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Intels kommende High-End-Plattform mit X79-Chipsatz macht Probleme

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intel3Bereits Anfang des Monats berichteten wir über eine Meldung von VR-Zone.com, der zufolge sich Intels neue High-End-Plattform mit X79-Chipsatz erst im ersten Quartal 2012 auf den Markt kommen könnte. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings unklar, was genau zu dieser Verschiebung geführt hat. Gerüchte besagten nur, dass Intel zuerst sicherstellen möchte, dass ausreichend Prozessoren für den Server-Bereich gefertigt werden können. Neuen Informationen zufolge gibt es allerdings gleich eine Reihe ernster Probleme mit der neuen Plattform, von denen die Sandy Bridge-E Einführung beeinträchtigt wird.

Diese Probleme sind so gravierend, dass Intel sich sogar zu einem kompletten Strategiewechsel beim X79-Chipsatz entschieden hat. Dieser Chipsatz ist ein Desktop-Ableger des Patsburg-Chipsatzes, der in vier Basis-Varianten gefertigt werden soll - Patsburg- A, -B, -D und -T. Die Varianten unterscheiden sich hinsichtlich der gebotenen Ausstattungsmerkmale. Patsburg-B bietet z.B. neben viermal SATA 6 Gb/s- auch SAS 6 Gb/s-Untersützung. Patsburg-D hingegen bietet vier zusätzliche SATA/SAS 6 Gb/s-Anschlüsse und zusätzlich PCI Express 3.0, ist also deutlich besser ausgestattet. Der X79-Chipsatz als Desktopvariante (auch als Patsburg-X bezeichnet) sollte ursprünglich ein angepasster Patsburg-D sein und identische Ausstattungsmerkmale vorweisen können. Probleme mit der Plattform haben jetzt jedoch dazu geführt, dass Intel umdisponieren musste - X79 wird demnach auf Patsburg-B basieren. Demzufolge wird die Desktop-Plattform sowohl PCI Express 3.0-Unterstützung als auch vier SATA/SAS 6 Gb/s-Ports einbüßen. Dieser unkonventionelle Strategiewechsel lässt erahnen, wie schwerwiegend Intels Probleme sein müssen. Angeblich arbeitet das Unternehmen daran, die weggefallenen Ausstattungsmerkmale später wieder zur Verfügung zu stellen, es wird bereits über eine zweite Revision des X79-Chipsatz spekuliert.

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Zusätzlich zu diesen Chipsatzproblemen macht auch Sandy Bridge-E selbst Probleme. Intel wartet noch auf eine neue Revision (C-1). Die Partner haben zwar bereits C-0-Steppings erhalten, doch diese scheinen nicht problemfrei zu sein.

Dank des Strategiewechsels beim X79-Chipsatz scheint Intel zumindest zuversichtlich zu sein, dass Sandy Brige-E noch in diesem Jahr auf den Markt kommen kann. Für Endkunden könnte es jedoch unbefriedigend sein, dass der Chipsatz vorerst deutlich abgespeckt wird und die LGA 2011-Mainboards einen geringeren Funktionsumfang bieten dürften, als ursprünglich erwartet wurde.

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Kommentare (16)

#7
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Oberbootsmann
Beiträge: 1008
Zitat
Demzufolge wird die Desktop-Plattform sowohl PCI Express 3.0-Unterstützung als auch vier SATA/SAS 6 Gb/s-Ports einbüßen.

Das liest sich aber so, als ob auch PCI-E 3.0 wegfällt. Keine Ahnung ob nur x4-lanes oder das gesamte Board betroffen ist. Für mich als "Leser" scheint es aber so, als wenn wir die nächste High-End Chipsätze ohne pci-e 3.0 erleben dürfen. Die einzige Ausnahme stellt hier wohl der midrange-chipsatz dar, welcher pci-e 3.0 unterstützt. Und das ist äußerst... seltsam. Ich persönlich brauche auch keine 16 SATA/6 Schnittstellen, aber 4 von diesen wären schon "nett". Zusätzlich eine neue pci-e Revision und genügend Speicherbänke. Ansonsten sind schnelle Netzwerkchips ein angenehmer und gleichzeitig brauchbarer Luxus, genauso wie optical in/out bei Audio. Mal gucken, wie sich die Features lesen...
#8
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Registriert seit: 26.10.2003
Allgäu
Admiral
Beiträge: 10578
6x SATA III erwarte ich schon, da noch 2 SATA II dazu dann ist alles paletti
Für mich war die große anzahl an SATA III der grund auf Sandy-E zu sparen, gottseidank hab ichs mir doch noch anders überlegt
#9
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Oben uff'm Speischer
Kapitän zur See
Beiträge: 3080
Ich hab die Meldung auf fünf verschiedenen Newsseiten, in Deutsch und Englisch, verglichen. Es geht wirklich nur um die im Chipsatz integrierten PCIe 3.0-Lanes. Für die gibt es nicht genug Controller (möglw. wegen Produktionsausfällen nach Erdbeben in Japan u.ä.). Wenn Intel also überhaupt eine vernünftige Stückzahl an Server-Boards verkaufen will, müssen sie welche ohne PCIe 3.0 anbieten.

Die Lanes für die Anbindung der Erweiterungskarten (z.B. GraKa) kommen aber von der CPU, nicht vom Chipsatz. Jeder Sandy Bridge E wird CPU-Seiting 40 PCIe 3.0-Lanes mitbringen. Da muss man sich keine Sorgen machen.
#10
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Märchenonkel
Jar Jar Bings
Beiträge: 21810
@KeinNameFrei
Wofür brauchen die denn den zusätzlichen PCIe 3.0-Controller im Chipsatz, also im PCH?
Vorallem frage ich mich, wie der die Daten aus dem Chip bekommen soll, so ganz ohne Interface. Gibts dazu irgendwo ein besseres Blockdiagramm? Denn momentan stellt sich das doch so dar, daß der PCH neben dem DMI noch 4 PCIe 3.0-lanes bekommt, die dediziert fürs Storage arbeiten.
#11
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Zitat Shevchen;17203288
Das liest sich aber so, als ob auch PCI-E 3.0 wegfällt. Keine Ahnung ob nur x4-lanes oder das gesamte Board betroffen ist. Für mich als "Leser" scheint es aber so, als wenn wir die nächste High-End Chipsätze ohne pci-e 3.0 erleben dürfen. ...


Tigerfox hat es doch eigentlich verständlich erklärt

Dein Grafikkartensetup wird davon nicht berührt,entscheident ist diese Maßnahme nur für die Serverplattformen
#12
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Registriert seit: 21.01.2008
Thüringen
Banned
Beiträge: 16333
Zitat pajaa;17216007
@KeinNameFrei
Wofür brauchen die denn den zusätzlichen PCIe 3.0-Controller im Chipsatz, also im PCH?
Vorallem frage ich mich, wie der die Daten aus dem Chip bekommen soll, so ganz ohne Interface. Gibts dazu irgendwo ein besseres Blockdiagramm? Denn momentan stellt sich das doch so dar, daß der PCH neben dem DMI noch 4 PCIe 3.0-lanes bekommt, die dediziert fürs Storage arbeiten.


Hier
#13
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Registriert seit: 19.05.2006
unterwegs
SuperModerator
Märchenonkel
Jar Jar Bings
Beiträge: 21810
Ja scully1234...

Ich sprach von einem besseren Blockdiagramm, daß erkennen lässt, wo der PCIe3-Controllerchip hinsoll. Das aus der News hilft da leider wenig.
#14
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Registriert seit: 03.08.2009
Hallein im wunderschönen Salzburg
Kapitän zur See
Beiträge: 3153
Also Intel hat
es in letzter Zeit nicht so mit den Chipsätzen :hmm:
#15
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Registriert seit: 15.01.2007
Niedersachsen
Redakteur
Serial-Killer
Beiträge: 13279
Es ist besser, wenn die Probleme jetzt bekannt sind, als wenn sie erst nach Markteinführung erkannt werden. Intel möchte eine Chipsatz-Tragödie, wie mit der Sockel 1155 B2-Revision sicherlich nicht wiederholen.
#16
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Registriert seit: 29.08.2006
Bad Bentheim
Fregattenkapitän
Beiträge: 2938
Zitat pajaa;17219437
Ja scully1234...

Ich sprach von einem besseren Blockdiagramm, daß erkennen lässt, wo der PCIe3-Controllerchip hinsoll. Das aus der News hilft da leider wenig.


Das wirs du nicht kriegen, alle bissherigen Diagramme zeigen bestenfalls den Chipsatz als einen Block, von dem einmal das DMI und dann der Uplink zur CPU gehen.
Warum die Lanes des Chipsatzes und des DMI noch Gen2, diese 4 Lanes für den Uplink aber Gen3, ist mir einb großes Rätsel. Ich stelle es mir so vor, dass da an einen 08/15 P67 ein 8-Port SATA/SASIII-Controller mit 4 Lanes PCIe3.0 drangeflanscht wurde, der sein Interface nicht mit den Lanes des restlichen Chipsatzes verbinden kann.
Das wird aber mit dieser extrem feinen Diffenerenzierung wieder hinfällig, weil Patsburg-A und -B dann ja wieder andere Controller drangeflanscht bekommen hätten, ohne PCIe3.0, mit weniger Ports und tlw. ohne SAS.
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