1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Hardware
  6. >
  7. Netzwerk
  8. >
  9. Langsamer als Thunderbolt 3: USB 4 geht schon bei 20 GBit/s los

Langsamer als Thunderbolt 3: USB 4 geht schon bei 20 GBit/s los

Veröffentlicht am: von

usb logoBereits im Frühjahr gab die USB Promoter Group einen Ausblick auf die Spezifikationen für USB 4. Nun hat man die finalen technischen Basisdaten veröffentlicht und diese halten einige Überraschungen bereit, die bisher so nicht zu erwarten waren. So baut USB 4 zwar auf Thunderbolt 3 auf, muss aber nicht zwingend eine Datenübertragungsrate von 40 GBit/s erreichen.

Die finalen Spezifikationen stammen nun vom USB-IF (Universal Serial Bus Implementers Forum). Diese sehen eine minimale Übertragungsrate von 20 GBit/s vor – genau wie bei USB 3.2 Gen 2x2. USB 4, welches 40 GBit/s erreichen soll, wird als Gen 3x2 bezeichnet. Die geringeren Geschwindigkeiten in Form von USB 3.0 Gen 1 kommen auf 5 GBit/s, 10 GBit/s von USB 3.1 werden als Gen 2 bezeichnet. Die Namensgebung ist also nicht immer ganz einfach ersichtlich, zumindest für USB 4 Gen 3x2 und 2x2 gibt es aber ein gewisses Schemata. Die erste Zahl in der Bezeichnung gibt die Geschwindigkeit pro Highspeed-Adernpaar an, die zweite Zahl gibt an, wie viele Adernpaare gekoppelt werden.

Es wird in Zukunft also wieder Geräte mit der Unterstützung von USB 4 geben, die unterschiedliche Datenübertragungsraten erreichen. Entweder 20 oder eben 40 GBit/s. Während dies für die meisten Nutzer auf den ersten Blick keinen großen Unterschied machen wird, denn auch die Gegenstelle muss diese Geschwindigkeiten unterstützen, sind professionelle Nutzer durchaus daran interessiert ihren DAS möglichst schnell anzubinden.

USB 4 unterscheidet sich aber auch in zwei weiteren Punkten von Thunderbolt 3. So muss ein USB-4-Anschluss an einem Host (PC-System, Notebook, etc.) zwingend ein DisplayPort-Signal ausgeben können. Die einfache Weitergabe des PCI-Express-Interfaces, zum Beispiel für die externe Anbindung einer GPU, ist nur optional vorgesehen.

Auch in der Topologie gibt es einen wichtigen Unterschied: Während Thunderbolt-Geräte per Daisy-Chain hintereinander gehängt werden müssen, kann bei USB 4 wieder ein Hub verwendet werden, um mehr als ein Gerät anzubinden. Diese Hubs sind aber deutlich komplexer geworden. So nennt die USB-IF den Fabric in einem Hub auch Router – die Signale werden über den Hub per Multiplexer und PCI-Express-Switches an die verschiedenen Endpunkte verteilt. Alles nach der Spezifikation USB 3.0 läuft über diesen neuen Fabric und eigene Datenleitungen. USB 2.0 hingegen verwendet eigene Datenleitungen und auch einen eigenen Hub. Die Integration USB 4 wird für die Hersteller also etwas komplexer. Dies gilt auch für Dock-Hersteller, denn hier gibt es unterschiedliche Voraussetzungen an die Unterstützung von Thunderbolt 3.

Hinsichtlich der Stromversorgung über USB 4 wird es wohl später noch Neuigkeiten geben. Bisher verweist das USB-IF auf die bestehenden USB-PD-Spezifikationen, die maximale 100 W vorsehen.

Bis wir USB 4 in den ersten Geräten sehen werden, werden noch einige Jahre vergehen. Zunächst wird es sicherlich Zusatzchips geben, die USB 4 bereitstellen können. Bis es USB 4 in die Chipsätze geschafft hat, wird noch weitere Zeit vergehen und auch die Gegenstellen, also Docks, DAS und andere Hardware mit USB 4 werden noch etwas auf sich warten lassen.

Social Links

Das könnte Sie auch interessieren:

  • QNAP TS-332X im Test: Schnelles 3-Bay-NAS mit 10GbE und SSD-Cache

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/QSM_TS-332X_TEASER

    QNAPs TS-332X ist ein 3-Bay-NAS, welches bei einem durchaus attraktiven Preis einige interessante Besonderheiten mitbringt. So sind neben den drei Bays für 3,5-Zoll-Festplatten noch drei zusätzliche Slots für M.2-SATA-SSDs vorhanden, und eine 10-GbE-Schnittstelle ist in Form eines... [mehr]

  • Gigabit-Kabel und Wi-Fi 6: Die AVM FRITZ!Box 6660 Cable im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AVM-FRITZBOX-6660

    Schneller Kabelanschluss und schnelles WLAN – bis vor kurzem war die FRITZ!Box 6591 Cable das Spitzenmodell aus dem Hause AVM. Doch der Berliner Hersteller hat nachgerüstet und die FRITZ!Box 6660 Cable vorgestellt, die DOCSIS 3.1 mit Wi-Fi 6 kombiniert. Wir haben uns die... [mehr]

  • Synology DiskStation DS620slim im Test: schnelles NAS für sechs...

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SYNOLOGY_DS620SLIM_TEASER

    Synology hat vor kurzem mit der DS620slim ein zugleich leistungsstarkes wie kompaktes NAS vorgestellt, welches Platz für insgesamt bis zu sechs 2,5"-SATA-Laufwerke bietet. Mit den zusätzlichen zwei Laufwerkseinschüben, dem schnellen Dual-Core-Celeron und dem aufrüstbarem... [mehr]

  • Asustor AS5304T im Test: Das perfekte Multimedia-NAS?

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/ASUSTOR_AS5304T_UNIT_006_6E350C6DBFA44F26B9F4E2E8C4EBF26F

    Wir haben mit dem ASUSTOR Nimbustor 4 AS5304T ein aktuelles 4-Bay-NAS im Test, welches mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und einem schnellen Intel Quad-Core-Prozessor auftrumpfen möchte. Die weitere Hardware-Ausstattung mit 4 GB an DDR4-Arbeitsspeicher, zwei 2,5GbE-Schnittstellen und... [mehr]

  • Generationswechsel: Synology präsentiert neue NAS-Hardware

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SYNOLOGY

    Der taiwanische Hersteller Synology erweitert sein Portfolio mit den Geräten FS6400, SA3400 und DS620slim. Bei den genannten Modellen handelt es sich um Nachfolger bestehender Produkte. Die Namensänderung der Serien wurde lediglich vorgenommen, um die Produkte besser zu unterscheiden. Laut... [mehr]

  • Ubiquiti UniFi Switches bekommen Redundanz und werden leiser

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/UBIQUITI

    Ubiquiti hat eine zweite Generation seiner UniFi-Switches auf den Markt gebracht, die in einigen Details verbessert wurde. Vor allem bei der Lautstärke will Ubiquiti nachgebessert haben, denn mehr und mehr kommt ein solches Equipment auch im Heimanwenderbereich zum Einsatz und hier spielt die... [mehr]