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Netgear mit neuen IP-Kameras und bislang teuerstem Router

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netgearAuf dem Mobile World Congress in Barcelona gab es in den letzten Tagen nicht nur die neusten Smartphones und Tablets zu bestaunen. Auch Netgear verschlug es nach Spanien. Im Gepäck hatte man mit dem Nighthawk R8500 einen echten High-End-Router, welchen man zwar schon vor ein paar Wochen ankündigte, der aber ab sofort auch in Deutschland erhältlich und mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 449 Euro der bislang teuerste Router von Netgear ist. Dafür hat das High-End-Modell auch einiges zu bieten.

Zur Verfügung stehen gleich drei WLAN-Module, die zusammen Übertragungsraten von bis zu 5.300 MBit/s erreichen sollen. Da wären zum einen eine Funkeinheit im 2,4-GHz-Frequenzband mit 1.000 MbBit/s per 802.11n und zum anderen zwei 5,0-GHz-Module, die per 802.11ac jeweils 2.166 Mbit/s ausliefern sollen. Für Reichweite sorgen die vier externen Antennen in Kombination mit vier weiteren internen Antennen. Alle drei Einheiten sollen die Geschwindigkeiten mit einer Modulationsdichte von 1.024 QAM erreichen – ein einzelner Client kann die Geschwindigkeit also nicht auf den Router bzw. ins Netzwerk übertragen. Wer jedoch einige Geräte per WLAN im Netz hängen hat und die Bruttodatenraten ausreizen kann, für den hat Netgear auch den kabelgebundenen Flaschenhals ausgemerzt, denn neben vier Gigabit-LAN-Buchsen stellt der neue Nighthawk zwei weitere Gigabit-LAN-Buchsen bereit, die Link-Aggregation beherrschen und somit bis zu 2 GBit Daten pro Sekunde übertragen können.

Um den Netzwerk-Traffic bewältigen zu können, steckt im Inneren ein nicht näher genannter Dual-Core-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1,4 GHz, der zudem auf einen 512 MB großen Arbeitsspeicher zurückgreifen kann. Zudem gibt es 128 MB Flashspeicher. Über die beiden USB-2.0-Ports und die schnellere USB-3.0-Schnittstelle können aber auch externe Festplatten im Netzwerk verfügbar gemacht oder ein Drucker angeschlossen werden. Die Software ermöglich zudem einen VPN-Server, einen Gast-Zugang, bietet doppelten Firewall-Schutz (SPI und NAT) und kann als FTP-Server eingerichtet werden. Ein DLNA-Medienserver ist ebenso möglich, wie ein Cloud-Zugriff auf die die externen USB-Speicher. Hierfür stellt Netgear passende Apps zur Verfügung.

Der neue Netgear Nighthawk X8 AC 5300 ist ab sofort in Deutschland erhältlich. In unserem Preisvergleich ist der Tri-Band-Router zu einem stolzen Preis ab knapp über 470 Euro lieferbar.

IP-Kameras mit WLAN

mwc16 negear arlo nighthawk 05
Die Arlo-Familie von Netgear

Ebenfalls mit dabei hatte Netgear seine IP-Kameras der Arlo-Familie. Dabei handelt es sich um eine Netzwerk-Kamera, die ohne Kabel auskommt – weder für die Stromversorgung, noch für die Einbindung in das Netzwerk. Sie kommuniziert über WLAN und wird über einen integrierten Akku mit Strom versorgt. Letzterer soll immerhin vier bis sechs Monate durchhalten können. Aufgezeichnet werden Videos mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Bildpunkten, zudem sind Nachtaufnahmen möglich. Ein Außeneinsatz ist dank eines Temperatur-Bereichs von -10 °C hierzulande ebenfalls möglich. Hierfür hat Netgear auch neue Skins vorbereitet. Die Arlo-Kameras gibt es ab sofort nicht nur in Weiß und Schwarz, sondern auch mit Carmouflage-Oberfläche und in anderen Farben. Gespeichert werden die Aufnahmen direkt in der Cloud – einen internen Speicher oder einen Slot für Speicherkarten gibt es nicht. Netgear stellt hierfür 1 GB Cloudspeicher gratis zur Verfügung. Die Video-Daten werden bis zu sieben Tage lang gespeichert. Gegen Aufpreis kann mehr Speicherplatz gebucht werden.

Neu ist die Arlo Q. Im Gegensatz zur normalen Arlo ist sie allerdings kabelgebunden und bezieht ihren Strom direkt über ein microUSB-Kabel. Ins Netzwerk integriert wird sie aber weiterhin drahtlos per Wireless-LAN. Dafür sind Aufzeichnungen in Full HD möglich. Die Arlo Q ist ab etwa 220 Euro zu haben.

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Kommentare (2)

#1
Registriert seit: 10.08.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3122
Wer kauft den so einen teuren Router?
#2
customavatars/avatar33802_1.gif
Registriert seit: 21.01.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2150
Vor allem so eine merkwürdige Bastelstube..da ist doch gar nichts mehr standardkonform. 802.11n mit 1000MBit/s? 802.11nhat ein Maximum von 600MBit/s.

8021.11ac mit 2166MBit/s? Das passt auch nicht auf 867MBit/s die pro Kanal normal geliefert werden können. Und warum die blödsinninge Aufteilung der vorhandenen Antennen auf 2*802.11ac, wenn man auch gleich alle für einen 802.11ac Adapter nutzen könnte um damit standarkonforme 6933 MBit/s zu liefern..?
Wie soll man das Alles sinnvoll nutzen?
Und für den Preis ja, da würde ich mir doch gleich eine x86 Hardware samt Virtualisierungsfunktionen suchen, woman dann auch jedes vollwertige OS drauf machen kann..
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