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Thermalrights Macho Direct ist der erste Macho mit nackten Heatpipes (Update)

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thermalright

Die Macho-Familie wurde zuletzt um den Le Grand Macho ausgebaut – ein voluminöser Towerkühler, der für den semi-passiven Einsatz ausgelegt ist. Mit dem Macho Direct gibt es nun erneut Familienzuwachs. Dabei ist der jüngste Spross tatsächlich außergewöhnlich, denn als erster Macho ist er ein Heatpipe-Direct-Touch-Kühler (HDT). 

Während bei allen bisherigen Macho-Modellen die Heatpipes in eine Kupferbodenplatte eingelassen wurden, haben sie beim Macho Direct direkten Kontakt zum Prozessor. Thermalright will dabei durch fünf konkav geformte 6-mm-Heatpipes einen besonders guten Wärmeabtransport erreichen, so dass die Kühlleistung für einen HDT-Kühler bemerkenswert hoch ausfallen soll. Dieses Heatpipe-Design hat sich Thermalright sogar patentieren lassen. Vorteilhaft an der HDT-Bauweise ist auch, dass die Kühlerhöhe etwas reduziert werden konnte. Der Macho Direct ist deshalb immerhin ca. 4 mm niedriger als der Macho Rev. B. Auch das Gewicht konnte etwas reduziert werden, inklusive Lüfter liegt es bei 820 g.  

Dabei erinnert der Kühler ansonsten durchaus an andere Macho-Modelle. Der Single-Tower wird zur Rückwand ausgerichtet und die Abstände zwischen den Kühllamellen fallen vergleichsweise groß aus. Dadurch wird der Luftwiderstand reduziert, was langsam drehenden Lüfter die Arbeit erleichtert und auch einem semi-passiven Einsatz zu Gute kommen sollte. Anders als der Le Grand Macho wird der Macho Direct aber mit einem Lüfter ausgeliefert. Der TY 140 Black PWM-Lüfter läuft bereits bei 300 U/min an und erreicht eine maximale Drehzahl von 1.300 U/min. Den Schallpegel gibt Thermalright mit 15 - 21 dB(A) an. Der Lüfter soll dank seines "Enhanced Hyper-Flow Bearing" langlebig sein. Der Kühler lässt sich auf den Intel-Sockeln LGA1156/1155/2011/1150/2011-3/1151 und den AMD-Sockeln AM2/AM2+/AM3/FM1/FM2/FM2+ montieren.

Mit dem Macho Direct zielt Thermalright in erster Linie auf preisbewusste Käufer. Der vorerst nur über Mindfactory erhältliche Kühler soll eigentlich mit einer UVP von 36,99 Euro in den Handel kommen. Mindfactory listet in aktuell allerdings für 47,27 Euro.

Update 18.12.2015: Thermalright hat uns mitgeteilt, dass der Mindfactory-Preis jetzt der UVP entspricht. Dementsprechend kann der Macho Direct dort jetzt für 36,99 Euro bestellt werden.

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Kommentare (25)

#16
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Moderatorin
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Zitat BrennPolster;24147021
in der großen weiten Welt haben PC Users Intel/Amd Boxed Kühler...


Oder günstige Arctic/Cooler Master Kühler, die auch irgendwo zuverlässig ihren Dienst verrichten. :wink:
#17
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Hauptgefreiter
Beiträge: 129
Ich finde es interessant, dass es immer wieder neue "bessere" Kühler gibt, obwohl die Prozessoren ja heute eigentlich deutlich weniger verbrauchen. Wie hat man denn z.B. den guten alten Pentium D damals ohne HDT, Wasser und anderes High Tech bei Laune gehalten? Ein Mysterium. ;-)
#18
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@Blusky
Die Pentium D hatten eine TDP von 95W bis max 130W. Das ist genauso viel wie heute einige Spitzenmodelle haben. Wie man sei gekühlt hat? Mit lauten quirligen Kühlern deren 80mm Lüfter in der Regel mit 2000rpm vor sich hingerauscht sind. Oder gar mit tollen 60mm Lüftern die noch schneller unterwegs waren und noch etwas lauter. Silent Systeme gab es damals defakto eigentlich nicht und es hat auch keiner Wert darauf gelegt ;)

@HardwareHotte
Wie recht du hast. Schade so eine gute Marke langsam aber sicher gegen die Wand zu fahren.
#19
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Beiträge: 529
Wenn schon dht, ist es nicht etwas dass erst bei geköpften prozessoren seine stärken ausspielt?
#20
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Kapitänleutnant
Beiträge: 1862
Kann mir schon vorstellen, dass die DirectHP Technik Vorteile mit sich bringt, auch für den Endanwender.

Fragt sich nur wie hier die optimale WLP Verteilung funktioniert. Da ist es wohl besser die WLP am Kühler zu verteilen. Die kleinen Rillen sollten dabei möglichst ausgefüllt werden. WLP leitet ja immerhin besser als Luft.
#21
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Kein einziger High-End Kühler setzt auf DHT..... warum wohl ;)
#22
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Beiträge: 2809
Zitat gogoAustria;24148359
Kann mir schon vorstellen, dass die DirectHP Technik Vorteile mit sich bringt, auch für den Endanwender.


Die da wären?
Einen weiteren großen Nachteil von HDT sprichst du ja schon selber an. Was soll bei solchen Rillen noch Wärme leiten? Glaub da ist es egal ob da nun Luft oder WLP drinn ist.

Zitat
Fragt sich nur wie hier die optimale WLP Verteilung funktioniert. Da ist es wohl besser die WLP am Kühler zu verteilen. Die kleinen Rillen sollten dabei möglichst ausgefüllt werden. WLP leitet ja immerhin besser als Luft.
#23
Registriert seit: 08.02.2011

Flottillenadmiral
Beiträge: 4222
vielleicht, weil sonst an WLP nix mehr verdient wird?
#24
Registriert seit: 04.05.2015

Hauptgefreiter
Beiträge: 135
Zitat ASCI3;24147597
Wenn schon dht, ist es nicht etwas dass erst bei geköpften prozessoren seine stärken ausspielt?


Hier kann ich mir eher vorstellen, dass er noch weiter hinter "normale" Kühler abfällt ... Bei einer ungeköpften CPU ist ja zumindest noch das TIM vorhanden, dass die Wärme des doch recht schmalen Prozessors zumindest ein wenig an die äußeren Heatpipes weiterleitet. Wenn das TIM weg ist, hängen die äußeren Heatpipes komplett ohne Sinn da. Da können die gleich einen Macho HDT mit 3 Heatpipes anbieten, der würde bei ner geköpften CPU nicht schlechter abschneiden.
#25
Registriert seit: 03.09.2015

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Beiträge: 309
Das kann ich so nicht stehen lassen:
Zitat Stechpalme;24147362
@Blusky
Die Pentium D hatten eine TDP von 95W bis max 130W. Das ist genauso viel wie heute einige Spitzenmodelle haben. Wie man sei gekühlt hat? Mit lauten quirligen Kühlern deren 80mm Lüfter in der Regel mit 2000rpm vor sich hingerauscht sind. Oder gar mit tollen 60mm Lüftern die noch schneller unterwegs waren und noch etwas lauter. Silent Systeme gab es damals defakto eigentlich nicht und es hat auch keiner Wert darauf gelegt ;)

Soso...

Sicher - wer nicht gerade masochistisch veranlagt war, hat für ein Silentsystem seinerzeit lieber auf einen Athlon64 zurückgegriffen, die waren von der Abwärme her deutlich sozialer. Unsereiner hatte seinerzeit einen Dual-Coppermine mit Passivkühlung. Ja wirklich, zwei auf 500 MHz bei <1,5 V untertaktete PIII-667EB auf eigens modifizierten Slotadaptern mit alten Sockel-7-Kühlkörpern. Und eine entkoppelte Festplatte (dieser mehrlagige weiße Schaumstoff ist top dafür) mit untertourigem 80mm-Lüfter davor, der dann noch die Prozessoren mitgekühlt hat. Für die paar Watt hat das gereicht. Mit 110W-Netzteil so 42-44 W im Leerlauf ab Steckdose.

60mm-Lüfter auf der CPU kenne ich eigentlich nur noch aus der Generation Athlon XP, beim P4 war die Größe schon ziemlich passé.

Und natürlich sind Rechner im Schnitt deutlich leiser geworden, als die Heizeisen im Mainstream aus der Mode kamen. Vor 10 Jahren waren auch 120mm-Lüfter noch "riesig", heute völlig normal. Trotzdem - daß man für Silentsysteme große, untertourige Lüfter, Airducts und große Kühlkörper nebst definiertem Luftstrom im Gehäuse gebrauchen kann, ist nun wirklich nicht erst seit gestern bekannt. Das ist einfach Physik. Auch das Thema ATX vs. BTX war seinerzeit heiß diskutiert.

Bei HDT mitsamt nicht lückenloser Kontaktfläche sollte eigentlich klar sein, daß das nur mit Heatspreader auf dem Prozessor vernünftig funktioniert. Dafür ist der IHS (neben seiner Funktion als "Deppenschutz") ja schon dem Namen nach da - die Wärme auf eine größere Fläche verteilen, damit sie dann leicht abgeführt werden kann. Die Grundannahme dabei ist halt, daß der Prozessorhersteller den Übergang Die --> IHS besser im Griff hat als der Endverbraucher den Übergang IHS --> Kühler. Wenn also der letztere eh schon deutlich unkritischer ist, dann kann man als Hersteller auch mal HDT bringen. Als "Kontaktplatte" fungiert dann der IHS. Man verliert halt etwas Kontaktfläche (und braucht mehr WLP), und die Performance hängt zumindest grundsätzlich auch davon ab, wie gut der IHS seinen Job macht und wie gut Kontaktfläche und IHS zusammenpassen. Wenn alles gut läuft, ist es nicht viel schlechter.
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