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ProSiebenSat.1 und Discovery mit eigener Streamingplattform

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joynDas auf den Namen Joyn getaufte 50/50-Joint-Venture zwischen der ProSiebenSat.1 Media SE und Discovery soll im Juni der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Beim besagten Joint Venture handelt es sich um eine deutsche Streamingplattform mit mehr als 50 Free-TV-Sendern und diversen Livestreams. Zudem soll Joyn über eine Mediathek verfügen und dort diverse Angebote On-Demand ausspielen. Die Inhalte kommen neben der FreeTV-Sender von ProSiebenSat.1 und Discovery auch von 15 weiteren Partnern, die für zusätzliche exklusive Inhalte auf der Plattform sorgen werden.

Des Weiteren plant man diverse Serien, bzw. Shows exklusiv für das Joyn-Portal zu produzieren. Hierzu gehören unter anderem die dritte Staffel der Erfolgsserie "jerks" mit Christian Ulmen und Fahri Yardim, wie auch die neue Serie "Die Läusemutter". Auch lokale Inhalte möchte das Joint Venture in Zukunft auf dem Portal anbieten. Laut eigenen Angaben plant man diverse TV-Ausstrahlungen bereits sieben Tag vor der eigentlichen Ausstrahlung, bzw. 30 Tage danach auf dem Portal anzubieten. Außerdem soll sich die Streamingplattform – wie seine Konkurrenten auch – über Smartphones, Tablets, Web und Smart-TVs nutzen lassen.

Allerdings dürfte das Portal einen schweren Stand haben. Konkurrenten wie Netflix oder aber auch Disney+ können ihre Inhalte international anbieten, wohingegen Joyn nur auf den deutschen Markt abzielen wird. Ebenfalls dürften die vielen Exklusivtitel dem Joint Venture Probleme bereiten. Internationale Blockbuster und Serien aus Hollywood dürften für die meisten interessanter sein als Filme beziehungsweise Serien, die aus Deutschland stammen. Zwar werden die Inhalte von Maxdome und Eurosport in die Plattform integriert, allerdings dürfte dies bei Weitem nicht ausreichen, die breite Masse für Joyn zu gewinnen.

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Kommentare (20)

#11
Registriert seit: 20.07.2017

Oberbootsmann
Beiträge: 846
Der Grund für die jetzt entstehende Fragmentierung ist bei Videospielen und Filmen/Serien exakt der gleiche: Die Technik hat sich geändert.

Früher war selbst Disney auf jemanden angewiesen, der ihre Filme an den Mann bringt. Das waren damals andere Firmen die sich auf Vertrieb spezialsiert haben, aber selbst keinen Content produzierten. Märkte die DVDs verkauft haben, Videotheken die Filme verliehen haben, TV-Sender die die Filme ausgestrahlt haben usw. Vertrieb war damals viel zu kompliziert um das mal eben schnell selber machen zu können. Man brauchte ein Netz an Geschäften, dort verteilt wo die Kunden waren, da war richtige Logistik nötig. Auch einen TV-Sender gründet man nicht mal eben schnell.

Heute braucht man das alles nicht mehr. Läuft jetzt alles über Internet. Übertrieben ausgedrückt: Eine DVD im Einzelhandel verkaufen konnte kaum jemand, einen Film online zu verkaufen kann jedes Depperle und dazu braucht man nichtmal wirklich viel Startkapital. Physische Medien gibts praktisch nicht mehr, wenn man in Bielefeld also gerne 1000 DVDs verkaufen will, muss da kein LKW mehr mit 1000 DVDs Ladung hinfahren.
Der Einzelhandel war entsprechend teuer mit eingeschränkter Reichweite, die ganze Vertriebskette hat sauber mitverdient. Via Internet ist das jetzt einfach, günstig und hat sogar noch eine größere Reichweite.
Ein Contentproducer wie Disney fragt sich also jetzt, warum soll man 40-50% vom Umsatz an Vertriebsdienstleister abgeben, wenn man das auch einfach selber für Anteilig nur 5-10% des Umsatzes machen kann? Der Endkundenpreis ändert sich ja nicht (oder kaum) und schwupps hat man 30-40% mehr Gewinnmarge. Man will es auch nicht an andere Internetvertriebe abgeben, weil deren Absicht ist es dann ja an nur dem Vertrieb Geld zu verdienen, d.h. wenn der Vertrieb für 10% möglich ist, dann wollen die nicht nur 10% haben, sondern die wollen dann immernoch 20, 25% abhaben, sonst verdienen die ja nix dran.
Also macht oder versucht es jeder selber, für den es überhaupt möglich ist, und wie gesagt, es braucht gar nichtmal soviel, um das möglich werden zu lassen.

Was der Kunde davon hält, juckt die doch gar nicht, es geht hier um nichts anderes als Gewinnmaximierung.
Nun ist die Entwicklung aber nicht gerade kundenfreundlich, es wird also definitv irgendwo einen Break-Even geben. Man wird Kunden durch die Fragmentierung verlieren, aber wenn man durch die Fragmentierung 40% mehr Gewinnmarge erreicht, müsste man mal ganz simpel gerechnet durch die Fragmentierung mehr als 40% der Kunden verlieren, bevor sich das nicht mehr rechnet.
Und genau da setzt Disney (oder EA, oder Ubisoft) auf ihre eigene Zugkraft. Die verlieren nicht Ansatzweise soviele Kunden, weil weit genug Kunden eben trotz "allem" nicht bereit sind, auf die Inhalte zu verzichten.
Der Kunde hat es in der Hand, aber wie man hier auch sieht, die Rechnung der Anbieter geht wohl auf.

Von zusätzlichen Vorteilen des Selbstvertriebs noch gar nicht gesprochen. Daten sammeln. Die kriegen auf diese Weise haar klein mit, wer wann was schaut und daraus lassen sich Nutzungsprofile und Interessenprofile erstellen, womit man zukünftige Produktionen noch besser auf irgendwelche Zielgruppen optimieren kann. Das hat noch nichts mit Datenschnüffelei zu tun, das sind Metadaten, die auf diesen Vertriebswegen zwangsläufig anfallen, ob man nun will oder nicht.
#12
Registriert seit: 26.04.2015

Oberbootsmann
Beiträge: 1018
Ich prophezeie jetzt schon einmal, dass das nichts wird. Bei Musik hat es ja auch nicht funktioniert, als dort immer mehr Anbieter gekommen sind. Pro7 hat bei dem Spiel doch eh schon verloren, da die ja wohl kaum global mitspielen können / werden und deren Produktionskosten somit relativ viel höher sind.
#13
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Registriert seit: 21.01.2006

Kapitän zur See
Beiträge: 3613
Zitat Duke_Nukem_71;26938455
Hört sich doof an, aber manchmal schalte ich extra die privaten Sender im Kabel ein, damit ich von der Werbung schön einschlafen kann.


Jo, ich dachte eben schon immer das sei der einzige Sinn von Fernsehen und Film :lol:
#14
Registriert seit: 18.08.2015

Oberbootsmann
Beiträge: 914
Der Kunde muss halt mal wieder lernen, dass er am Ende am längeren Hebel sitzt. Nur muss er eben konsequent verzichten um ein Signal zu senden. Schwarzbeziehen signalisiert Interesse, es signalisiert nicht, das der Preis zu hoch ist oder dergleichen. Verzichten, wo es nicht passt (z.B. Fragmentierung) und nur nutzen, was wirklich überzeugt. Das ist die Sprache, die die Wirtschaft versteht.
#15
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Registriert seit: 23.08.2008
Bitz
Anime und Hardware Otaku
Beiträge: 14444
Wer wird für den Free-TV-Mist zahlen? Ist schon ein Unding mit der "Gebühr" für HD :shot:

Nene. Wenn berieseln lassen oder zum einschlafen, dann youtube :vrizz:
#16
Registriert seit: 26.04.2015

Oberbootsmann
Beiträge: 1018
Zitat Mustis;26939505
Der Kunde muss halt mal wieder lernen, dass er am Ende am längeren Hebel sitzt. Nur muss er eben konsequent verzichten um ein Signal zu senden. Schwarzbeziehen signalisiert Interesse, es signalisiert nicht, das der Preis zu hoch ist oder dergleichen. Verzichten, wo es nicht passt (z.B. Fragmentierung) und nur nutzen, was wirklich überzeugt. Das ist die Sprache, die die Wirtschaft versteht.


Da mach dir mal keine Sorgen. Menschen sind faul, alleine schon deswegen, wird es kaum welche geben, die mehr als 1-2 Abos haben. Selbst "diesen Monat Netflix, nächsten HBO" usw. werden nur die wenigsten machen. Selbst die Fernsehrgeilen Menschen, werden sich am Ende eher fragen, ob es das alles wert ist (und von ihren Freunden verarscht werden, dass die 100-200 € im Monat für so was raushauen).

Das einzige was dadurch florieren wird, ist Account-Sharing und sobald das Unterbunden wird, gehen die ersten kleineren pleite.

Auch ist das ganze am Ende eine Milchmädchenrechnung, da Disney usw. ja sicher auch gut am Verleih bei Amazon mit verdienen (2-3 Filme dürften da schon mehr einbringen, als 1 Monat Abo). Wenn jetzt Menschen aber nur 1-2 mal im Monat für einen Monat ein Abo machen und sich dann alle Marvel und Star Wars Filme ansehen, hat Disney schon viel weniger verdient.
#17
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Registriert seit: 21.01.2006

Kapitän zur See
Beiträge: 3613
Netflix hat doch das Sharing quasie gebilligt, durch die letzte Preiserhöhung die man damit rechtfertigte.
#18
Registriert seit: 26.04.2015

Oberbootsmann
Beiträge: 1018
Netflix ja, aber glaubst du ehrlich, dass die anderen Geldgeilen, die jetzt den Markt auf biegen und brechen fragmentieren müssen, das lange billigen werden? Ich sehe schon wie die ersten schreien werden, das sharing das selbe sei wie jemanden in einem Hinterhof für 5 Euro zu erschießen ;).
#19
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Registriert seit: 14.08.2017
Am Heck
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 426
Und deswegen test ich gerade nen neuen HTPC a la Minidesk mit RavenRidge.
Wenn die mir zu fragmentiert und noch dazu gierig werden kommt das Letzte Schiff zum Einsatz eine app und alle Serien samt ALLEN STAFELN!!!!!! in einer Struktur, da funzt sogar 4K über mein Maranz (Hat HDMI 4k unterstützung aber kein HDCP 2.2, was mich auch schon angekotzt hat) und zwar umsonst, bei meinen Abos kann ich 4k vergessen über AVR. DRM-Kette und so Rotz
Die GEZ-ABO-TV-Streaming-DRM-Gängel-Heinis sollen sich ruhig ins Knie schieẞen oder noch besser in Kopp, wenn wieder alle auf einfachere I-Legale Angebote zurück greifen
:popcorn:
#20
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Registriert seit: 02.07.2007
Wonfurt
Kapitän zur See
Beiträge: 3517
Hoffentlich gibt's genug Deppen,sry Kunden die den Dienst nutzen.Mei Pro7 Aktien müssen wieder steigen :d

(btw mal ne rechung,die pro7 Aktie tümpelt grad bei ~15eu,ne dividende über 1 euro is garantiert (~7%).Nehmen wir an der Dienst kostet 11.99/Monat so bräuchte man 12*12 = 144 Aktien,um mit der Dividende den Stream fürn jahr zu zahlen.) 144 *15 eu = 2160eu Einsatz.) Schade das Netflix und Amazon keine Divi auszahlen.
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