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Zweiter "Kaveri Refresh" ist da: Der AMD A8-7670K

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amd aseriesMit dem A10-7870K präsentierte AMD Ende Mai seine erste "Kaveri Refresh"-APU als Lückenfüller zur kommenden "Godavari"-Generation. Viel Neues hat diese allerdings nicht zu bieten, lediglich ein paar neue Features, vor allem aber höhere Taktraten sind hinzugekommen. Mit dem heutigen Tag reiht sich ein zweiter Ableger der "Kaveri Refresh"-Reihe ein, der sich leistungsmäßig und preislich unterhalb des Flaggschiffs positioniert.

Während beim AMD A10-7870K zwölf Compute-Cores zum Einsatz kommen, muss das kleine Schwestermodell mit zehn Compute-Cores auskommen. Diese setzen sich aus vier Prozessor-Kernen und sechs Grafik-Cores zusammen. In der Praxis sind das vier "Steamroller"-Kerne und 384 GCN-Shadereinheiten. Die Taktraten wurden im Vergleich zum Topmodell leicht reduziert, gegenüber dem bisher erhältlichen A8-7650K aber abermals angehoben. Die vier CPU-Kerne machen sich beim A8-7670K mit einer Geschwindigkeit von 3,6 bis 3,9 GHz ans Werk und arbeiten damit 100 bis 300 MHz schneller als der "Kaveri"-Vorgänger. Der AMD A10-7870K ist mit 3,9 bis 4,1 GHz aber noch einmal ein gutes Stück schneller. Bei der Grafiklösung fährt man die Frequenzen ebenfalls zurück – die 384 Streamprozessoren arbeiten mit einem Takt von bis zu 757 MHz. Beim AMD A8-7650K sind es noch 720 MHz. 

Cache-Ausbau und Speichercontroller bleiben im Vergleich zum Topmodell unberührt. Der L2-Cache fasst weiterhin 4.096 KB an Daten, der Speichercontroller kommt mit 2.133 MHz schnellen DDR3-Modulen im Dual-Channel-Modus zurück. 

Desktop-Modelle der A-Serie
ProzessorA10-7870KA10-7850KA8-7670KA8-7650K
Preis ab 137 Euro ab 125 Euro etwa 118 US-Dollar ab 96 Euro
TDP 95 Watt 95 Watt 95 Watt 95 Watt
Module / Threads 2
4
2
4
2
4
2
4
CPU-Frequenz 3,9 GHz 3,7 GHz 3,6 GHz 3,3 GHz
Turbo-Takt 4,1 GHz 4,0 GHz 3,9 GHz 3,8 GHz
Speicherinterface Dual-Channel DDR3-2133
(Low Voltage Support)
L2-Cache 4 MB 4 MB 4 MB 4 MB
Grafik 512 SPs, 866 MHz 512 SPs, 720 MHz 384 SPs, 757 MHz 384 SPs, 720 MHz

Für seinen neuen AMD A8-7670K veranschlagt AMD 118 US-Dollar und positioniert sein neues "Kaveri Refresh"-Modell damit exakt zwischen dem A10-7850K und A8-7650K, welche hierzulande für 125 respektive 96 Euro über die virtuellen Ladentheken geschoben werden. Mit steigender Verfügbarkeit aber dürfte sich das Modell etwas unter dem Dollar-Preis einpendeln, davon geht zumindest AMD selbst aus. 

Großes Feature-Set

Das Feature-Set des AMD A8-7670K ist zu den bisherigen "Kaveri (Refresh)"-Modellen nahezu identisch. Hierzu zählen nicht nur Mantle und DirectX 12, sondern auch die heterogene System-Architektur (HSA), wodurch Grafik- und Prozessor-Kerne noch enger zusammenarbeiten – wohl ein Grund, weswegen AMD beide Funktionseinheiten zusammenfasst und von Compute-Cores spricht. Vor allem immer wieder hervorgehoben werden zwei Funktionen: "Shared System Memory" und "Heterogeneous Queuing". Erstere Technologie schafft einen Speicher, der sowohl von den CPU- wie auch von den GPU-Kernen genutzt werden kann, womit beide Funktionseinheiten immer auf dem neusten Stand bleiben und ihre Informationen direkt miteinander austauschen können – ein langwieriges Kopieren der Daten entfällt.

Der gemeinsame Speicherbereich "hUMA" ist Grundvoraussetzung für hQ. Bislang galt die CPU als Master-Einheit und war für den kompletten Programmablauf zuständig. Nun soll auch die GPU die CPU direkt mit Jobs füttern können, was beide Funktionseinheiten gleichstellt, sie aber auch unterschiedliche Aufgaben übernehmen lässt. Während sich CPUs besser für serielle Aufgaben eignen, liegen die Stärken einer GPU auf parallelen Rechenaufgaben. Durch die Verteilung dieser verspricht sich AMD eine höhere Effizienz. Darüber hinaus besitzt "Kaveri" die notwendigen DSPs für AMDs True Audio, die Low-Level-API „Mantle“ und bietet PCI-Express-3.0-Support. In Verbindung mit DirectX 12 kann die integrierte Grafikeinheit der APU mit einer diskreten Radeon-GPU gekoppelt und so die Spieleleistung verbessert werden. An Dual-Graphics aber hält man weiterhin fest.

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Gegenüber der Intel-Konkurrenz soll der neue A8-7670K eine höhere Leistung zum günstigeren Preis bieten

AMD stellt seinen neuen A8-7670K gerne gegen Intels Core-i3-Prozessoren samt einer GeForce GT 730. Je nach Benchmark soll die AMD-APU etwa doppelt so schnell arbeiten als das Konkurrenz-Modell. Vor allem aber die Grafikleistung soll deutlich über der des Intel-Gespanns liegen. Beim Online-Gaming, darunter fasst AMD die meist gespielten Mehrspieler-Titel zusammen wie Dota 2, Counterstrike: Go oder Heroes of the Storm, soll der AMD A8-7670K ein ruckelfreies Spielvergnügen in 1080p ermöglichen. Ein neues Mainboard wird dabei nicht fällig. Nach einem BIOS- und Treiber-Update kann die neue APU auf den bisherigen FM2+-Boards mit den bestehenden Chipsätzen verbaut werden. Unterschiede zwischen diesen gibt es vor allem bei den PCI-Express-Lanes, den USB-Schnittstellen, den SATA-Ports und den RAID-Funktionen. Für den A8-Neuling empfiehlt AMD den 68H-Chipsatz.