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Komplettes Pressematerial zu Sandy-Bridge-E geleaked

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intel3NDA steht für non-disclosure agreement - ein Geheimhaltungsvertrag. Doch offenbar hält sich nicht jeder daran und wieder einmal ist es eine chinesische Quelle, die im Vorfeld einer Veröffentlichung das Pressematerial in Netz stellt. Dabei handelt es sich um die PDFs und Informationen zu Intels Sandy-Bridge-E, der nächsten High-End-Plattform in Sachen CPU, Mainboard und Speicheranbindung. Neben den Screenshots aus dem PDF präsentiert Inpai.com auch gleich noch einige Benchmarks des Core i7-3960X gegen den i7-2600K. Doch auch Intel selbst ist nicht ganz frei von Fehlern und hatte Anfang des Monats ein PDF zum dazugehörigen Mainboard DX79SI online gestellt. Darin enthalten waren bereits zahlreiche Informationen zur Extreme-Edition-Plattform Die von den Chinesen veröffentlichen Informationen besitzen allerdings ein anderes Niveau der Preisgabe.

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Keine Überraschung ist die Tatsache, dass Sandy-Bridge-E eine Auskopplung aus der aktuelle Sandy-Bridge-Generation ist. Die Tick-Tock-Strategie wird nächstes Jahr mit Ivy-Bridge weiter fortgeführt.

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Top-Modell von Sandy-Bridge-E wird der Core i7-3960X sein. Er kommt auf sechs Kerne und 12 Threads. Unterstützt wird natürlich auch Turbo Boost und Hyper-Threading. Bis zu 15 MB L3-Cache stehen diesem Prozessor zur Verfügung. Der Speicher-Controller kann über vier Channel DDR3-Speicher anbinden, der mit bis zu 1600 MHz arbeitet.

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Der Core i7-3960X wird allerdings nicht der einzige Prozessor für den Sockel LGA2011 sein. Er arbeitet mit einem Basistakt von 3,3 GHz und kann diese mittels Turbo Boost auf bis zu 3,9 GHz beschleunigen. Die sechs Kerne und 12 Threads haben wir ebenso wie den 15 MB großen Cache bereits erwähnt. Die Thermal Design Power wird mit 130 Watt angegeben. Der Preis liegt erwartungsgemäß bei fast 1000 US-Dollar.

Der zweite Modell ist der Core i7-3930K, der auf einen Basistakt von 3,2 GHz kommt. Im Turbo-Modus sind es 3,8 GHz. Auch er besitzt sechs Kerne und 12 Threads, besitzt allerdings nur 12 MB Cache. Die TDP liegt ebenfalls bei 130 Watt. Er soll für 555 US-Dollar in den Handel kommen.

Im ersten Quartal 2012 will Intel noch ein drittes Modell einführen. Der Core i7-3820 arbeitet mit 3,6 GHz und kommt im Turbo-Modus auf 3,9 GHz. Der höhere Takt wird durch vier Kerne, acht Threads und ein 10 MB großer Cache relativiert. Die TDP liegt auch hier bei 130 Watt. Einen Preis nennt Intel noch nicht und auch was es mit "Partially Unlocked" auf sich hat, können wir erst mit Release klären.

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Das Blockdiagramm zum X79-Chipsatz stellt die Anbindungen der einzelnen Komponenten dar. Demnach verfügen die LGA2011-Prozessoren über 40 PCI-Express-Lanes, über die verschiedene Konfigurationen an PCI-Express-Steckplätzen realisiert werden können. Hinzu kommt die Anbindung für den DDR3-Speicher. Der Chipsatz selbst wird über ein DMI-Interface angebunden, dass eine Bandbreite von 20 GB/s aufweist. Über ihn stehen weitere acht PCI-Express-Lanes, 14x USB-2.0, 2x SATA 6 GBit/s, 4x SATA 3 GBit/s, High Definition Audio und bis zu zwei Ethernet-Ports bereit.

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Der Core i7-3960X kommt auf 2,27 Milliarden Transistoren und misst 20,8 x 20,9 mm (434,7 mm²). Auf dem Die-Shot sind schön die einzelnen Komponenten des Prozessors zu erkennen. Vergleicht man dies mit dem Vorgänger, der auf 1,17 Milliarden Transistoren und eine Chipfläche von 248 mm² kommt, hat Intel hier also deutlich zugelegt.

Kommen wir nun zu den Benchmarks:

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Zusammen mit den von Intel veröffentlichten Informationen ergibt sich schon ein relativ umfangreiches Bild zu Sandy-Bridge-E.

Demnach setzt das Intel DX79SI auf drei PCI-Express-x16-Slots, die zwar die Bandbreite für PCI-Express-3.0 besitzen, damit aber von Intel nicht beworben werden, da eine entsprechende Verifikation noch nicht möglich ist. Andere Hersteller sind an dieser Stelle offensiver und versprechen eine volle PCI-Express-3.0-Kompatibilität. Weiterhin besitzt das Board bzw. der Chipsatz keinen nativen USB-3.0-Support und muss auf Zusatzchips zurückgreifen. Hinzu kommen 2x Gigabit-Ethernet, 2x 6 GBit/s SATA, 4x 3 GBit/s SATA und ein 10-Kanal Audio-Chip. Interessant dürte die Plattform besonders im Hinblick auf den Quad-Channel-Support sein, den das DX79SI in Form von acht DIMM-Steckplätzen sicherstellt, die insgesamt 64 GB aufnehmen können. Alle weiteren Details können aus dem PDF oder der obenstehenden Galerie entnommen werden. Zu einem gegebenen Zeitpunkt werden wir euch ein ausführliches Review zur LGA2011-Plattform bereitstellen und dann dürften auch die letzten Fragen geklärt sein. Enthalten sind wird ein Vergleich zu AMDs Bulldozer FX-8150 aber auch zum Core i7-2700K und Core i7-990X.

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