> > > > GTC 2016: Supercomputer rüstet in der Schweiz auf Tesla P100 um

GTC 2016: Supercomputer rüstet in der Schweiz auf Tesla P100 um

Veröffentlicht am: von

nvidia gtcNach der Vorstellung des Tesla P100 GPU-Beschleuniger war es nur eine Frage der Zeit, bis auch die ersten Ankündigungen zu Umrüstungen bei Supercomputern eintrudeln werden. Genau dies ist nun geschehen, denn das Swiss National Supercomputing Center (CSCS) in Lugano in der Schweiz gibt bekannt, dass man Europas schnellsten Supercomputer, den Piz Daint auf Tesla P100 GPU-Beschleuniger umrüsten wird. Damit soll die Leistung des Supercomputer mehr als verdoppelt werden.

Piz Daint liefert derzeit eine Rechenleistung von 7,8 PFLOPS und liegt damit auf dem 7. Platz der Top500-Liste. Gegen Ende des Jahres soll diese Leistung aber deutlich nach oben geschraubt werden, denn das Swiss National Supercomputing Center gibt bekannt, das bis dahin 4.500 Pascal-GPUs dort arbeiten sollen. Angaben zur geplanten Rechenleistung macht das CSCS nicht, 4.500 Tesla P100 GPU-Beschleuniger erreichen aber eine Rechenleistung von 23,85 PFLOPS bei doppelter und 47,7 PFLOPS bei einfacher Genauigkeit. Demnach dürfte der komplette Supercomputer auf ähnliche Werte kommen und macht in der Top500-Liste einen großen Sprung nach vorne.

Piz Daint wird unter anderem dazu genutzt Daten aus dem Large Hadron Collider des CERN auszuwerten. Auch Forschungen für das kognitive Computing, Geophysik, Kosmologie und die Materialforschung werden durch Piz Daint unterstützt.

"We are taking advantage of NVIDIA GPUs to significantly accelerate simulations in such diverse areas as cosmology, materials science, seismology and climatology," sagt Thomas Schulthess, Professor für Computational Physik an der ETH Zurich und Direktor des Swiss National Supercomputing Center. "Tesla accelerators represent a leap forward in computing, allowing our researchers to solve larger, more complex problems that are currently out of reach in a host of fields."

Im Laufe des Jahres dürften noch zahlreiche weitere Forschungsinstitute und Betreiber von Supercomputern ein Update ihrer Systeme ankündigen. Ob diese dann auch schon auf der nächsten Top500-Liste auftauchen, bleibt abzuwarten.