> > > > 1,4 TBit/s über eine Glasfaser geschickt

1,4 TBit/s über eine Glasfaser geschickt

Veröffentlicht am: von

alcatelAuch wenn die Glasfaser für die meisten noch nicht bis ins eigene Haus reicht, früher oder später wird jedes Bit im Internet über dieses Medium übertragen. Das immer größer werdende Datenaufkommen sorgt dafür, dass Anbieter und Hardware-Hersteller immer auf der Suche nach neuen Techniken sind. Zuletzt wurde dem 30C3 des Chaos Computer Clubs sogar eine einzelne Anbindung mit 100 GBit/s zur Verfügung gestellt. Nun haben sich Alcatel-Lucent und die British Telecom (BT) zusammengetan und einen neuen Rekord für die Gesamtdatenrate auf einer langen Glasfaserstrecke durch die Verdichtung der Wellenlängen aufgestellt.

Grundsätzlich gibt es mehrere Wege die Datenrate auf einer Glasfaserstrecke zu erhöhen. So werden die Daten nicht nur auf einer Wellenlänge übertragen, sondern auf gleich mehreren. Schaut man sich das Farbspektrum an, so kann man sich leicht vorstellen, dass sich dieses in mehrere Farben aufspalten lässt. Optische En- und Decoder sind inzwischen in der Lage bis zu 88 unterschiedliche Wellenlängen zu unterscheiden. Jede Wellenlänge lässt sich auch noch unterschiedlich modulieren, so dass pro Abtastfrequenz auch noch unterschiedliche Bits auf einer Wellenlänge übertragen werden können. Über weitere Multiplexverfahren sind weiterhin unterschiedliche Datenströme auf einer Wellenlänge möglich.

In der Theorie lässt sich dies beliebig erweitern, doch in der Praxis stellen diese Verfahren die Hersteller immer wieder vor neue Herausforderungen. Alcatel-Lucent und die British Telecom haben auf einer 410 km langen Leitung nun den Abstand zwischen den Träger-Frequenzen von 50 auf 35 GHz verkleinert. Somit stieg der Gesamtdatendurchsatz im 40 Prozent. Bei sieben parallelen Kanälen mit jeweils 200 GBit/s Kanälen wurde letztendlich eine Bandbreite von 1,4 TBit/s erreicht.

Das Ende der Fahnenstange ist aber noch lange nicht erreicht. Bereits 2010 wurde eine Übertragung getestet, bei der auf 88 Wellenlängen mit jeweils 100 GBit/s eine Durchsatz von 8,8 TBit/s erreicht wurde. Bei einer Verdichtung des Abstands zwischen den Wellenlängen wären auch 400 GBit/s möglich, was den Gesamtdurchsatz auf 50 TBit/s erhöhen würde. All dies ist mit aktueller Hardware, z.B. dem Switch aus der 1830er-Baureihe von Alcatel-Lucent, möglich. Bei Übertragungen über mehreren hundert Kilometer besteht allerdings keine direkte Verbindung mehr zwischen den einzelnen Endpunkten, sondern es müssen Verstärker zum Einsatz kommen, die dann ebenfalls das En- und Decoding mitsamt der Multiplex-Verfahren übernehmen müssen.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (4)

#1
customavatars/avatar50343_1.gif
Registriert seit: 28.10.2006

Vizeadmiral
Beiträge: 7004
Hz ist doch keine Einheit für Wellenlängen :motz:
#2
customavatars/avatar3377_1.gif
Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 29448
Steht da auch nicht. Da steht nur, dass man den Abstand zwischen den verwendeten Wellenlängen um x GHz verkleinert hat.
#3
customavatars/avatar50343_1.gif
Registriert seit: 28.10.2006

Vizeadmiral
Beiträge: 7004
Eben :p Das sind also die Trägerfrequenzen.
#4
customavatars/avatar3377_1.gif
Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 29448
Ist korrigiert ;)
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

AVM FRITZ!Box 7580 mit MU-MIMO im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/FRITZBOX7580/FRITZBOX-7580-LOGO

Bereits seit Monaten rührt AVM fleißig die Werbetrommel für die FRITZ!Box 7580, die als vorläufiges High-End-Produkt aus Berlin schnelles WLAN mit den aktuellen DSL-Standards verbindet. MU-MIMO ist dabei das Stichwort und soll die WLAN-Leistung der FRITZ!Box wieder an die Spitze bringen. Das... [mehr]

QNAP TBS-453A im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/QNAP_TB453A_TEASER

QNAP hat mit dem TBS-453A ein neues NAS-System auf den Markt gebracht, welches sich in mehreren Punkten von klassischen Modellen abhebt. Die überaus flache und kompakte Bauform fällt sicher zuerst auf, aber auch das Innenleben mit bis zu vier M.2-SSDs, einem Intel Celeron N3150 Quad-Core und 4... [mehr]

Drobo 5N im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/DROBO5N_TEASER

Die Firma Drobo ist wahrscheinlich nur wenigen NAS-Interessierten ein Begriff, sie hat aber mit dem Drobo 5N schon seit längerem ein durchaus interessantes 5-Bay-NAS-System im Programm, welches sich in vielen Bereichen deutlich von den Mitbewerbern unterscheidet. So fokussiert sich das Drobo 5N... [mehr]

ASUS DSL-AC 87VG im Test – eine Alternative zur FRITZ!Box?

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/ASCHILLING/2016/ASUS-DSL-AC-87VG-LOGO

Die Öffnung des deutschen Marktes für DSL-Router sorgt für etwas Bewegung in dem Segment. Das Angebot an DSL-Routern ist recht überschaubar und den meisten dürfte AVM hier als erster Hersteller einfallen. Es gibt natürlich auch noch weitere Anbieter wie TP-Link, Netgear, ZyXEL und auch ASUS,... [mehr]

Mit 802.11ad und 10-Gigabit-Ethernet – Netgear Nighthawk X10 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/ASCHILLING/2017/NETGEAR-NIGHTHAWK-X10-LOGO

Die Leistung von WLAN-Hardware hat inzwischen Dimensionen erreicht, die in vielen Fällen den Einsatz von Ethernet unnötig macht. Immerhin sprechen wir von theoretischen 1.733 MBit/s und damit sind zumindest in der Theorie bereits Datenübertragungsraten möglich, die weit über jeder normalen... [mehr]

QNAP TS-451A im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/QNAP_TS-451A_TEASER

QNAP hat sein bereits umfangreiches Produktportfolio wieder einmal überarbeitet und mit den beiden neuen Modellen der TS-x51A-Serie zwei leistungsfähige NAS für den Heimbereich vorgestellt, in welchen ein schneller Intel Celeron N3060 zum Einsatz kommt. Dank HDMI-Ausgang plus Fernbedienung... [mehr]