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Valve plant Steam-PC für den Wohnzimmereinsatz

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steamValves Steam hat sich als als wichtige Vertriebsplattform für Spiele und seit Oktober auch für Produktivsoftware etabliert. Allerdings könnte Valve diese Plattform durchaus bedroht sehen. Sowohl Windows als auch Mac OS entwickeln sich zu geschlossenen Ökosystemen mit eigenen App-Stores. Um dieser Entwicklung zu begegnen, scheint Valve nun den eigenen Steam-PC mit Linux-Betriebsystem zu planen.

Erst Anfang November konnten wir melden, dass der geschlossene Betatest eines Linux-Clienten für Steam gestartet wurde. Man konnte das Linux-Engagement von Valve als Imagepflege oder Nettigkeit gegenüber der Linux-Gemeinde abtun. Aber es sieht ganz danach aus, als ob Valve weiterführende Pläne mit Linux hätte. Das Unternehmen ermuntert Hardwarehersteller wie NVIDIA, AMD und Intel, Linux-Treiber anzubieten. Schon jetzt sollen Valve-Spiele unter Linux schneller als unter Windows laufen. Der nächste Schritt könnte laut einem Artikel von The Verge sein, ein eigenes Steam-Linux zu entwickeln. Vergleichbar wäre dieser Schritt mit der Kindle Fire-Plattform, für die Amazon auf ein stark angepasstes Android zurückggreift. Das Steam-Linux würde natürlich die Nutzung von Steam in den Vordergrund stellen und wäre ein ähnliches Konsum-Betriebsystem wie das Amazon-Android. Mit diesem Schritt würde sich Valve von den Entwicklungen bei den anderen Betriebssystemen unabhängiger machen.

Aber die mutmaßlichen Valve-Pläne könnten noch weitergehen und sich auch auf Hardware erstrecken. Dabei scheint es denkbar, dass Valve diversen Hardware-Partnern verschiedene Vorgaben wie minimale Spezifikationen macht und dann selbst das Betriebsystem stellt. Es gibt schon länger Gerüchte über eine mögliche "Steam Box". Die Kombination aus eigener Hardware und eigenem Steam-OS würde Valve maximale Unabhängigkeit sichern.

In einem Interview von Kotaku mit Valve-Boss Gabe Newell zeichnet sich ab, wie Valve sich den Einsatz der "Steam Box" vorstellt. Valve arbeitet demnach daran, das der PC besser im Wohnzimmer genutzt werden kann. Newell deutet auch an, dass Hersteller HPTCs anbieten könnten, die Steam am TV nutzbar machen und dann direkt mit den Next-Gen-Konsolen von Microsoft, Sony und Nintendo konkurrieren würden.

Die kürzlich eingeführte Big Picture-Funktion von Steam machte schon deutlich, dass sich Valve den Einsatz von Steam auf dem HPTC vorstellen kann:

Zur Hardware dieser mutmaßlichen "Steam Box" äußerte der Valve-Chef, dass es sich um sehr kontrollierte Zusammensetzungen handeln wird.     

Well certainly our hardware will be a very controlled environment. If you want more flexibility, you can always buy a more general purpose PC.

Zur Software machte Newell hingegen keine Angaben. Dementsprechend müssen die Mutmaßungen von The Verge zum Linux-basierten Steam-OS noch als Mutmaßungen gesehen werden - auch wenn sie durchaus logisch scheinen.

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Kommentare (18)

#9
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Registriert seit: 08.02.2009
Wittelsbacher Land
Flottillenadmiral
Beiträge: 4581
Zitat rossi94;19856283
Linux = kein DirectX = kein Zocken -> war schon immer so, und scheint auch so zu bleiben :(

Ansonnsten ist Linux schneller, stabiler, günstiger und flexibler ..


Stabiler würde ich nur die Enterprise Edition(s) sehen. Sowas wie Mint, Ubuntu, Fedora empfinde ich nicht als 100% Rockstable. Gibt einige Kernelfehler mit ungewollten Shutdowns oder Dumps. Entscheidender Punkt sie kosten nichts. Wenn Spiele -und Treiberersteller auf Linux wechseln, würde es einen ordentlichen Schub bekommen.
#10
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Registriert seit: 19.07.2012
Hamburg
Stabsgefreiter
Beiträge: 264
Wenn man endlich gescheit mit Linux zocken kann heißt es auf nimmer wiedersehen Windows!!!
#11
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Registriert seit: 19.09.2003
Marl
Leutnant zur See
Beiträge: 1034
Naja, bisher nichts als Mutmaßungen. Mal abwarten, was davon bestand haben wird.
#12
Registriert seit: 17.06.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 419
Durchaus denkbar wäre auch ein entsprechend angepasstes Windows Embedded(7?)

Die Vorteile: DirectX und gängige Treiber könnten genutzt werden; der Nachteil: man müsste pro verkauftem Gerät ein paar Euro an MS abdrücken.
#13
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Registriert seit: 16.09.2011
Schweiz
Vizeadmiral
Beiträge: 7690
Mal sehen was da kommt.
#14
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Registriert seit: 16.01.2010

Bootsmann
Beiträge: 745
Wenn mich nicht alles täuscht läuft ts2 doch genau so auf der source engine wie alle anderen hl2 mods wie zB cs:s und dod:s usw.
Also sollten sich zumindest diese Spiele relativ einfach portrieren lassen.
hl1 und mods hat man immer schon im opengl modus gespielt und sind daher auch kein Problem :)

Ich hoffe schwer, dass sich das gut in die richtige richtung entwickelt.

Und im übrigen heißt das HTPC und nich HPTC.
#15
Registriert seit: 19.08.2012

Gefreiter
Beiträge: 41
Zitat rossi94;19856283
Linux = kein DirectX = kein Zocken -> war schon immer so, und scheint auch so zu bleiben :(

Ansonnsten ist Linux schneller, stabiler, günstiger und flexibler ..


Das halte ich fuer ein Geruecht. Ich hatte erheblich mehr Abstuerze und Programmfehler in den letzten Jahren unter Linux als unter Windows.
Und bei meinen Testlaeufen fand ich teilweise Linux um den Faktor 10 langsamer als Windows, vor allem bei nicht so potenter Hardware.
Und versuche mal weniger versierte Leute fuer ein Linux zu begeistern, wenn schon das Starten von der LiveCD/DVD zum Zitterakt wird. Habe immer einen Stapel davon dabei wenn sowas ansteht, irgendeine funktioniert meistens.
Bleibt noch der Punkt guenstiger. Aber bei 29€ fuer ein Win8 und staendiger Bombardierung mit der Tatsache, dass XP bald nicht mehr unterstuetzt wird, fragen viele nicht zweimal.
#16
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Registriert seit: 22.03.2007

Stabsgefreiter
Beiträge: 338
Bin mal gespannt, wie sich das entwickelt. Besonders im Hinblick auf den restlichen Steam-Katalog, der nicht von Valve stammt. Wäre den meisten Anwendern wohl eher schwierig zu vermitteln, das ca. 98% der bereits gekauften Spiele nicht auf der neuen Steam-Box laufen (falls dann Linux eingesetzt wird).
#17
customavatars/avatar89737_1.gif
Registriert seit: 17.04.2008

Vizeadmiral
Beiträge: 8052
Für Entwickler ist es ein deutlicher Vorteil ohne Mehraufwand und Lizenzkosten auf der Steam "Konsole" und dem Linux Desktop gleichzeitig vertreten zu sein. Denn die werden ja den gleichen Client nutzen.

Jeder kann sich natürlich dann seine eigene Steam Konsole/HTPC bauen und direkt in ein mediacenter (zb. XBMC) booten. So gibts dann auch keine unter Umständen unnötige Desktopumgebung die ressourcen frisst, du kannst Linux ja so anpassen wie du lustig bist.

Zudem muss sich openGL nicht vor DirectX verstecken, das kann locker mithalten. Valve beschäftigt übrigens denjenigen der SDL für Linux entwickelt hat, das ist eine library die eine DirectX ähnliche Umgebung aus Audio, Grafik und Controller Schnittstellen bereitstellt und auf openGL aufsetzt um es Entwicklern einfacher zu machen.

#18
customavatars/avatar145689_1.gif
Registriert seit: 24.12.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1572
zitat aus dem Video: A TV Web Browser, that doesn`t suck :lol:
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