1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Hardware
  6. >
  7. Prozessoren
  8. >
  9. Weitere Haswell-EP-Prozessoren zeigen sich - teilweise mit DDR3-Support

Weitere Haswell-EP-Prozessoren zeigen sich - teilweise mit DDR3-Support

Veröffentlicht am: von

intel3Vor genau zwei Wochen wurde von Intel die neue Xeon-E5-v3-Serie auf dem diesjährigen Intel Developer Forum in San Francisco offiziell vorgestellt. Sie basieren auf der nun aktuellen Haswell-E-Architektur und benötigen normalerweise neben dem DDR4-Speicher auch neue Server-Mainboards mit Intels C612-Chipsatz. Nun sind auf der Webseite von den stets gut informierten Kollegen von CPU-World weitere Modelle für die E5-1600-v3- und E5-2600-v3-Serie aufgetaucht. Für die Single-Sockel-Serie sind es fünf Stück, für die Dual-Sockel-Serie zwei weitere Prozessoren.

Den Anfang machen der Xeon E5-1603 v3 sowie der Xeon E5-1607 v3, die beide mit vier Kernen ausgestattet wurden, jedoch nicht das Hyper-Threading-Feature verpasst bekommen haben, weshalb es also bei maximal vier Threads bleibt. Das kleinere Modell arbeitet mit 2,8 GHz, der größere Bruder geht dagegen mit 3,1 GHz etwas flotter zu Werke. Intel hat die beiden mit einem 10 Megabyte großen L3-Cache ausgestattet. Sie sind gleichzeitig die einzigen Modelle, die über keine Turbo-Taktfrequenz verfügen. Dennoch soll die TDP bei recht hohen 140 Watt liegen. Der integrierte Memory-Controller arbeitet nativ mit nur 1866 MHz statt 2133 MHz DIMMs zusammen, das jedoch macht sich dafür beim Preis bemerkbar. Runde 202 US-Dollar und 255 US-Dollar sollen für den E5-1603 v3 respektive E5-1607 v3 fällig werden.

Es folgen die nächstgrößeren Modelle "E5-1681 v3", "E5-1686 v3" und "E5-1691 v3". Sie bieten mit 10, 12 und 14 Kernen deutlich mehr Rechenwerke an. Dank der existenten Hyper-Threading-Funktion können die drei Server-Prozessoren die doppelte Anzahl an Threads bereitstellen. Die Basis-Taktraten wurden von Intel mit 2,9 GHz , 2,6 GHz und 2,5 GHz festgelegt. Wird der Turbo hinzugeschaltet, sind Frequenzen bis 3,5 GHz, 3,3 GHz sowie 3,4 GHz inklusive. Alle drei Modelle beherbergen einen Memory-Controller, der bis DDR4-2133 mitspielt. Ganz klar wurden auch die passenden L3-Cache-Größen mit 25 MB, 30 MB und 35 MB vorgesehen. Die TDP hält sich mit 135 Watt in Grenzen.

Ferner wurden anscheinend auch zwei CPUs zu der bereits umfangreichen E5-2600-v3-Serie ergänzt. Ihre Bezeichnungen lauten "E5-2628 v3" und "E5-2663 v3" und können demnach auf Dual-Sockel-Mainboards eingesetzt werden. Während der erste Prozessor acht Kerne zu bieten hat, sind es beim zweiten Modell zwei Cores mehr. Zwar bieten sie kein Hyper-Threading, dafür gehen sie mit 2,5 GHz und 2,8 GHz recht flott an die Arbeit. Auch sie bieten Turbo-Taktfrequenzen, die mit 3 GHz und 3,5 GHz festgelegt sein sollen. In Verbindung mit den beiden genannten Prozessoren lassen sich ebenfalls nativ DDR4-2133-DIMMs nutzen. Als L3-Cache kommen beim E5-2628 v3 20 MB und beim E5-2663 v3 gar 25 MB in Frage. Der Achtkerner bietet mit nur 85 Watt einen sehr niedrigen TDP-Wert. Mit 120 Watt bei der 10-Kern-Variante sind es sogar 35 Watt mehr.

ModellKerne /
Threads
Takt /
Turbo-Takt
L3
Cache
SpeicherTDPPreis
Xeon E5-1603 v3 4 / 4 2,8 GHz 10 MB DDR4-1866 140 Watt $202
Xeon E5-1607 v3 4 / 4 3,1 GHz 10 MB DDR4-1866 140 Watt $255
Xeon E5-1681 v3 10 / 20 2,9 GHz / 3,5 GHz 25 MB DDR4-2133 135 Watt ?
Xeon E5-1686 v3 12 / 24 2,6 GHz / 3,3 GHz 30 MB DDR4-2133 135 Watt ?
Xeon E5-1691 v3 14 / 28 2,5 GHz / 3,4 GHz 35 MB DDR4-2133 135 Watt ?
Xeon E5-2628 v3 8 / 8 2,5 GHz / 3,0 GHz 20 MB DDR4-2133 85 Watt ?
Xeon E5-2663 v3 10 / 10 2,8 GHz / 3,5 GHz 25 MB DDR4-2133 120 Watt ?

Gerade die drei größeren E5-1600-v3-Modelle könnten abseits der vermuteten hohen Preise auch für Enthusiasten von Interesse sein. Viele aktuell erhältliche X99-Mainboards sind bereits mit den Xeon E5-2600-v3-CPUs kompatibel, darunter das Flaggschiff E5-2699 v3 mit seinen 18 Kernen und 36 Threads. Mittels eines BIOS-Updates könnten diese neuen Modelle also in der Theorie ebenfalls die Kompatibilität erhalten.

Haswell-EP-CPUs mit DDR3-Unterstützung

Der neue DDR4-Speicher hat zu diesem Zeitpunkt einen großen Haken, und zwar den Preis. Neben der/den CPU/s und dem passenden Mainboard muss auch der teure Arbeitsspeicher erworben werden, damit das System überhaupt lauffähig ist. Speziell für Kunden, die mit einem knapperen Budget zu kämpfen haben, hat sich Intel wohl dazu entschlossen, drei besondere Xeon-E5-2600-v3-Prozessoren anzubieten, dessen Bezeichnungen bereits geläufig sind und eigentlich für den OEM-Markt gedacht sind. Im "E5-2629 v3", "E5-2649 v3" und E5-2669 v3" soll anstelle eines DDR4-IMC ein DDR3-IMC integriert sein, der mit DDR3-1866-Modulen zusammenarbeiten kann.

Mit 8, 10 und 12 Kernen sind sie auch ziemlich gut bestückt. Unbekannt ist allerdings, ob sie auch Intels Hyper-Threading-Technologie mit im Gepäck haben. Das kleinste Modell mit acht Kernen taktet mit 2,4 GHz, die beiden großen Brüder beide dagegen mit 2,3 GHz. Auch fallen natürlich die L3-Cache-Größen mit 20 MB, 25 MB und 30 MB aufgrund der Kernanzahl unterschiedlich aus. Die TDP-Werte wurden von CPU-World mit 85 Watt, 105 Watt und 120 Watt angegeben.

Aufgrund der DDR3-Unterstützung ist es nur verständlich, dass spezielle Mainboards mit DDR3-Speicherbänken benötigt werden. Entsprechende Platinen bietet ASRock mit dem "EPC612D8T", "EPC612D8TA", "EPC612D8TA-TB" sowie "EP2C612D16T-4L" an, die passende DDR3-DIMM-Slots bereitstellen. Sie sind jedoch mit den Xeon-Modellen mit DDR4-IMC nicht kompatibel.

ModellKerneTaktL3
Cache
SpeicherTDP
Xeon E5-2629 v3 8 2,4 GHz 20 MB DDR3-1866 85 Watt
Xeon E5-2649 v3 10 2,3 GHz 25 MB DDR3-1866 105 Watt
Xeon E5-2669 v3 12 2,3 GHz 30 MB DDR3-1866 120 Watt

Social Links

Kommentare (5)

Das könnte Sie auch interessieren:

  • AMDs Ryzen 7 3700X und Ryzen 9 3900X im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMDRYZEN93900X

    Heute ist es endlich soweit: AMD bläst zum Großangriff. Die Zen-2-Architektur versetzt AMD offenbar in die Situation, endgültig mit dem Konkurrenten Intel aufzuschließen. Mit Zen, Zen+ und der AM4-Plattform hat AMD über zwei Jahre die Basis zum Erfolg geschaffen. Nun will man den... [mehr]

  • AMD Ryzen 5 3600 im Test: Ohne X noch viel besser

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_5_3600_TEST-TEST

    Gegenüber dem AMD Ryzen 5 3600X aus unserem letzten Test, der trotz seiner Einstufung in die Mittelklasse ältere Topmodelle schlägt, ist der AMD Ryzen 3600 ohne das X-Kürzel nur 200 bis 300 MHz niedriger getaktet und mit einer TDP von 65 W sparsamer klassifiziert, was einen... [mehr]

  • AMD Ryzen 5 3600X im Test: 265-Euro-CPU schlägt ältere Flaggschiff-Modelle

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/RYZEN_5_3600X_REVIEW-TEASER

    Mit dem Ryzen 9 3900X und dem Ryzen 7 3700X ist AMD seinem Konkurrenten wieder mächtig auf die Pelle gerückt und macht ihm selbst im High-End-Bereich mit einer hohen Anwendungs- und Spiele-Leistung zu einem deutlich günstigeren Preis das Leben schwer. Doch auch in den unteren Preis- und... [mehr]

  • AMD Ryzen 5 3400G im Test: Weniger Änderungen als erwartet

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_5_3400G-TEASER

    Im letzten Jahr erwiesen sich die Raven-Ridge-APUs als gute Alternative, wenn man sich einen sparsamen und günstigen Office-Rechner zusammenbauen wollte. Die Kombination aus Zen-Prozessor und Vega-Grafiklösung erwies sich als durchaus leistungsfähig für den Alltag. Ob dies auch für die... [mehr]

  • Insider-Gerüchte: Intel streicht 10-nm-Pläne für den Desktop komplett

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL

    Aus Insiderkreisen haben wir einige exklusive Informationen zu zukünftigen Desktop-Prozessoren von Intel erhalten. Die Quelle hat sich in der Vergangenheit zu CPU-Themen bereits mehrfach aus treffsicher erwiesen. Dennoch sollte wie bei allen Gerüchten dieser Art eine gewisse Vorsicht an den... [mehr]

  • 400 gegen 2.000 Euro: Core i7-9700K gegen Core i9-9980XE im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL-CORE-I9

    Heute wagen wir einmal einen ungewöhnlichen Vergleich: Ein Intel Core i7-9700K gegen einen Core i9-9980XE. Diese beiden Modelle haben neben der Tatsache, dass sie beide von Intel stammen und auf der Skylake-Architektur basieren, wenig miteinander zu tun. Doch wir wollten uns einmal anschauen, wo... [mehr]