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AMD: "Processor Cores Matter" und Naples soll die Lösung sein

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AMD plant derzeit sein Comeback im Prozessorenmarkt. Zwar ist man im Desktop-Segment nicht vollständig vom Markt verschwunden, wird aber dennoch von Intel dominiert. Schlimmer hingegen ist die Situation bei den Server-Prozessoren, denn hier spielt AMD quasi keine Rolle mehr. Dies soll sich in den kommenden Monaten ändern, denn AMD wird die Zen-Architektur nicht nur bei den Desktop-Prozessoren einführen, sondern auch in entsprechenden Server-Chips. Bisher als einziges Modell vorgestellt wurde Naples – ein 32-Kern-Prozessor, der 64 Threads verarbeiten kann.

Nun hat sich Forrest Norrod, Senior Vice President & General Manager, EESC Business Group, in einem Blogpost zu diesem Thema geäußert und rührt die Werbetrommel für Naples. Um sich nicht in allen Bereichen des Server-Segments zu verlieren, plant AMD offenbar eine gezielte Ausrichtung von Naples auf einen bestimmten Markt. Server mit einem Sockel sollen in Kürze Dual-Sockel-Systeme ersetzen – aber auch diese werden noch eine Weile eine große Rolle spielen. Mit Naples deckt AMD beide Märkte nach eigenen Angaben sehr gut ab.

Forrest Norrod dazu: „Single Socket CPU Platforms Rising. Thanks to the move to more advanced chip manufacturing processes and the availability of more transistors, a single SoC (1P) server can now fill the need for many of today’s 2P server platforms. This is great news for both on-premises and off-premises customers of IT hardware."

Mit 32 Kernen und 64 Threads pro SoC zielt AMD aber natürlich auch auf die Notwendigkeit von mehr und mehr Kernen ab, die gleichzeitig verarbeitet werden können. „Processor Cores Matter. In a world of cloud computing, being able to deliver more useful work across more cores and their supporting resources equals more efficient provisioning of services to more users and lower TCO. Simple as that", so Norrod.

AMD hat aber auch eine Gesamtstrategie in der Hinterhand, denn schnelle SoCs bzw. Prozessoren decken nur einen Teil der Bedürfnisse ab. In fast allen Compute-Bereichen spielen GPUs eine immer wichtigere Rolle und mit den Radeon-Instinct-Karten plant AMD hier auch die passende Hardware auf den Markt zu bringen. Auf dem Tech Summit 2016 zeigte AMD erstmals einen Naples-Server mit den dazu passenden GPU-Beschleunigern.

„Heterogeneous Systems go Mainstream. GPUs and other accelerators supporting the CPU will become fundamental building blocks of computing. A host of new applications incorporating deep neural networks and machine learning, artificial intelligence, virtual and augmented reality will be supported in the datacenter by combinations of GPUs, CPUs and FPGAs", so Forrest Norrod dazu.

Weiterhin spricht AMD von einem High-Performance-Prozessor, Naples soll also entsprechend stark gegen Intel antreten können. Bisher bleibt AMD einen Nachweis dieses Anspruchs aber schuldig. Allerdings konnten die RYZEN-Prozessoren, ebenfalls auf Basis der Zen-Architektur, schon mehrfach unter von AMD bestimmten Bedingungen beweisen, was sie zu leisten im Stande sind. Neben der reinen CPU-Leistung spielen im Server-Segment aber auch Dinge wie die Speicheranbindung, I/O-Fähigkeiten und Sicherheitsfunktionen eine wichtige Rolle. Unter anderem können bestimmte Bereiche des Arbeitsspeichers für einzelne virtuelle Instanzen verschlüsselt werden – Secure Memory Encryption (SME) und Secure Encrypted Virtualization (SEV) heißen die dazugehörigen Technologien. Ziel beider ist die Verschlüsselung der Daten im Arbeitsspeicher. Dazu verwendet AMD eine AES128-Verschlüsselung mit einem geheimen Schlüssel. Dieser soll nicht ausgelesen oder manipuliert werden können. SME und SEV arbeiten aber auf unterschiedlichen Ebenen der Verschlüsselung.

Noch immer spricht AMD für Naples von einer Veröffentlichung im 1. Halbjahr 2017. Ein konkretes Datum bleibt man also noch immer schuldig.

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