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IDF 2013: Bay Trail und 14 nm

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idf2013logoBrian Krzanich, Intels neuer CEO, eröffnete das Intel Developer Forum heute mit der ersten Keynote. Seine Themen: Neue 14-nm-Prozessoren, Bay Trail und der neue Quark X1000 SoC. Anschließend stellte Renee James, die neue Intel-Präsidentin, ihre Sicht auf die zukünftige Veränderung der IT-Technik vor.

Intel wiederholte die aus der Day-Zero-Veranstaltung bereits genannte Vision, dass Intels Produkte in Zukunft in immer kleineren Geräten zu finden sein werden und somit das "Internet of Things", Wearables und andere Mini-Produkte mitgestalten werden. Gleichzeitig zeigte man aber auch neue Produkte im Desktop- und Server-Bereich. Der neue Xeon E5-Prozessor wurde während der Keynote zwar nicht gezeigt, ist aber eine der Produktvorstellungen am heutigen Tage.

In einer interessanten Demo zeigte Intel zum einen einen Haswell-Prozessor aus der stromsparenden "W"-Serie, die lüfterlos in flachen Notebooks und 2-in-1-Tablets zum Einsatz kommen kann. Auch zeigte man ein lauffähiges System mit dem kommenden Broadwell-Prozessor. Broadwell wird in 14-nm-Technik hergestellt und als Core-Produkt Ende des Jahres vorgestellt werden. Erste Produkte sind Anfang 2014 zu erwarten. Krzanich gab an, dass das Produkt wie bereits Haswell 40% Einsparungen beim Stromverbrauch bei einem ähnlichen Performancefortschritt erreichen wird. Durch den noch niedrigeren Stromverbrauch wird es möglich, das Produkt in neuen 2-in-1-Designs und diversen Mini-Formaten einzusetzen. Intel zeigte hierzu auch ein Tablet von Lenovo im 2-in-1-Design mit Windows und Android als Betriebssysteme. Gerüchten zufolge wird Broadwell auch weiterhin im Sockel 1150 zum Einsatz kommen können - inwiefern dies mit aktuellen Mainboards aufgrund des niedrigeren Stromverbrauchs funktioniert, wird man Ende des Jahres sehen. 

Intels Weg geht aber auch ganz klar zu mobilen, kleineren Prozessoren und SoCs - das machte Intels CEO in der Keynote deutlich. Intel zeigte hierfür erstmals Bay Trail, einen 22-nm Phone SoC (Codename Merryfield) mit LTE-Unterstützung. Verfügbar ist er ab jetzt und wird noch auf dem IDF vorgestellt - mit LTE Data (Produktname XMM 7160), bis Ende des Jahres wird auch Voice-LTE integriert (XMM 7260). Eine LTE-Advanced-Demo scheiterte zwar im ersten Anlauf, aber auch diese neue Technik wird Intel in Kürze unterstützen. Der 22-nm-SoC läuft mit 2 Ghz Frequenz und besitzt eine ähnliche Transistoranzahl wie ein Pentium 4. Diese Rechenleistung steht also mittlerweile jedem Smartphone zur Verfügung.

Für noch kleinere Geräte hat Intel eine neue Produktkategorie, die unterhalb der Atom-Modelle angesiedelt ist. Die Quark-Prozessoren sollen das "Internet of Things" ermöglichen, also in Wearables eingesetzt werden, aber auch zur Sensor-Steuerung und Erfassung von Daten. Im Vergleich zu Atom besitzen die neuen Quark-Prozessoren, von denen Brzanich zunächst den X1000 SoC vorstellte, eine um den Faktor 5 reduzierte Transistoranzahl bei einem Zehntel der Leistungsaufnahme. Intels Quark-Modelle besitzen eine offene Architektur, können von den anwendenden Firmen mit ihrer Intellectual Property angepasst werden und dann bei Intel gefertigt werden. Intel zeigte auf der Bühne eine Konzept-"Uhr" aus den Intel Labs.

Renee James, Intels neue Präsidentin, gab anschließend einen Einblick, wofür diese neuen Techniken und Chips genutzt werden können - und wohin in Zukunft der Weg geht. Thema war natürlich auch wieder Moore's Law, welches man auch im nächsten Jahr durch den Shrink auf 14 nm Fertigungstechnik erfüllen wird. Renee James sieht die Technik dabei immer mehr als Integration in unsere Leben - beispielsweise durch Sensoren, die auf der Haut sitzen und Daten des Körpers (Temperatur, Blutdruck etc.) aufnimmt. Auch sieht James zukünftige Probleme mit Computing-Power als lösbar: Während vor ein paar Jahren die Sequenzierung des Genoms einer Person noch sehr viel gekostet hat, ist sie heute für knapp 1000 US-Dollar möglich. Um allerdings jeden Menschen entsprechend sequenzieren zu können, bedarf es extremer Datenkapazitäten. Mit einer Sequenzierung wäre es allerdings möglich, heutige Krankheiten wie Krebs besser klassifizieren zu können und anschließend eine "persönliche Behandlung" zu ermöglichen. 

 

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