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IDF 2012: Die Zukunft der All in One-Systeme

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idflogo2012Während des IDF setzen sich gleich mehrere Präsentationen mit dem Thema All in One (AIO) auseinander. Intel sieht einen Wandel des klassischen Desktopsystems hin zu All in One-Systemen. Dabei hat Intel allerdings nicht einfach klassische All in Ones vor Augen, die praktisch einfach den Rechner in das Bildschirmgehäuse integrieren.

Stattdessen wird mit zwei großen Schlagworten eine Vision beschrieben. "Adaptive AIO" sieht diese Systeme flexibler werden. Ein Beispiel dafür ist sicher Sonys VAIO Tap 20, den wir auf der IFA in Augenschein nehmen konnten. Dieses System kann dank eines integrierten Akkus praktisch auch als überdimensioniertes Tablet genutzt werden und ist zumindest innerhalb der Wohnung einigermaßen mobil nutzbar. Laut Intel soll der Bildschirmständer von All in Ones zunehmend zur Docking-Station werden, die zum Laden des Geräts dient und weitere Anschlussmöglichkeiten bietet. Zur Kommunikation zwischen Bildschirm- und Dock-Modul können Thunderbolt und PCIe x16 dienen.

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Das bringt uns schon zum nächsten Schlagwort: "Natural and Intuitive Interactions". Die Touch-Bedienung, die gerade mit Windows 8 an Bedeutung gewinnen wird, ermöglicht eine intuitivere Bedienung. Daneben sollen aber auch Sprach- und Gestensteuerung sowie Gesichtserkennung für eine natürlichere Steuerung des Rechners sorgen.

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Insgesamt sollen zukünftige All in Ones sich zu deutlich flexibleren Systemen weiterentwickeln und durch intuitivere Bedienung eine veränderte Nutzererfahrung bieten. Auffällig an diesem Konzept sind die Überschneidungen zu Tablets mit Docking-Stationen und zu Notebooks mit abnehmbarem bzw. umklappbarem Display - die Grenzen zwischen den einzelnen Gerätekategorien verschwimmen da zusehends. 

Neben diesem Blick in die Zukunft kommen auf dem IDF aber auch bodenständigere Überlegungen zum Thema All in One zur Sprache. Intel liefert konkrete Absatzzahlen für dieses Marktsegment, die konstant ansteigen. Von etwas über 5 Millionen Geräten im Jahr 2009 auf derzeit knapp 15 Millionen Geräte bis hin zu vorraussichtlich über 20 Millionen All in Ones im Jahr 2015. Potential hat dieses Marktsegment außerdem, weil die Systeme im Schnitt teurer sind als ein einfacher Desktop-Rechner (ohne Bildschirm, Eingabegeräte etc.). Während der durchschnittliche Desktop-PC für 550 Dollar verkauft wird, kostet der durchschnittliche AIO 950 Dollar.

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Intel möchte mit eigenen Standards Leitlinien für die weitere Entwicklung des Segments setzen. Speziell geht es um das Thin Mini-ITX-Format, dass Intel bereits seit einiger Zeit propagiert. Die Bauhöhe des Mainboards und des I/O-Shields liegt anders als bei Mini ITX nicht bei 44, sondern bei nur noch 25 mm. Entsprechende Mainboards, CPU-Kühler und Gehäuse sind bisher nur von wenigen Herstellern verfügbar - einige kann man zumindest in unserem Preisvergleich finden.

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2013 sollen die neuen Intel Haswell-Prozessoren auch in den All in Ones eingesetzt werden. Intel verspricht, dass die Sockel LGA 1150-CPUs in Kombination mit der Shark Bay-Plattform für mehr Leistung und geringeren Stromverbrauch sorgen werden. Sparsame Modelle mit 15 Watt TDP sind leicht zu kühlen und ermöglichen extrem geringe Bauhöhen.

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Das All in One-Segment wird meist etwas stiefmütterlich behandelt. Intel hebt auf dem IDF aber das Potential dieser Systeme hervor und zeigt auf, wie sie in Zukunft weiterentwickelt werden könnten.

 

 

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