffentlichung der neuen Prozessoren vor und haben die Hardware bereits lauffähig. Für ein Dual-Sockel-System mit zwei dieser Skylake-EP-Prozessoren wird ein L3-Cache von 24,75 MB für 18 Kerne ausgelesen. Anders gesagt stehen pro Kern 1.375 MB pro Kern zur Verfügung. In der Broadwell-Generation stehen noch deutlich über 2 MB pro Kern zur Verfügung.

Stattdessen soll offenbar der L2-Cache anwachsen. Statt 256 kB pro Kern sollen es nun 1 MB sein. Wie sich diese zwischen Daten und Instruktionen aufteilen, ist nicht bekannt. Auch eine erste Leistungseinschätzung ist möglich, denn der SiSoft-Sandra-Eintrag vergleicht einen Skylake-EP-Prozessor mit 18 Kernen mit einem Vorgänger-Modell. Bei der Nutzung von AVX-512-Befehlssätzen kann die Leistung in den Multimedia-Benchmarks fast verdoppelt werden.

Für die Serveranbieter spielt Skylake-EP eine wichtige Rolle. Mehr Kerne bei womöglich niedrigeren oder gleichen Kosten bedeutet eine Steigerung der Effizienz. Steigt die Leistung pro Kern nun auch noch an, dürften die Anbieter damit nicht ganz unzufrieden sein und ähnlich äußerte sich auch Supermicro. Der Sockel LGA3647 spielt auch bei den Beschleunigern auf Basis von Knights Landing eine wichtige Rolle.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 5

Tags

Kommentare (8)

#1
customavatars/avatar215183_1.gif
Registriert seit: 01.01.2015
€Uropäische Union - Bairischer Sprachraum
Kapitän zur See
Beiträge: 3595
Ich interessiere mich überhaupt nicht für Server CPU's, aber Bild 4 ist der Hammer, hätte nicht gedacht dass sie so groß sind.
#2
Registriert seit: 20.12.2003
Karlsruhe
Kapitän zur See
Beiträge: 3254
Das was dir so groß vorkommt ist doch nur das Package. Der Die dürfte so um die 650mm² groß sein, also in etwa so groß wie Haswell-EP. Die vielen Pins, die man sicherlich (noch) nicht alle braucht, machen es halt so riesig.
#3
Registriert seit: 16.12.2016

Matrose
Beiträge: 1
Bild 2 zeigt die 3 CPUs ja im Vergleich. Rechts die Standard Desktop und Links den Aktuellen 2011 Sockel
#4
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 16368
Die größten Broadwell-EP Dies mit 24 Kernen haben so 450mm², ein Drittel mehr Kerne wären also bestenfalls so 600mm², den Uncore Bereich mal ausgelassen, der dürfte ja auch wegen der PCIe Lanes und der beiden Omnipath Interconnects auch größer werden. Die Frage ist dann eher, wie sehr sich die Veränderungen der Cache Größen aus den Platzbedarf pro Kern auswirkt, aber Broadwell-EP hat 2,5MB L2 pro Kern und 256MB L2, mit 1375MB L3 und 1000MB L2 wäre man da in der Summe noch drunter. Die AVX512 Einheiten dürften auch Platz brauchen, also ist wohl eher mit Gleichstand zu rechnen, wenn es also 600mm² Diesize werden, wäre das vermutlich schon viel.

Es wird spannend zu sehen wie die Serverboards mit dem LGA3647 aussehen werden, denn der Sockel ist schon groß und dazu gibt es noch 6 statt bisher 4 RAM Channels, die Fläche die auf dem Board pro CPU benötigt wird, dürfte also um einiges größer als bisher. Wie man da zwei oder gar 4 und die PCIe Slots dazu auf den Platinen in den Standard Formfaktoren für Serverboards unterbringen möchte, wird spannend sein.
#5
customavatars/avatar157503_1.gif
Registriert seit: 23.06.2011

Banned
Beiträge: 2024
Och für mich gern ein Dual-Sockel! Wäre dann 2x32 mit HT 128 was für ein fetter PC. mfg
#6
customavatars/avatar62957_1.gif
Registriert seit: 29.04.2007
Hamburg
Admiral
Beiträge: 17540
Zitat coldheart;25273575
Och für mich gern ein Dual-Sockel! Wäre dann 2x32 mit HT 128 was für ein fetter PC. mfg


Kann man sich auch erst in 5-6 Jahren holen, wenn die dann für 50-100€ auf eBay verkloppt werden wie jetzt die Sandy Bridge 8 Kerner. ;)
#7
customavatars/avatar5798_1.gif
Registriert seit: 17.05.2003
Augsburg
Admiral
Beiträge: 11791
würde ich nicht sagen. Die kleinsten Sandy Bridge-E 8Kerner kriegt man für den Preis. Die kleinsten Skylake-EP haben bestimmt keine 32 Cores ;)
Und die großen CPUs bleiben ja leider immer etwas teurer.

Der Sandy E5-2690 kostet z.B. immernoch um die 300€. der E5-2650 45€.
#8
Registriert seit: 28.03.2008

Oberbootsmann
Beiträge: 883
Ich freue mich auf AVX512, eine bessere Speicherbandbreite, ein paar Kerne mehr und OmniPath als preiswerten Interconnect.
Das wird endlich mal wieder ein richtig großer Schritt für HPC Anwendungen.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Intel kämpft mit schwerer Sicherheitslücke (Update: Intel veröffentlicht...

Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL

Vor, während und zwischen den Feiertagen herrschte ein wildes Treiben in der Linux-Community. Zunächst war nicht ganz klar, was hier genau vor sich geht, inzwischen aber scheinen die Auswirkungen deutlich zu werden: Intel hat nach einer Lücke in der Management Unit eines jeden... [mehr]

Gelungener Feinschliff: AMD Ryzen 7 2700X und Ryzen 5 2600X im Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_7_2700X

Rund ein Jahr nach dem Start der Ryzen-Prozessoren legt AMD nach und bringt die zweite Generation in den Handel. Die soll schneller und effizienter arbeiten und den Druck auf Intel weiter erhöhen. Allerdings lautet die Devise Evolution statt Revolution, statt gravierender Änderungen gibt es vor... [mehr]

AMD Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test: Die Lücke ist gestopft

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_5_2400G

Während Notebook-Käufer sich bereits seit einigen Wochen von den Vorzügen der Zen-basierten Raven-Ridge-APUs überzeugen können, musste sich das Desktop-Lager noch gedulden. Nun aber heißt es auch hier: Intel erhält neue Konkurrenz. Und die könnte einen noch größeren Einfluss als die... [mehr]

AMD Ryzen Threadripper 2990WX und 2950X im Test: Mit Vollgas an Intel vorbei

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_THREADRIPPER_2950X

Pünktlich zum ersten Geburtstag startet AMD den Ryzen-Threadripper-Generationswechsel. Und wie schon im Frühjahr beim Sprung von Ryzen 1 zu Ryzen 2 vertraut man auf zwei Dinge: mehr Kerne und einen geringeren Preis. Beide sollen dabei helfen, dem Dauerrivalen Intel im... [mehr]

Intel Core i9-9900K im Test: Acht Kerne mit Luxuszuschlag

Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL_CORE_I9-9900K

Nach monatelangen Spekulationen und zahlreichen durchgesickerten Informationen hat Intel vor knapp zwei Wochen seine neunte Generation der Core-Prozessoren vorgestellt. Ins Rennen werden mit dem Core i5-9600K, Core i7-9700K und Core i9-9900K zunächst drei Modelle geschickt, die nicht nur... [mehr]

AMD Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G: Raven Ridge kann auch spielen

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_TEASER_100

Eine gute Alternative, wenn es um einen Alltags- oder Office-Rechner geht: So lautete vor wenigen Tagen das Fazit zu AMDs neuen APUs. Doch wie sich Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G schlagen, wenn die Zeit zwischen Word und Chrome mit dem ein oder anderen Spiel überbrückt werden soll, konnte... [mehr]