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Orange Pi 3 H6 mit Bluetooth 5.0 und USB 3.0 vorgestellt

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raspberry3bplusShenzhen Xunlong Software hat gleich vier neue Versionen des Orange Pi in der Version 3 vorgestellt. Zusammenfassend gibt es beim Orange Pi 3 H6 viele und schelle Schnittstellen zum kleinen Preis. Die vier Versionen des Orange Pi 3 relativieren sich jedoch sehr schnell, denn sie unterscheiden sich nur durch 1 oder 2 GB an LPDDR3-Arbeitsspeicher sowie einem leeren oder mit 8 GB bestücktem eMMC-Speicherchip.

Zentrale Komponente ist der SoC aus dem Hause Allwinner. Darin verbaut sind vier CPU-Kerne auf Basis des Cortex-A53 mit jeweils bis zu 1,8 GHz. Als GPU verwendet wird eine Mali T720. Dem SoC zur Seite stehen wie gesagt 1 oder 2 GB an Arbeitsspeicher.

Recht gut bestückt ist der Orange Pi 3 H6 hinsichtlich der Schnittstellen. An Netzwerkschnittstellen vorhanden sind WLAN nach 802.11ac sowie Bluetooth 5.0. Ebenfalls mit an Bord ist ein Port für das Gigabit-Ethernet. Weiterhin bietet die kompakte Platine viermal USB 3.0 und zweimal USB 2.0. Weitere Anschlüsse können per General-Purpose-Pins (UART mit 26 Pins) realisiert werden. Für Audio- und Videosignale stehen HDMI und Klinke zur Verfügung.

Neben dem optionalen eMMC-Speicher bietet die Platine noch die Möglichkeit eine M.2-Karte zu installieren. Diese ist per PCI-Express 2.0 mit einer Lane angebunden. Die Stromversorgung erfolgt über ein externes Netzteil. Das gesamte PCB misst 64 x 90 mm.

Die Preise für das Orange Pi 3 H6 liegen je nach Ausstattung zwischen 30 und 40 US-Dollar.

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Kommentare (10)

#1
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Registriert seit: 21.01.2006

Kapitän zur See
Beiträge: 3376
Endlich wird hier mal eine interessante Hardware vorgestellt! :)
Da hole ich mir doch gleich mal noch Einen.
#2
Registriert seit: 22.09.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1570
Die Allwinner Socs sind leider bisher so schlecht supported. Kein Hardware Decoding für die App Kodi und andere Betriebssysteme. Das schränkt die Anwendungsmöglichkeiten leider ziemlich ein. Zumindest bei den Banana pi.
#3
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Registriert seit: 25.11.2009
Karlsruhe
Fregattenkapitän
Beiträge: 2846
Zitat
Für Audio- und Videosignale stehen HDMI und Klinge zur Verfügung.


Sollte das nicht Klinke heißen?
#4
Registriert seit: 17.05.2013

Obergefreiter
Beiträge: 88
Zitat RcTomcat;26763750
Die Allwinner Socs sind leider bisher so schlecht supported.


Genau das ist das große Problem an diesen Dingern und es trifft im Prinzip auf alle solche SoC-Boards zu:

Entweder man nimmt ein Image vom Hersteller. Da funktioniert dann normalerweise (aber auch nicht immer!) alle verbaute Peripherie, aber man bekommt keine Updates. Wie auch, bei dem Preis? Es gibt meistens zum Start ein binäres Linux- und/oder Android-Image und das war's. Spätestens nach einem halben Jahr sind die veraltet und es wäre grob fahrlässig, das Teil dann noch in die Nähe eines Internetanschlusses zu lassen. Einzige Ausnahme ist der Raspberry Pi - da ist zwar auch ein Teil der Firmware verplombt, aber immerhin kümmert sich die Stiftung langfristig um den Support.

Oder man versucht mit Open-Source-Systemen aus der Community zurecht zu kommen. Wenn man ein einigermaßen populäres Board kauft (was auch heißt, dass man nicht gleich zum Release zuschlagen solle), hat man i.d.R. eine ganze Weile lang Updates und kann zur Not sogar selber kompilieren. Armbian ist hier oft die beste Anlaufstelle. Allerdings haben diese Leute fast nie Unterstützung seitens der Hersteller, und müssen alles per Reverse Engineering herausfinden. Das bedeutet, dass einige Teile der Hardware nicht oder nicht zuverlässig funktionieren. Vor allem Grafik und Hardwarebeschleunigung fehlen fast immer, da Arm bzw. der Hersteller keine Informationen oder offene Treiber herausgibt. Ein Headless-System, das keine exotische Hardware auf dem Board nutzt, läuft meist gut, aber mehr halt auch nicht.

Ich warte schon lange auf ein Board mit zeitgemäßer Hardware, das Support im Mainline-Kernel hat. Es gibt ein paar Versuche in die Richtung, aber bis ich meinen Raspi ablösen kann, wird es wahrscheinlich noch eine ganze Weile dauern.
Heise warnt inzwischen regelmäßig bei Artikeln zu solchen Boards. Vielleicht sollte das hier auch so gehandhabt werden.
#5
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Registriert seit: 21.01.2006

Kapitän zur See
Beiträge: 3376
Ich nutze meine bisherigen OrangePis alle als Server, z.B. für den 3D-Drucker mit Octoprint, oder den JDownloader, und als Printserver. Dafür funktionieren sie optimal :)
#6
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Registriert seit: 15.12.2007
8XXXX
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1398
Für Octoprint reicht auch ein Pi Zero (W). Der Streamt dir sogar die WebCam und macht nen Zeitraffer draus. Da ist der OrangePI schon fast zu viel.
Schöne Hardware das neue Board, aber wie schon erwähnt ist die Communitiy/Support bei solchen Bastelrechnern essenziell und wahrscheinlich interessiert sich in einem Jahr niemand mehr für die Software/Patches dafür.
#7
Registriert seit: 17.05.2013

Obergefreiter
Beiträge: 88
Ja, für alles was mit Mainline-Linux funktioniert, sind sie super. Da würde ich sie sogar einem Raspi vorziehen, denn der braucht immer noch proprietäre BLOBs, während z.B. ein Armbian völlig quelloffen ist.
#8
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Registriert seit: 24.03.2009
Stuttgart
Hauptgefreiter
Beiträge: 248
Mich wundert njr ein Bisschen, dass die Technik da stagniert. Wir sehen seit dem Odroid C2 / Raspberry Pi 3 nur noch A53 Kerne, manchmal mit 2 schnelleren gepaart. Aber so im Großen und Ganzen fehlt mir da eine Weiterentwicklung :/
Ich habe einen inzwischen betagten Odroid XU3. Der hat zwar keinen 64bit SoC, aber kommt Leistungstechnisch an die heutzutage schnellsten Boards dran. Und seit damals ist nichts weiter passiert.

Vor allem ziehen die Boards nachwievor auch massig Strom. Ein A53 Quadcore, der, wie RPi 1 mit einem einfachen Handynetzteil betrieben werden kann (ohne besondere 3-4A Netzteile) müsste doch dank besserer Fertigung inzwischen drin sein, oder?
#9
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Registriert seit: 21.01.2006

Kapitän zur See
Beiträge: 3376
Ich denke die Netzteilvorraussetzungen werden zum guten Teil auch durch potentiell anschließbare USB-Geräte nach oben beeinflusst, und da geht man lieber sicher, als dass der Pi instabil wird, sobald man eine 2,5"-USB-HDD dran hängt. Oder gar einen dieser widerlichen Scanner, die nur noch USB für die Stromversorgung haben, und sogar am Desktop nur an einem extrafetten, superkurzen USB-Kabel am USB3-Port funktionieren.

Mein OrangePI am 3D-Drucker (glaube das war ein Orange Pi PC Plus, mit 8GB eMMC) z.b. zieht im Idle knapp 2W aus der 230V-Leitung, also weniger als 400mA aus dem 5V-Netzteil; beim Boot ging es ganz kurz bis auf 2,9W hoch, also etwa 580mA.

Dass die keine neuen Kerne verwenden könnte vielleicht an Lizenskosten liegen? Wahrscheinlich haben sie für die alten einen Vertrag, und für eine neue Architektur müssten sie wieder an AMD löhnen.
Habe gerade mal geschaut:
Auf der Sparsamkeitsschiene hat AMD bisher auch nur den Nachfolger A55 im Angebot, der etwa 20% besser liegt, was und Performance angehen. Der A57 ist schon wieder ein out-of-order Core, und ist wohl weniger effizient, weil er parallel zum A55 vermarktet wird.
#10
Registriert seit: 17.05.2013

Obergefreiter
Beiträge: 88
Für stromsparendere SoC-Boards sehe ich keine Anwendung. Wenn du was Batteriebetriebenes willst, musst du ohnehin auf Cortex-M0 oder kleiner gehen. Wenn es dagegen am Netz hängt, kommt es auf ein Viertelwatt mehr oder weniger auch nicht mehr an und du kannst stattdessen den Leuten, die mehr Leistung und Features wollen, einen Gefallen tun.

Der Stromverbrauch hängt zwar nicht nur am SoC selbst. Sieht man recht gut am Raspi3+, der bei gleichem SoC deutlich mehr zulangt als der ohne +. Aber letzten Endes sind alle diese Boards, selbst der Pi Zero, etwa zwei Größenordnungen von vernünftigem Batteriebetrieb entfernt.
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