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Antenne gewinnt Strom aus WLAN-Strahlung

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flexible-antenneFür NFC (Near Field Communication) wird ein ähnliches Prinzip bereits verwendet, doch nun konnten Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) gleich mehrere Verfahren vereinen, was sie in der Lage versetzt, auch aus WLAN-Netzen bzw. deren Strahlung elektrische Energie zu verwenden. Theoretisch ist es auch möglich, aus anderen drahtlosen Netzwerktechnologien wie  Bluetooth oder dem Mobilfunknetz damit eine elektrische Leistung zu generieren.

Grundsätzlich neu ist diese Technik nicht. Es gibt bereits technische Umsetzungen für drahtlose Kameras, Beleuchtungen und auch Ladetechniken für Notebooks, Tablets und Smartphones. Letztendlich durchgesetzt hat sich noch keines der Produkte und dies hatte meist auch gleich mehrere Gründe. Entweder war die Technik nicht ausgereift und extrem störanfällig oder aber setzt große Zusatzhardware an ansonsten kompakten Geräten wie Smartphones voraus.

Die dazugehörige Antenne muss für einen ausreichenden Gewinn an Leistung recht groß sein, was wiederum Probleme in der Fertigung mit sich bringt, denn egal in welchem denkbaren Einsatzzweck: Die Größe spielt eine wichtige Rolle. Außerdem soll die Energie aus Strahlung gewonnen werden, die ohnehin vorhanden ist. Neue Halbleiterverfahren mussten entwickelt werden, um die Antenne zugleich möglichst dünn, aber auch flexibel zu machen. Damit wäre es möglich, sie in beliebigen Formen fertigen zu können und selbst die Integration in Stoffe wäre denkbar. Am Ende wurde ein Halbleitermaterial ab Basis von Molybdändisulfid verwendet. Der Halbleiter kann somit bis zu drei Atomlagen dünn werden und ist dennoch flexibel.

Den Forschern ist es mit ihrer neuen Antenne für das Energy Harvesting gelungen aus einem typischen WLAN mit einer Sendeleistung von 150 mW etwa 40 µW an Leistung zu gewinnen. Wir sprechen hier allerdings noch von Laborbedingungen, die keinerlei Rückschlüsse auf die Störanfälligkeit zulassen.

Denkbar wäre der Einsatz in vielerlei kompakten Geräte, die heute allesamt mit einem Akku betrieben werden. Smart-Home-Sensoren gehören ebenso dazu wie Smartwatches oder aber Körpersensoren, Hörgeräte und Herzschrittmacher. Sollte sich die Technik der Serienreife nähern, werden sicherlich auch konkreter Einsatzsatzmöglichkeiten und Umsetzungen erforscht.

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Kommentare (25)

#16
Registriert seit: 18.07.2017

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Das gabs doch schon mal, vor 2 Jahren oder so. Auf irgendeiner Messe (CES, CeBit, schiessmichtot) haben sie sowas in ner MesseHalle demonstriert. Da konnte man sein Handy laden und der Empfänger hat die Energie aus den ganzen Wifi-Netzen gezogen. Der Empfänger war aber deutlich größer, es war arschlangsam (4h für 50% ???) und man hat nebenbei auch noch das Wifi kaputtgemacht.
Aber es ging :-)
#17
Registriert seit: 18.07.2017

Gefreiter
Beiträge: 48
Ohje, wie die Zeit vergeht. Nix is mit vor 2 Jahren. Der Bericht war von 2010...
https://www.computerbase.de/2010-01/kleingeraete-mit-airnergy-ueber-wlan-aufladen/
#18
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NRW
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1397
Und weils damals schon nicht geklappt hat versucht man es gleich wieder ^^
Eine Solarzelle wäre wohl sinnvoller.
#19
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Registriert seit: 27.08.2013

Gefreiter
Beiträge: 39
Zitat Weede
Genau, damit es noch länger dauert als jetzt. Ein paar Monate zum Akkuladen einparken. Das gleiche gilt für Handy... Mit wieviel mW wird beim WLAN gesendet? Etwas nachdenken und man merkt, wie blödsinnig der gesamte Artikel ist.


Zitat
Neue Halbleiterverfahren mussten entwickelt werden


Habe als Kind die Skikarten im Handschuh getragen, dass ich direkt am Lesegerät vorbeiwinken konnte. Abends haben sich die durch den Schweiß aufgelöst und im inneren war komischerweise diese Zukunftstechnologie enthalten :-[
#20
Registriert seit: 17.06.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1786
Zitat TheGitz;26782610
Habe als Kind die Skikarten im Handschuh getragen, dass ich direkt am Lesegerät vorbeiwinken konnte. Abends haben sich die durch den Schweiß aufgelöst und im inneren war komischerweise diese Zukunftstechnologie enthalten :-[


Das war keine Zukunftstechnologie, sondern jahrzehntealtes NFC (Near Field Communication), was im Artikel auch erwähnt ist. Damit funktionieren die ganzen Chipkarten für Zugangskontrollen, in der Firmenkantine, kontaktlose Kreditkarten, etc. aber eben nur auf wenige Zentimeter und mit speziellen Sendern.

Die Neuigkeit ist, dass WLAN-Strahlung über größere Distanzen genutzt wird.
#21
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Registriert seit: 10.12.2012
Hamburg
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 483
stichwort energie-erhaltungs-satz.
die angezapften w-lan's werden dann schlechtere sendeergebnisse liefern und gegebenenfalls nachregelt, das heisst mehr sendeleitsung generieren und mehr strom verbrauchen weil irgendwer das signal zum laden anzapft.
der betreiber zahlt also den strom für den ladenden, die strahlungsbelastung erhöht sich und die übertragung verschlechtert sich wenn's dumm läuft, tolle idee ;-)
#22
Registriert seit: 11.12.2018

Gefreiter
Beiträge: 46
hier gehts um wenige µW. da sind die stromkosten vollkommen egal, auch wenn 100e gereäte dein strom "klauen".
damit soll kein laden von smartphones oder laptops entwickelt werden, viel eher dachte man wohl an etwas wie RFID- oder NFC-tags mit mehr reichweite.
#23
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Registriert seit: 23.08.2008
Bitz
Anime und Hardware Otaku
Beiträge: 14171
Mein Alu-Hut brennt. Bald brauche ich eine Handy-Hülle aus Blei :bigok:
#24
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3833
Dann kann ich ja bald meinen STromanbieter kündigen.
So viele Leute die hier WLAN haben und a) zu blöd sind den Kanal zu wechseln und btw. oder b) es nicht mal brauchen.
Würde schätzen das 50% der WLAN Netze gar nicht oder fast gar nicht genutzt werden.
Aber jeder Hersteller aktiviert natürlich das WLAN von Hause aus.... .
#25
Registriert seit: 20.07.2017

Bootsmann
Beiträge: 625
Zitat Snake7;26785978

Würde schätzen das 50% der WLAN Netze gar nicht oder fast gar nicht genutzt werden.

Praktisch in jedem Haushalt ist ein Smartphone vorhanden. Überall wo ein Smartphone ist, wird WLAN genutzt.
Ob du das als "fast gar nicht" betrachtest, sei dir freigestellt. Allerdings gehe ich eher davon aus, dass 99% aller WLANs auch genutzt werden, und sei es eben nur ein Smartphone zu Whatsappen.
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