> > > > IDF 2013: Forschung an technischen Geräten, die uns verstehen

IDF 2013: Forschung an technischen Geräten, die uns verstehen

Veröffentlicht am: von

idf2013logoHardwareluxx ist - wie in jedem Jahr - wieder auf dem Intel Developer Forum (IDF) in San Francisco. Am heutigen "Day Zero" steht für die internationale Presse eine Präsentation der Intel Labs, Intels Forschungsabteilung, auf dem Plan. Über die Intel Labs hatten wir kürzlich in unserem Artikel über Intels Arbeit in Braunschweig bereits berichtet.

Als "Futurists" fragen sich die Intel Forscher vor allen Dingen, wo Technologie im Alltag helfen kann. Dabei wirft man einen Blick auf verschiedene Bereiche, Prozesse und Märkte, und versucht hierbei zu verstehen, an welchen Angriffspunkten Technologie die Handhabung oder Abläufe verbessern oder einen persönlichen Vorteil erreichen kann. 

Alles, was mit "Computing" zu tun hat, ist in den letzten Jahren persönlicher geworden und hatte starke Auswirkungen auf das persönliche Leben. Als Beispiel für die Zukunft gab Intel Personal Healthcare. Hier würden Informationen über Genome, persönliche Vorerkrankungen etc. bei einer Behandlung, helfen, diese dann "persönlicher" zu gestalten und gezielter Medizin anzuwenden. Weitere starke Veränderungen sieht man in den nächsten Jahren im Bereich Verkauf, der Herstellung und des Transports durch technologische Errungenschaften.

Für technische Geräte wird es dabei immer wichtiger, das Leben im Context zu verstehen. Durch ein Zusammenarbeiten von Sensoren in einem Gerät (z.B. um Aktivität zu erkennen) und der Nutzung von Daten (z.B. aus dem Kalender, aus Profilen oder ähnliches) können zukönftige Geräte den Context erkennen, um dann entsprechend zu reagieren (z.B. Ablehnen von "unwichtigen" Anrufen, Einstellen des Vibrationsalarms). Zukünftige Smartphones werden über einen Algorithmus den Context bestimmen können. Als eine interessante Komponente könnte hierbei auch eine "Gefühlskerkennung" dienen, bei der man durch die Auswertung von Sensoren (Gesichtserkennung, Herzfrequenz, Temperatur) den Stressfaktor erkennen kann und dadurch auch einen Context bei eigenen Aktionen herstellen kann. In der Theorie wäre es sogar möglich, dies dem Anrufenden mitzuteilen, nach dem Motto: "Soll der Anruf wirklich stattfinden - der Angerufene ist gerade im Stress." 

Ein Problem für entsprechende Geräte, die Sensoren mitbringen, ist immer der Batterieverbrauch - denn wie bei einem Smartphone müssen derartige Geräte sehr klein sein, die Batterie darf dementsprechend auch nur eine geringe Größe besitzen. Zudem dürfen die Geräte nicht teuer sein, sondern zu einem geringen Preis zu haben zu sein. Intels Forschung geht also auch weiter in die Richtung, für Sensoren und Controller möglichst gute Stromspartechniken zu implementieren, so dass diese nur dann Strom verbrauchen, wenn sie tatsächlich gerade verwendet werden - und auch im aktiven Betrieb möglichst mit einem geringen Stromverbrauch auskommen. Intel zeigte hierfür zwei Entwicklungsplattformen, an denen man forschen kann, wieviel Watt ein Sensor für bestimmte Anwendungen verbraucht. 

Die Frage die sich natürlich stellt: Wofür nutzt man die ganze Computing-Power, die entsteht? Brian David Jones, Futurist und Principal Engineer bei Intel gab dazu das Beispiel, dass in nicht allzu langer Zeit Prozessoren in 5-nm-Technik hergestellt werden können. Durch die extreme Miniaturisierung mit nur 12 Atomlagen wäre es dann möglich, einen Computer in quasi jedes Gerät einzufügen. Hierzu hat Intel eine Vision, man möchte das Leben von allen Menschen positiv beeinflussen - aber die Vorstellungskraft von der Zukunft ist limitiert, weil sie gleichzeitig von den technischen Errungenschaften der Zukunft beeinflusst wird. Intels Zusammenfassung lautet deshalb: 

Change the story people tell themselves about the future they will live in.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (2)

#1
Registriert seit: 04.09.2012

Bootsmann
Beiträge: 539
Zitat
zukönftige


Klingt besser wie das Original ;-)
#2
customavatars/avatar84710_1.gif
Registriert seit: 10.02.2008

Admiral
Beiträge: 15046
Toll Intel ersetzt die Frau...
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Intel kämpft mit schwerer Sicherheitslücke (Update: Intel veröffentlicht...

Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL

Vor, während und zwischen den Feiertagen herrschte ein wildes Treiben in der Linux-Community. Zunächst war nicht ganz klar, was hier genau vor sich geht, inzwischen aber scheinen die Auswirkungen deutlich zu werden: Intel hat nach einer Lücke in der Management Unit eines jeden... [mehr]

Gelungener Feinschliff: AMD Ryzen 7 2700X und Ryzen 5 2600X im Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_7_2700X

Rund ein Jahr nach dem Start der Ryzen-Prozessoren legt AMD nach und bringt die zweite Generation in den Handel. Die soll schneller und effizienter arbeiten und den Druck auf Intel weiter erhöhen. Allerdings lautet die Devise Evolution statt Revolution, statt gravierender Änderungen gibt es vor... [mehr]

AMD Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test: Die Lücke ist gestopft

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_5_2400G

Während Notebook-Käufer sich bereits seit einigen Wochen von den Vorzügen der Zen-basierten Raven-Ridge-APUs überzeugen können, musste sich das Desktop-Lager noch gedulden. Nun aber heißt es auch hier: Intel erhält neue Konkurrenz. Und die könnte einen noch größeren Einfluss als die... [mehr]

AMD Ryzen Threadripper 2990WX und 2950X im Test: Mit Vollgas an Intel vorbei

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_THREADRIPPER_2950X

Pünktlich zum ersten Geburtstag startet AMD den Ryzen-Threadripper-Generationswechsel. Und wie schon im Frühjahr beim Sprung von Ryzen 1 zu Ryzen 2 vertraut man auf zwei Dinge: mehr Kerne und einen geringeren Preis. Beide sollen dabei helfen, dem Dauerrivalen Intel im... [mehr]

Intel Core i9-9900K im Test: Acht Kerne mit Luxuszuschlag

Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL_CORE_I9-9900K

Nach monatelangen Spekulationen und zahlreichen durchgesickerten Informationen hat Intel vor knapp zwei Wochen seine neunte Generation der Core-Prozessoren vorgestellt. Ins Rennen werden mit dem Core i5-9600K, Core i7-9700K und Core i9-9900K zunächst drei Modelle geschickt, die nicht nur... [mehr]

AMD Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G: Raven Ridge kann auch spielen

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_TEASER_100

Eine gute Alternative, wenn es um einen Alltags- oder Office-Rechner geht: So lautete vor wenigen Tagen das Fazit zu AMDs neuen APUs. Doch wie sich Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G schlagen, wenn die Zeit zwischen Word und Chrome mit dem ein oder anderen Spiel überbrückt werden soll, konnte... [mehr]