> > > > NVIDIA Tegra Parker: Denver-Kerne und Pascal-Shadereinheiten

NVIDIA Tegra Parker: Denver-Kerne und Pascal-Shadereinheiten

Veröffentlicht am: von

NVIDIA nutzte den gestrigen ersten Tag der Hot Chips 28, um einen neuen SoC vorzustellen, der natürlich zur Tegra-Reihe gehört. Der NVIDIA Tegra Parker, der noch keinen Produktnamen erhalten hat, soll dabei sowohl bei den CPU-Kernen wie auch bei der GPU zahlreiche Verbesserungen mit sich bringen. NVIDIA sieht die aktuelle SoC-Entwicklung natürlich mit einem Fokus auf das Automotive-Segment – daher auch die Ausrichtung des Tegra Parker in vielen Bereichen.

Präsentation zu NVIDIAs Parker-SoC auf der Hot Chips 28
Präsentation zu NVIDIAs Parker-SoC auf der Hot Chips 28

Eine wichtige Komponente des Tegra Parker sind die beiden CPU-Kerne mit überarbeiteten Denver-2-Architekturen. Besonders die Ausstattung an Caches ist deutlich aufgebohrt worden. Der L1-Cache ist 192 kB groß, wobei 128 kB auf die Instruktionen fallen und 64 kB auf die Daten. Der L2-Cache ist mit 2 MB für beide Kerne ebenfalls großzügig bemessen. Den zwei Denver-2-Kernen stehen noch vier weitere zur Seite, die auf den Cortex-A57-Kernen beruhen. Mit diesen beiden CPU-Architekturen adressiert NVIDIA die unterschiedlichen Bedürfnisse an den SoC. Die Denver-Kerne gehören hinsichtlich der Single-Threaded-Performance zu den schnellsten aktuellen Implementierungen in diesem Bereich. Bei der Vorstellung des Drive-PX-2-Modules sind wir bereits näher darauf eingegangen.

Präsentation zu NVIDIAs Parker-SoC auf der Hot Chips 28Präsentation zu NVIDIAs Parker-SoC auf der Hot Chips 28

Präsentation zu NVIDIAs Parker-SoC auf der Hot Chips 28

Bereits im Januar präsentierte NVIDIA diese Plattform mit acht CPU-Kerne (ARM Cortex A57) plus vier Kerne mit der eigenen Denver-Architektur. Hinzu kamen gleich zwei GPUs auf Basis der Pascal-Architektur. Im Falle des Tegra Parker sind alle diese Komponenten nun in einem Chip untergebracht – entsprechend herunterskaliert.

Die im Tegra Parker eingebaute GPU verwendet 256 Shadereinheiten auf Basis der Pascal-Architektur. Hinzu kommt LPDDR4-Speicher mit ECC-Unterstützung und einer Bandbreite von 50 GB/s. Deep-Learning und Sensorverarbeitung sollen auf den Shadern ausgeführt werden und im Falle von Drive PX 2 erreicht NVIDIA damit eine Rechenleistung von 8 TFLOPS. Für Deep-Learning-Netzwerke spricht NVIDIA von 24 Teraoperationen pro Sekunde, die ausgeführt werden können. Gefertigt wird die GPU in 16 nm mit FinFET-Transistoren.

Präsentation zu NVIDIAs Parker-SoC auf der Hot Chips 28
Präsentation zu NVIDIAs Parker-SoC auf der Hot Chips 28

Unbekannt sind noch einige technischen Daten zum Tegra Parker, denn NVIDIA äußert sich beispielsweise nicht zur Leistungsaufnahme. Das im Januar vorgestellte Drive PX 2 kommt auf 250 W, bietet mit zwei SoCs und zwei GPUs aber eine etwas andere Konfiguration als der Parker-Chip.