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Microsoft Surface Laptop: Vier Konfigurationen von 1.149 bis 2.499 Euro

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surface notebook teaser

Nur wenige Stunden nach der Vorstellung des Surface Laptop hat Microsoft bereits am gestrigen Abend Vorbestellungen ermöglicht. Damit wurde auch die Frage nach den zum Start verfügbaren Konfigurationen beantwortet. Blind zugreifen sollten Interessierte aber nicht, wie die Preise zeigen. Denn günstig ist keine der vier angebotenen Versionen. Das wird gerade im Vergleich zu Konkurrenzprodukten deutlich. Selbst ein MacBook wirkt da plötzlich wie ein Schnäppchen.

Alle Konfigurationen des Surface Laptop bieten unter anderem ein 13,5 Zoll großes Display mit 2.256 x 1.504 Pixeln, ac-WLAN, je einmal USB 3.1 Gen 1 Typ-A, DisplayPort und Surface Connect sowie ein 308,0 x 223,2 x 14,5 mm großes Gehäuse; das Gewicht liegt bei rund 1,2 kg. Unterschiede gibt es demnach lediglich bei Prozessor, Arbeits- und Massenspeicher.

Im Einstiegsmodell für 1.149 Euro verbaut Microsoft einen Core i5-7200U mit zwei Kernen, einem maximalen CPU-Takt von 3,1 GHz sowie der integrierten Intel HD Graphics 620. Der Arbeitsspeicher fällt mit 4 GB nicht üppig aus und auch die SSD fasst nur 128 GB. Für 300 Euro zusätzlich und somit zu einem Preis von 1.449 Euro werden RAM und SSD-Kapazität des Surface Laptop verdoppelt, es bleibt jedoch beim Core i5-7200U.

Wer mehr CPU- oder GPU-Leistung benötigt, muss mindestens 1.799 Euro ausgeben. Dann kommt Intels Core i7-7660U zum Einsatz, der zwar ebenfalls nur über zwei Kerne verfügt, allerdings bis zu 4 GHz erreicht und eine Iris Plus Graphics 640 mitbringt. Im Vergleich mit der HD Graphics 620 verfügt die über 48 statt 24 Execution Units und kann auf einen dedizierten Speicher (64 MB eDRAM) zugreifen. Das dürfte für einen spürbaren Schub in puncto GPU-Performance sorgen. RAM und SSD bleiben gegenüber dem Modell für 1.449 Euro jedoch unangetastet.

Ändern lässt sich Letzteres in Verbindung mit dem Core i7-7660U und damit nur mit dem Griff zum Topmodell. Hier warten 16 GB Arbeitsspeicher und eine 512 GB große SSD auf den Nutzer, der dafür allerdings 2.499 Euro zahlen muss.

Spätestens das führt zu der Frage, wie es um die Konkurrenz bestellt ist. Zu beachten ist dabei allerdings, dass sich die Preise des Surface Laptop zum 1. Januar 2018 zumindest indirekt um 159 Euro erhöhen. Das gilt allerdings nur dann, wenn ab diesem Termin das vorinstallierte Windows 10 S in Windows 10 Pro und die damit unbeschnittene Fassung des Betriebssystems umgewandelt werden soll. Bis einschließlich 31. Dezember soll dieses Upgrade kostenlos sein.

Orientiert man sich an Display-Größe und -Auflösung des Surface Laptop sowie am Gewicht und dem Einsatz von Core-i5- und -i7-Prozessoren, gibt es eine ganze Reihe an potentiellen Mitbewerbern. Für etwa 1.000 Euro ist eine Konfiguration des Lenovo Yoga 900-13ISK erhältlich, die zwar nur auf Skylake-Prozessoren setzt, dafür aber mit 8 und 256 GB höhere RAM- und SSD-Kapazitäten bietet.

Konfigurationen des Surface Laptop
Prozessor RAM SSD Preis
Core i5-7200U 4 GB 128 GB 1.149 Euro
Core i5-7200U
8 GB 256 GB 1.449 Euro
Core i7-7660U 8 GB 256 GB 1.799 Euro
Core i7-7660U
16 GB 512 GB 2.499 Euro

Lediglich 50 Euro mehr müssen ausgegeben werden, um einem XPS 13 anstelle der zweitkleinsten Konfiguration des Surface Laptop den Vorzug zu geben. Dells Leichtgewicht in der Version 9360-3721 für 1.500 Euro verfügt über ebenfalls über einen Core i5-7200U, sowie 8 und 256 GB Platz, bietet darüber hinaus aber das kompaktere Gehäuse sowie mehr Anschlüsse. Zumindest ab Januar spielt auch das MacBook Pro ohne Touch Bar eine Rolle - der Aufpreis liegt unter Berücksichtigung des Windows-Upgrade bei knapp 100 Euro.

Der kleinsten i7-Konfiguration des Surface Laptop stehen unter anderem einige Versionen des Lenovo Yoga 900-13ISK sowie das XPS 13 9360-60JR4 für 1.700 Euro gegenüber, ein vergleichbares MacBook Pro würde erneut etwa 100 Euro mehr kosten.

Werden viel Arbeitsspeicher und eine große SSD benötigt, bleibt nur der Griff zum Topmodell des Surface Laptop. Die Alternativen heißen dann - wenig überraschend - wieder Lenovo Yoga 900-13ISK sowie Dell XPS 13, in letzterem Falle die Version 9360-4YPC9 für knapp 2.200 Euro. Das MacBook Pro wäre selbst ohne Windows-10-Pro-Upgrade nur 40 Euro teurer, ein MacBook Pro mit Touch Bar übertrifft das Microsoft-Notebook um 140 Euro - das Upgrade bereits berücksichtigt.

Berücksichtigt man, dass sich die konkreten Anforderungen in den meisten Fällen nicht an nur zwei oder drei Aspekten eines Notebooks festmachen lassen, fällt die Zahl der jeweiligen Konkurrenten deutlich größer aus - vor allem, wenn ein Touchscreen nicht benötigt wird. Davon unabhängig zeigt sich jedoch, dass Microsoft das Surface Laptop alles andere als preiswert anbietet und ganz klar in einer Liga mit Apple spielen will. Interessant ist aber auch der Vergleich zwischen Surface Laptop, Surface Book und Surface Pro 4. Letzteres ist ausstattungsbereinigt teilweise 250 Euro günstiger.

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Kommentare (20)

#11
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Registriert seit: 22.04.2012
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Oberleutnant zur See
Beiträge: 1517
Also zu bemängeln hab ich an meinem XPS 13 nur das zeitweise Spulenfiepen, ob ein Modell mit gleichen Specs ohne Spulenfiepen 1000€ Aufpreis wert ist? (in meinem Fall habe ich ein XPS13 i7-7500U, 16GB Ram, 512GB SSD für 1440€ erstanden und beziehe mich auf das Modell für 2500€)
#12
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Kapitän zur See
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Na, dann hast du wohl Glück gehabt :) Bei den aktuellen Modellen sind schief eingebaute Displays, klappernde Trackpads, Kratzer im Display usw. wohl leider keine Ausnahme. Das Problem mit dem Spulenfiepen hätte Dell eigentlich schon lange im Griff haben können. So schwer kann das eigentlich nicht sein.
#13
Registriert seit: 05.01.2010

Kapitän zur See
Beiträge: 3373
Scheinbar doch, weil man nicht nur bei Dell vom Spulenfiepen liest. Im Moment leiden alle mir bekannten Hersteller von superflachen Geräten darunter, dass es Leute gibt die Spulenfiepen hören. Achja, ich habe bisher noch nie welches gehört, auch nicht auf sogenannten Beweisvideos. Entweder transportieren meine Lautsprecher so feine Geräusche nicht, mein Gehör ist da nicht gut genug für oder es wird einfach maßlos übertrieben... Achja, bei meinem Fernseher höre ich Spulenfiepen, wenn er unter eine bestimmte Helligkeit fällt, kann dann wohl doch nicht unbedingt das Gehör sein...
#14
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im Osten (TF)
Korvettenkapitän
Beiträge: 2456
Wenn man Windows 10 S wirklich ohne Probleme auf 10 Pro upgraden kann, ist das Teil so gut wie gekauft.
#15
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Registriert seit: 04.08.2013

Kapitänleutnant
Beiträge: 1642
Ich finde den Aufpreis für 8gb RAM und 256gb SSD nicht nur zu viel sondern auch unnötig. Wieso kommt ein aktuelles Gerät überhaupt noch mit 4gb und 128gb in der Preisklasse auf den Markt?
(klar, um Geld zu scheffeln) Aber eigentlich hätte man sich das sparen können.
#16
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Registriert seit: 29.06.2013
Schwäbisch Gmünd
Stabsgefreiter
Beiträge: 349
Ich habe gestern mein XPS 15 retourniert. Die bekommen die Schwankungen nicht gebacken. Pixelfehler und leichte Lüfter Unwucht. Mein bisher bestes XPS für 2000€. Wenn das Surface Laptop kompromisslos gut ist, darf es den Preis gerne kosten. Nur der Aufpreis ist bitter für die besseren Varianten.
#17
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Registriert seit: 22.11.2004
FFM
Kapitän zur See
Beiträge: 3179
Zitat frankNfurter1701;25520265
Achja, ich habe bisher noch nie welches gehört, auch nicht auf sogenannten Beweisvideos. Entweder transportieren meine Lautsprecher so feine Geräusche nicht, mein Gehör ist da nicht gut genug für oder es wird einfach maßlos übertrieben...


Hier hört man das beispielsweise sehr deutlich: INSANE Coil Whine in the Kaby Lake Dell XPS 13 - YouTube
Ansonsten gibt es bestimmt Schwankungen von Gerät zu Gerät und natürlich in der persönlichen Wahrnehmung.
#18
Registriert seit: 05.01.2010

Kapitän zur See
Beiträge: 3373
Genau sowas meine ich: dort hört man angeblich INSANE Coil Whine. Das einzige was ich höre ist ein Zirpen, das nur durch eine WAHNSINNIG aufgerissene Aussteuerung zu hören ist, was darauf schließen lässt, dass man das nur hört, wenn man direkt das Ohr auf die Tastatur legt...
#19
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Registriert seit: 22.11.2004
FFM
Kapitän zur See
Beiträge: 3179
Naja, ich hatte das XPS 13 ja auch hier. Mit angeschlossenem Stromkabel, Energieeinstellung: Höchstleistung und aktiven Benchmark-Tests konnte man die Geräusche auch in 1-2 Metern Entfernung hören. War für mich jetzt auch nicht der ausschlaggebende Punkt das Notebook zurückzusenden, aber es war definitiv ein negativer Punkt.
#20
Registriert seit: 05.01.2010

Kapitän zur See
Beiträge: 3373
Und wie oft gibt es im Echtbetrieb ein Szenario, dass die Leistung eines aktiven Benchmark-Tests abgerufen wird? Das XPS13 hat übrigens von seiner Hardwareausrichtung nochmals eine andere Zielgruppe, für die es gebaut wird, als das XPS 15... aber wir bewegen uns hier langsam zu weit OT, ich bin mal raus um den Thread nicht weiter zu entführen...
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