> > > > IDF 2011: Thunderbolt ab 2012 auch in Windows-Rechnern

IDF 2011: Thunderbolt ab 2012 auch in Windows-Rechnern

Veröffentlicht am: von

idf-2011Auf der diesjährigen IDF hat Mooly Eden, welcher Intels PC-Sparte leitet, angekündigt, dass ab dem Jahr 2012 auch bestimmte Windows-Computer einen Thunderbolt-Anschluss besitzen werden. Die ersten PCs mit Thunderbolt-Anschluss werden allem Anschein nach die von Intel propagierten Ultrabooks sein (wir berichteten), zunächst haben aber nur Asus und Acer, die Verfügbarkeit angekündigt. Im Moment besitzen nur Apples Macbooks, iMacs und Mac Minis einen Thunderbolt-Anschluss.

Thunderbolt-1.jpg-b76cf6ebce269337

Die neuen Mainboards werden mit einen Thunderbolt-Controller mit vier PCI-Express-2.0-Lanes und einem Displayport ausgestattet sein. Der Controller wird für die PCIe-Anbindung mit der Southbridge verbunden sein, während für den Displayport eine direkte Anbindung an den internen Grafikchip möglich ist. Nach außen wird die Verbindung zu einem andernen Thunderbolt-Controller über bis zu drei Meter lange aktive Kabel erfolgen, die das Signal selber aufbereiten und entsprechend teurer sind. Der Thundebolt-Controller am anderen Ende der Verbindung kann dann zum einen die Thunderbolt-Signale an den nächsten Controller in der Kette weitergeben und zum anderen dem eigenen Gerät die vier PCIe-Lanes und den DisplayPort zur Verfügung stellen. An diese können dann zum Beispiel ein Monitor, ein USB-Controller für externe Festplatten oder bei Adapterboxen interne PCIe-Karten angeschlossen werden.

 

Thunderbolt-2.jpg-88fb78b0ed033563

Für das Betriebssystem sind die Thunderbird-Controller lediglich als PCIe-Brücken sichtbar und können deswegen relativ problemlos mit den Standardtreibern eingebunden werden. Erst die daran angeschlossenen Geräte brauchen unter Umständen spezifische Treiber. Die nutzbare Datenrate für einen Thunderbolt-Kanal beträgt 10 Gbit pro Sekunde, bei insgesamt vier Kanälen. Je zwei werden zum Empfang und zum Senden verwendet. Um tatsächlich die benötigte Bandbreite für vier PCI-Express-Kanäle liefern zu können, entfernt der TB-Controller die 8 Bit/10 Bit-Codierung von PCIe für den Transport und rechnet sie auf eine effektivere Codierung um, so dass exakt 10 Gb/s an Bandbreite pro Kanal übrig bleiben. Die PCIe-Ströme müssen sich die Bandbreite noch mit dem DisplayPort teilen.

Weiterführende Links:

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (3)

#1
Registriert seit: 17.06.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 422
Intel sollte mal bei sich selbst anfangen und TB auf den eigenen MBs implementieren; wie sieht es eigentlich mit den Intelboards aus, die auf dem IDF vorgestellt wurden?
#2
customavatars/avatar135109_1.gif
Registriert seit: 24.05.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1692
die sollten mal lieber nen paar mehr lanes für die anbindung an die cpu springen lassen. Die sind immer sehr knapp.
#3
Registriert seit: 17.06.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 422
Stimmt; für Thunderbolt fallen zwei von nur 4 Chipsatz PCIe 2.0 Lanes weg; wenn dann noch ein USB 3.0 Controller dranhängt und das übrige Zeug bleibt nichtmehr viel übrig
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Ryzen-Mainboards für 100 Euro: Vier B350-Boards im Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_TEASER_100

AMDs Ryzen-Prozessoren haben Bewegung in den Prozessormarkt gebracht. Trotz High-End-Performance haben AMDs Prozessoren einen sehr guten Preis - und mit den passenden Mainboards lassen sich günstige und schnelle Systeme aufbauen. Wir haben vier Platinen mit AMDs B350-Chipsatz im Test: Das ASUS... [mehr]

MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) im Test - LED-Show mit gehobener Ausstattung

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/MNIEDERSTEBERG/ARTIKEL_2017/ARTIKEL_MSI_X299_GAMING_PRO_CARBON_008_LOGO

Mit den Gaming-Pro-Carbon-Modellen konnte MSI unabhängig vom CPU-Sockel und vom Chipsatz ein begehrtes Mainboard-Label etablieren. Von den drei existierenden Gaming-Produktserien hält sich die Performance-Gaming-Reihe genau in der Mitte auf, in die sich das Gaming Pro Carbon einordnet. Nicht ohne... [mehr]

Z370 und Coffee Lake: Viele Mainboardmodelle bereits durchgesickert

Logo von IMAGES/STORIES/2017/8GEN-INTEL-CORE-I7

Besitzer eines Skylake-S- oder Kaby-Lake-S-Systems werden von Intel dazu gezwungen, ein neues Z370-Mainboard zu kaufen, sofern sie auf Coffee Lake-S aufrüsten wollen. Eine Auf- und Abwärtskompatibilität sieht Intel nicht vor. Dies geschieht natürlich zum Ärgernis einiger Umrüstwilligen und... [mehr]

Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/MNIEDERSTEBERG/ARTIKEL_2017/ARTIKEL_GIGABYTE_X399_AORUS_GAMING7_004_LOGO

Mit AMDs Ryzen-Threadripper-Prozessoren - wie Ryzen Threadripper 1950X und 1920X - mischt AMD endlich wieder im HEDT-Bereich mit und setzt Intels X299-Plattform mit der Core-X-Serie ordentlich unter Druck. Für den Sockel TR4 (SP3r2) wurden bereits zuvor einige Platinen von den renommierten... [mehr]

Gigabyte Z370 AORUS Ultra Gaming im Test

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/MNIEDERSTEBERG/ARTIKEL_2017/ARTIKEL_GIGABYTE_Z370_AORUS_ULTRA_GAMING_004_LOGO

Seit mehreren Jahren der Stagnation sieht sich Intel aufgrund der wieder erstarkten AMD-Konkurrenz dazu gedrängt, die Kern- und Threadanzahl im Mainstream-Segment anzuheben. Mit der Coffee-Lake-S-Plattform wächst die maximale Kern- und Threadanzahl um 50 %. Zum Ärgernis vieler Interessenten wird... [mehr]

ASRock X399 Taichi im Test - Ausgewogene Basis für Threadripper

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/MNIEDERSTEBERG/ARTIKEL_2017/ARTIKEL_ASROCK_X399_TAICHI_004_LOGO

Mit zwei X399-Mainboards möchte natürlich auch ASRock die AMD-Ryzen-Threadripper-Interessenten auf die eigene Seite ziehen. Mit dem X399 Professional Gaming aus der Fatal1ty-Serie und dem X399 Taichi werden von ASRock interessante Platinen mit einer guten Ausstattung zum Kauf angeboten. Da wir... [mehr]