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Neue Intel Xeon-Phi-Generation mit bis zu 72 Kernen

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intel-leapaheadEigentlich will Intel erst am Mittwoch auf der Supercomputer SC13 weitere Details zur kommenden Xeon-Phi-Generation veröffentlichen, doch die Kollegen von Heise Online haben heute schon einige technischen Daten verraten. Die unter dem Codenamen "Knights Landing" (KNL) entwickelten Beschleuniger werden im 14-nm-Prozess gefertigt und sollen eine Rechenleistung von bis zu 3,0 TFLOPs bei doppelter Genauigkeit in DGEMM erreichen. Zum Vergleich: Die erst gestern von NVIDIA vorgestellte Tesla K40 erreicht 1,43 TFLOPs.

Die bis zu 72 Kerne von "Knights Landing" basieren auf einer "Silvermont"-Architektur mit einigen Erweiterungen. Unterstützt werden ein vierfaches Hyperthreading, etwas größere Caches und eine in Out-of-Order arbeitenden FPU. Im Unterschied zu der Consumer-Version von "Silvermont" arbeitet also die komplette FPU Out-of-Order und nicht nur die Integer-Einheit. Die von Intel entwickelten "Larrabee New Instruction Set" (LNI) werden nicht mehr verwendet. Stattdessen setzt Intel nun AVX512-Instruktionen ein.

Dem "Knights Landing"-Beschleuniger stehen bis zu 384 GB DDR4-Speicher zur Seite. Diese sind über bis zu sechs Speichercontroller mit bis zu 100 GB pro Sekunde angebunden. Direkt auf der GPU kommt aber auch noch ein sogenannter "Stacked Memory" zum Einsatz, der acht oder 16 GB groß sein kann und sogar 500 GB pro Sekunde erreicht. Bisher verwenden Xeon-Phi-Karten das PCI-Express-2.0-Interface. "Knights Landing" hingegen setzt PCI-Express 3.0 ein. Spezielle Versionen verwenden zwei PCI-Express-Kanäle und binden die Karte mit InfiniBand an. Hier werden bis zu 100 GB pro Sekunde erreicht. InfiniBand wird ebenfalls in die Xeon-Prozessoren ab der "Skylake"-Generation Einzug halten.

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Kommentare (12)

#3
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Diese CPU wird der NSA sicher Dankbarkeitstränen in die Augen treiben und Intel eine zeit lang verstärkten Spionageschutz einbringen :lol:
#4
Registriert seit: 23.08.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 5676
Das ist keine CPU.
#5
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Registriert seit: 08.06.2011
Oberkochen
Bootsmann
Beiträge: 607
Wofür werden diese Co-Prozessoren eigentlich verwendet? Hab zwar einiges gelesen aber so ganz schlau werde ich daraus nicht, was den Anwendungsfall betrifft.
#6
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Registriert seit: 27.01.2005

Flottillenadmiral
Beiträge: 5538
Zitat Undertaker 1;21449377
Das ist keine CPU.

Nicht? Soll wohl auch alleine laufen als System CPU, hieß es glaube mal in einer News wenn ich mich recht erinner?!



#7
Registriert seit: 23.08.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 5676
Oha, mein Fehler. ;)
#8
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Registriert seit: 10.02.2008

Admiral
Beiträge: 15046
Zitat nosferatu68;21449702
Wofür werden diese Co-Prozessoren eigentlich verwendet? Hab zwar einiges gelesen aber so ganz schlau werde ich daraus nicht, was den Anwendungsfall betrifft.


Das sind "Prozessoren" die parallele intensive Berechnungen durchführen können, am Ende so was ähnliches wie die "Profi"-Karten von AMD und Nvidia.

[COLOR="red"]- - - Updated - - -[/COLOR]

Zitat Undertaker 1;21449721
Oha, mein Fehler. ;)


Ist aber auch noch recht neu, dünkt mir: http://www.tomshardware.de/intel-xeon-xeon-phi-skylake,news-249950.html
#9
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Registriert seit: 11.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 4557
Dann baut man High-End-Gaming-PCs jetzt mit nem Xeon Phi und drei 780Ti :D
#10
Registriert seit: 02.06.2011

Bootsmann
Beiträge: 717
Zitat
sollen eine Rechenleistung von bis zu 3,0 TFLOPs bei doppelter Genauigkeit in DGEMM erreichen. Zum Vergleich: Die erst gestern von NVIDIA vorgestellte Tesla K40 erreicht 1,43 TFLOPs.



Nicht ganz richtig. K40 kommt auf 1,33 TFlops bei DGEMM. Nvidia müsste also mit Maxwell mehr als eine Verdopplung hinlegen um gleichzuziehen oder vorbeizuziehen. Mit den fetten caches und dem schnellen stacked RAM hat Intel aber wohl Vorteile neben der Rechenleistung. Auch der CPU standalone Betrieb ist sicherlich sehr praktisch.

Intel: 'Y'know that GPU-accelerated computing craze? Fuggedaboutit'

Paar Aussagen von Rajeeb Hazra klingen vielversprechend. Und ja es ist eine CPU, Intel nennt es so.



#11
Registriert seit: 09.04.2011

Kapitänleutnant
Beiträge: 1607
Zitat nosferatu68;21449702
Wofür werden diese Co-Prozessoren eigentlich verwendet? Hab zwar einiges gelesen aber so ganz schlau werde ich daraus nicht, was den Anwendungsfall betrifft.

Man nutzt diese Karten typischerweise für HPC Lösungen, das können kommerzielle Softwarepakete sein, die schon fertigen Code für diese Karten enthalten, aber in der Regel werden solche Karten für wissenschaftliche Softwarepakete verwendet. Und da muß man dann seinen Programmcode selbst auf die Karten portieren. D.h. man schreibt sich für sein wissenschaftliches Forschungsgebiet eine eigene Software, oder nutzt eine freie Software, die von einer oder mehreren Gruppen entwickelt werden. Ein Beispiel für so ein wissenschaftliches Softwarepaket mit CUDA Support ist cp2k, es gibt aber noch viele weitere.
#12
customavatars/avatar166021_1.gif
Registriert seit: 05.12.2011
Hamburg
Obergefreiter
Beiträge: 76
Klingt nach der passenden Lösung für einen Office-PC ;)
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