freesyncEines kann man der FreeSync-Technologie sicherlich problemlos attestieren: Die Marktdurchdringung und Akzeptanz durch die Nutzer hat ein Level erreicht, in dem ein Verzicht auf FreeSync sicherlich nicht mehr denkbar ist. Aus der Vielzahl an unterschiedlichen Panels, Größen, Auflösungen und den zur Verfügung stehenden Anschlüssen den richtigen Monitor zu wählen, stellt sich für viele potenzielle Käufer aber als eine recht hohe Hürde dar. Daher hat AMD auf seiner Webseite eine Liste erstellt, die alle Monitore aufführt.

Soweit so gut, nun hat AMD diese aber um weitere Angaben ergänzt, die für viele Nutzer sicherlich nicht ganz unwichtig sind. Dazu gehört unter anderem die Spanne, in der FreeSync aktiv ist. Diese ist nicht immer gleich und unter anderem abhängig vom verwendeten Panel. Die untere Grenze liegt bei 30 Hz, das schnellste Panel kommt auf 144 Hz. Einen Monitor, der FreeSync von 30 bis 144 Hz aktiviert, gibt es aber noch nicht.

Tabelle aller FreeSync-Monitore bei AMD
Ausschnitt aus der Tabelle aller FreeSync-Monitore bei AMD

Außerdem nennt die neue Liste alle Monitor-Modelle, die eine Low Framerate Compensation unterstützen. Die Low Framerate Compensation (LFC) ist bei der Kompensation eines der Probleme von FreeSync ein entscheidender Faktor. Fällt die Framerate unter die minimale Bildwiederholungsrate des FreeSync-Displays, kommt es normalerweise zu einem kurzen Stottern. Eigentlich soll genau das durch FreeSync verhindert werden. Ein Algorithmus erkennt nun, wenn die Framerate unter die minimale Bildwiederholungsrate des Displays fällt und hält die Ausgabe an Frames am Ausgang eben über dieser Schwelle. Dabei kann es natürlich dazu kommen, dass ein Frame mehrfach ausgegeben wird, ohne jedesmal neu gerendert zu werden.

Eine Bedingung für eine funktionierende Low Framerate Compensation ist, dass der Monitor eine um den Faktor 2,5 höhere maximale FreeSync-Bildwiederholungsrate beherrscht als die Minimum-FreeSync-Bildwiederholungsrate. Im Falle des ASUS MG279Q ermöglicht dieser eine FreeSync zwischen 35 und 90 Hz. Dies entspricht genau der Vorgabe um den Faktor 2,5. Da nicht alle FreeSync-Monitore diese Bedingung erfüllen, gilt es beim Kauf zu prüfen, in welcher Spanne der Monitor mit FreeSync arbeitet. Eine Kennzeichnung ist nicht geplant. Als Monitor-Hersteller sollte man dies dem Kunden also näherbringen und explizit darauf hinweisen. Weitere Informationen dazu gibt es zur News der aktuellen Radeon Software Crimson Edition.

Wer nun also die Anschaffung eines FreeSync-Monitors plant, der sollte einmal bei AMD vorbeischauen und sich in der Tabelle informieren.