> > > > AMD äußert sich zu Intel-Prozessoren in Project Quantum

AMD äußert sich zu Intel-Prozessoren in Project Quantum

Veröffentlicht am: von

AMD Logo 2013

Als AMD vor einigen Tagen mit Project Quantum einen eigenen, leistungsstarken Mini-PC vorstellte, sorgte das für einiges Aufsehen. Es überraschte nicht nur der außergewöhnliche Aufbau, sondern vor allem auch die Frage, welcher Prozessor zum Einsatz kommt. Obwohl verschiedene Quellen auf eine AMD-CPU verwiesen, nutzte AMD für den Prototypen offenbar ein Mainboard mit Intel-Sockel. 

Böse Stimmen unterstellten schnell, dass AMD die eigenen Prozessoren als zu schwach für das ambitionierte Vorhaben einschätzen würde. Ein offizielles Statement, dass tomshardware.com von AMD-Mitarbeitern erhalten hat, klärt jetzt über die Hintergründe auf. Demnach wird es tatsächlich möglich sein, den Mini-PC sowohl mit AMD- als auch mit Intel-Hardware zu ordern. Laut AMD ist das eine pragmatische Entscheidung. Die Nutzer würden schlicht selbst genau auswählen wollen, was für Hardware verbaut wird. Mit Project Quantum könne nur dann der ganze Markt adressiert werden, wenn AMD- und Intel-Prozessoren zur Auswahl stünden. Letztlich sei das Gesamtprodukt entscheidend und nicht, von welchem Hersteller der Prozessor stammen würde - und der wirkliche Star von Project Quantum sei ohnehin die Radeon Fury mit zwei "Fiji"-GPUs. 

AMD erkennt damit indirekt an, dass die eigenen Prozessoren nicht den Vorstellungen aller Anwender genügen. Das Unternehmen zeigt sich aber pragmatisch und bietet dann tatsächlich den eigenen Komplettrechner mit Prozessoren vom direkten Konkurrenten an. Davon profitieren nicht nur Kaufinteressenten, sondern auch die Marktchancen von Project Quantum. 

Social Links

Kommentare (8)

#1
customavatars/avatar39845_1.gif
Registriert seit: 07.05.2006
Türkei
Korvettenkapitän
Beiträge: 2072
mE die richtige Entscheidung. Hauptziel ist es ja anscheinend die Fury durch Projekt Quantum zu vermarkten.

Und bevor die Leute die Grafikkarte bzw den PC nicht kaufen weil ne AMD CPU drin ist, beisst man halt in den sauren Apfel und verkauft Hardware der Konkurrenz.

#2
Registriert seit: 09.05.2012

Oberbootsmann
Beiträge: 825
Zitat mehmi;23609417
mE die richtige Entscheidung. Hauptziel ist es ja anscheinend die Fury durch Projekt Quantum zu vermarkten.

Und bevor die Leute die Grafikkarte bzw den PC nicht kaufen weil ne AMD CPU drin ist, beisst man halt in den sauren Apfel und verkauft Hardware der Konkurrenz.


Genauso ist es. Marktstrategisch die einzig sinnige Entscheidung, solange noch kein ZEN Prozzi da ist. Auch dann sollte man dem Kunden die Wahl geben.
#3
Registriert seit: 11.05.2009
Ludwigsburg
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1468
ist wirklich schade das ganze. Denke aber das AMD alles richtig macht.
#4
customavatars/avatar43329_1.gif
Registriert seit: 21.07.2006
Mainz-KH
Kapitän zur See
Beiträge: 3963
Keine kurzsichtige entscheidung sondern was realistisch eingeschätztes.
Das ist selten geworden.
Mein Respekt für die Entscheidung :)
#5
customavatars/avatar88089_1.gif
Registriert seit: 27.03.2008
Hannover
Vizeadmiral
Beiträge: 8040
Interressanter Kasten, klein, kühl genug, 2 GPUs gleich mit dabei, fragt sich nur, wie teuer das ganze werden soll. Denke Auf/Umrüstung wäre auch nicht mehr möglich, da wassergekühlt, ansonsten wäre es auf solch engem Raum auch nicht möglich die Hardware halbwegs sinnvoll zu kühlen.

Sollte man jedoch, wieder erwarten das System aufrüsten können, weil neue CPUs/GPUs so gebaut werden, dass die alten Kühler immer noch passen, wäre das für einige sicherlich eine schicke Alternative. Der große schwarze Box im Trailer neben dem Gehäuse ist, so nehme ich an, das externe Netzteil, das kann nämlich unmöglich noch hinein gepasst haben.

CPUs vom Konkurrenten anzubieten ist die einzig korrekte Entscheidung, so lange AMD mit ihren Prozessoren nicht auf Augenhöhe ist.
#6
customavatars/avatar183273_1.gif
Registriert seit: 01.12.2012
Rheinhessische Schweiz
Kapitänleutnant
Beiträge: 2040
AMD möchte ja generell mit anderen Firmen eher zusammenarbeiten als gegen sie zu kämpfen. Z.B. FreeSync oder Mantle. Einzige Lizenzen teilen sich die beiden (Intel und AMD) ja schließlich auch. AMD ist eigentlich ein großes Vorbild was Zusammenarbeit in dieser Branche angeht. Ich finde es generell gut, dass sie es ermöglichen den Quantum auch als Intel Variante bestellen zu können. Sorgt für generell mehr Interesse bei Kunden die nun mal solch kleine Systeme mögen aber keine AMD Prozessore haben wollen (aufgrund der Performance oder einfach weil sie im blauen Lager sich wohl fühlen). Ich könnte wetten, dass nur wenige verkauft werden würden, wenn nur die aktuellen AMDs zur Auswahl stehen würden. Ok, da bleibt natürlich jetzt noch die Frage offen, ob denn überhaupt jemand so einen Fertig PC haben möchte.
#7
Registriert seit: 01.12.2012

Hauptgefreiter
Beiträge: 147
Muss sagen dass mir AMD immer sympathischer wird. Die sind ja nun schon sehr in Sachen open Source unterwegs, wie SkyL1nE schon schrieb. Jetzt auch noch die Einsicht, dass die eigenen CPUs nicht für jeden das richtige sind, und das auch noch öffentlich zugeben. Eine leider seltene Offenheit, die ich nur unterstützen kann!

LG
RMG
#8
customavatars/avatar218727_1.gif
Registriert seit: 22.03.2015
NRW
Bootsmann
Beiträge: 569
good Job Amd good job.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Intels stärkster NUC: Hades Canyon im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL-HADES-CANYON

    Mit den Core-Prozessoren mit Radeon-RX-Vega-M-Grafik wurde Anfang des Jahres die erste Zusammenarbeit zwischen den beiden Kontrahenten vorgestellt. AMD hielt sich etwas zurück, schließlich ist es ein Produkt auf dem Intel als Hersteller genannt wird. Wohl aufgrund fehlender eigener... [mehr]

  • Mega-Roundup: 9 aktuelle ZBOX-Systeme in 10 Blockbuster-Spielen getestet

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/ZOTAC_ZBOX_ROUNDUP2018-TEASER

    In Kooperation mit ZOTAC Im Dezember veröffentlichten wir in Zusammenarbeit mit ZOTAC und Sapphire zwei umfangreiche Round-Up-Artikel, in denen wir nahezu jedes aktuelle Grafikkarten-Modell mit den neuesten Blockbuster-Spielen testeten. Gleiches wollen wir nun mit einer Auswahl an aktuellen... [mehr]

  • Buyer's Guide 2018: Bauvorschlag für einen 3.300-Euro-Rechner

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/BUYERS_GUIDES_2018_HIGHEND-TEASER

    Nach unseren beiden ersten Buyer's-Guide-Rechnern für rund 800 und 1.600 Euro legen wir nun eine weitere Schippe oben drauf und verdoppeln das Budget ein zweites Mal. Im dritten und letzten Teil unserer Buyer's Guides 2018 bauen wir einen Spielerechner für etwa 3.300 Euro und... [mehr]

  • Buyer's Guide 2018: Bauvorschlag für einen 1.600-Euro-Rechner

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/BUYERS_GUIDES_2018_MITTELKLASSE-TEASER

    Vorgestern veröffentlichten wir den ersten Teil unserer diesjährigen Buyer's Guides. Darin machten wir einen Bauvorschlag für einen Gaming-PC im Gesamtwert von etwa 800 Euro. Im heutigen zweiten Teil verdoppeln wir das Budget auf rund 1.600 Euro und verbauen noch einmal deutlich schnellere... [mehr]

  • Buyer's Guide 2018: Bauvorschlag für einen 800-Euro-Rechner

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/BUYERS_GUIDES_2018_EINSTEIGER-TEASER

    Es hat fast schon Tradition: Bereits zum vierten Mal in Jahresfolge veröffentlichen wir im Rahmen unserer "Buyer's Guides" insgesamt drei Bauvorschläge für Spiele-PCs unterschiedlicher Preis- und Leistungsklassen. In diesem Jahr haben wir die Preisstufen auf 800, 1.700 und 3.300 Euro... [mehr]

  • Corsair One i160 im Test: High-End-Gaming mit Turing und Core i9 perfektioniert

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/CORSAIR_ONE

    Im März 2017 wagte Corsair den Einstieg in den hart umkämpften Markt der Komplettsysteme und setzte sich vor allem dank eines kompakten Tower-Gehäuses, potenter High-End-Hardware und einer leistungsstarken und zugleich leisen Kühlung von der Konkurrenz ab. Wir zückten damals nicht ohne... [mehr]