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Hands-on HP OMEN Gaming-Notebooks und -Desktop

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hp omen notebookNeu ist HP im Gaming-Geschäft nicht, nun sollen die Stärken aber gebündelt werden. Aus den drei bisherigen Produktschienen HP Pavilion Gaming, HP OMEN und HP ENVY Phoenix soll eine werden. In München hatten wir nun die Gelegenheit, die bereits vor zwei Wochen angekündigten Neuheiten näher in Augenschein zu nehmen. Auffällig dabei: Von HP ist kaum etwas zu erkennen. Damit geht man einen ähnlichen Weg wie Dell mit Alienware oder ASUS mit ROG.

Stattdessen spielt die neue Marke OMEN die Hauptrolle, die Zugehörigkeit zum Traditionshersteller markiert lediglich der fast schon schüchterne Zusatz "by HP" - ein neues Logo gibt es oben drauf.

Verschwenderisch geht man mit diesem aber nicht um, wie die beiden OMEN-Notebooks zeigen. Sowohl das 15- als auch das 17-Zoll-Modell kommen im Gaming-typischen schwarzen Gehäuse daher, dessen Erscheinungsbild von der Kohlefaseroptik aufgelockert wird. Beide Geräte fallen vergleichsweise schlank aus, vergessen darf man aber nicht, dass HP im Hinblick auf die GPU nicht das Maximum anbieten wird – Schluss ist bei NVIDIAs GeForce GTX 965M. Das Design sorgt jedoch zusätzlich dafür, dass die Notebooks eher als Multimedia-PCs betitelt werden dürften, HP greift auf die Einstufung als Einsteiger-Gaming-Notebooks zurück. Die Verarbeitung kann man als in Ordnung bezeichnen, hier und da könnten die Gehäuse etwas mehr Stabilität verleihen. Das mag aber noch am Vorserienstatus liegen.

Die rote Hintergrundbeleuchtung hinterlässt einen guten ersten Eindruck, die Tastatur schneidet etwas schlechter ab
Die rote Hintergrundbeleuchtung hinterlässt einen guten ersten Eindruck, die Tastatur schneidet etwas schlechter ab

Wichtiger ist, dass die Schnittstellen günstig am jeweils hinteren Ende des linken und rechten Rands untergebracht sind und angeschlossenes Zubehör somit nicht stören dürfte. Punkte dürfte jedoch die Wahl der Anschlüsse kosten. USB mit Typ-C-Buchse sucht man vergebens, insgesamt gibt es ohnehin nur dreimal USB – davon einmal in der wenig aktuellen Generation 2.0. Ob die gemeinsam mit Bang & Olufsen entwickelten Lautsprecher, die optionale RealSense-Kamera oder das in den teureren Konfigurationen vorhandene 4K-Display das ausgleichen, bleibt abzuwarten.

Was auch für die Leistung gilt. Die hängt nicht zuletzt von der jeweils gewählten Ausstattung ab. Fest steht, dass es in beiden Größen bei 1.199 Euro losgehen soll, das 17-Zoll-Topmodell soll bei etwa 1.500 Euro landen. Klar ist spätestens damit, dass HP mit den beiden Mobilrechnern nicht die Enthusiasten ansprechen, wohl aber den Preis als Argument nutzen will. Inbegriffen ist in allen Fällen ein Touchpad, das im Test abgesehen von der fehlenden Trennung der beiden integrierten Tasten zu gefallen wusste. Die Tastatur der Vorführgeräte bot nicht bei allen Tasten einen einheitlichen Druckpunkt, der Hub fiel jedoch angenehm knackig aus; die rote Hintergrundbeleuchtung wirkte gleichmäßig und ausreichend hell.

Optisch gefällt das Design, die Schnittstellen sind nicht auf dem aktuellen Stand
Optisch gefällt das Design, die Schnittstellen sind nicht auf dem aktuellen Stand

Eine breitere Zielgruppe will man mit dem OMEN-Desktop-System ansprechen. Hier wird es zunächst ein Gehäuse geben, allerdings mit unterschiedlichem Innenleben. Da das noch nicht endgültig zusammengestellt ist, lässt sich nur wenig sagen – Fotos vom Innenraum waren nicht erlaubt. Bleibt es bei dem, was und wie es verbaut war, dürfe späteres Auf- und Umrüsten nicht unmöglich, eventuell aber nicht ganz einfach werden. Die Massenspeicher sind um 90° gedreht und leicht erreichbar, langen Grafikkarten und großen CPU-Kühlern dürften unter Umständen aber die beengten Platzverhältnisse entgegen stehen. Die optionale Wasserkühlung dürfte also zu den eher kompakteren Vertretern gehören.

Rein äußerlich wirkt der OMEN-PC weniger spektakulär als bei den Mitbewerbern. Der Midi-Tower wirkt sehr schlicht, die in die Front integrierten LEDs sollen aber für etwas Abwechslung sorgen. Die Verarbeitung wirkte gut, die Haptik hingegen verbesserungswürdig. Vor allem im Bereich der Ports auf der Oberseite hinterließ der glänzende Kunststoff einen zwiespältigen Eindruck. Zu Preisen ab 1.099 Euro darf man hier etwas mehr erwarten. Wo das obere Preislimit liegt, verriet HP nicht. Und auch Details zur VR-Zertifizierung waren Mangelware. Man arbeite mit HTC zusammen, ein Bundle bestehend aus OMEN-PC und Vive sei derzeit aber nicht geplant.

Der OMEN-Tower wirkt unauffällig
Der OMEN-Tower wirkt unauffällig

Alle drei OMEN-Systeme sollen innerhalb der nächsten zwei Wochen im Handel erhältlich sein, erste Konfigurationen werden von einigen Shops bereits gelistet. Darunter auch das Topmodell des 17-Zoll-Notebooks für fast 1.700 Euro.

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Kommentare (1)

#1
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In dem Beitrag kommen die Geräte verhältnismäßig schlecht weg. Wenn man sich die Preise und die dazugehörigen Konfigs der Desktops im Verhältnis zu den Wettbewerbern anschaut (schon bei den aktuellen), sind die durchaus sehr interessant. Und hier gehen die Karten bis zur GTX1080 und das mit einem K-Skylake. Warum wird das nicht erwähnt?

HP soll auch gesagt haben, dass die GTX965 NOCH das obere Ende der Fahnenstange bei den NBs ist und dass zur Weihnachts-Saison weitere weitaus stärkere Karten verbaut werden.

Der Beitrag ist mMn etwas tendenziös. Jedes Produkt hört sich schlecht an, wenn ich bestimmte Infos weglasse.
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