> > > > Zweiter Frisörtermin - AMD präsentiert TressFX 2.0

Zweiter Frisörtermin - AMD präsentiert TressFX 2.0

Veröffentlicht am: von

AMD Gaming EvolvedMit TressFX präsentierte AMD Anfang des Jahres eine Technologie zur dynamischen Berechnung von Haaren. Erstes und bisher einziges Spiel das TressFX verwendet, ist Tomb Raider. Auf der APU14 hat man nun die zweite Generation vorgestellt, die nicht nur noch realistischer und komplexer sein soll, sondern die Technologie auf weitere Objekte wie z.B. Gras ausweitet. TressFX 1.0 besitzt bereits rudimentäre Berechnungen, unter anderem Per-Pixel Linked-List-Datenstrukturen (PPLL), um das Rendering und den Speicherverbrauch stemmen zu können. DirectCompute wird zusätzlich auch für die Physik-Berechnung der Haare genutzt. Dementsprechend zeigt sich auch der Einfluss von Schwerkraft, Bewegungen oder Wind auf die Haare. Auch die Beleuchtung auf jeder einzelnen Haarsträhne sorgt erst für einen realistischen Eindruck der selbigen.

AMD TressFX 2.0
AMD TressFX 2.0

Mit TressFX 2.0 führt AMD neben dem A-Buffer noch einen K-Buffer bzw. verbessert diesen. Der A-Buffer zeichnet sich für das Rendering eines jeden Haares verantwortlich. Auf den Vertex- und Pixel-Shader folgt das Anti-Aliasing und letztendlich enthält jedes Teilstück eines Haares Informationen über die Länge, ob es abgedeckt wird oder nicht, ob es von anderen Haaren berührt wird oder nicht und über das folgende Teilstück. Der K-Buffer fügt noch weitere Informationen hinzu. Unter anderem wird mit diesen eine realistischere Beleuchtung möglich, da Licht und Schatten für jedes einzelne Haar berechnet werden können. Transparente Haare, die übereinander liegen, sind an diesen Stellen natürlich deutlich dichter und lassen weniger Licht durch. Auch dies wird durch den K-Buffer möglich.

AMD TressFX 2.0
AMD TressFX 2.0

Um die Performance zu verbessern, kann TressFX 2.0 die Anzahl der Haare in Abhängigkeit zur Entfernung des Betrachters reduzieren. Das Level Of Detail (LOD) ermöglicht es, ein dichteres Haar zu simulieren, in dem die einzelnen Haare einfach dicker dargestellt werden.

AMD TressFX 2.0
AMD TressFX 2.0

In eigenen Benchmarks zeigt AMD den Unterschied zwischen TressFX 1.0 und 2.0 auf einer Radeon R9 290 und R9 280X. Für die "Hawaii"-GPU mit GCN-2.0-Architektur - Radeon R9 290 - bedeutet dies, dass die gesamte Renderzeit von zwei auf eine Millisekunde sinkt. Das A-Buffer wird anstatt in 1,3 ms mit TressFX 2.0 in weniger als 0,3 ms ausgeführt. Dafür steigt die Renderzeit des K-Buffers leicht von 0,6 auf 0,7 ms. Auf der Radeon R9 280X mit GCN 1.0 sinkt die gesamte Renderzeit von 2,7 auf 1,1 ms. Der A-Buffer wird sogar in 0,4 anstatt 2 ms ausgeführt. Für den K-Buffer zeigen sich wiederum nur geringe Unterschiede.

In welchen Spielen TressFX 2.0 erstmals umgesetzt werden soll, ist bisher nicht bekannt.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (3)

#1
Registriert seit: 15.08.2013

Matrose
Beiträge: 5
Wie ich finde doch sehr interessant, die Haare sind mir ja eigentlich egal, aber freue mich schon aufs Gras :D
#2
customavatars/avatar47558_1.gif
Registriert seit: 19.09.2006

Hauptgefreiter
Beiträge: 142
Fands in Tomb Raider eher unrealistisch wenn sich die Haare physikalisch wie immer gewaschene bewegen wo Lara selbst immer dreckverkrustet rumwuselt, wenn dann kleben alle Haare zusammen und da wuschelt nichts.
#3
customavatars/avatar155918_1.gif
Registriert seit: 25.05.2011
Lippe
Oberbootsmann
Beiträge: 656
Ja, das ist mir auch aufegfallen, aber doch deutlich besser als diese einzelnen Stränge, welche ja doch sehr unrealistisch aussehen. Aber dennoch eine gut umgesetzte Idee.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Sapphire Radeon RX Vega 64 Nitro+ im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAPPHIRE-VEGA

    Heute ist es endlich soweit: Wir können uns das zweite Custom-Design der Radeon RX Vega anschauen. Dabei handelt es sich um die Sapphire Radeon RX Vega 64 Nitro+, die besonders durch die Kühlung auf sich aufmerksam machen will. Drei Slots, drei Axiallüfter und sogar eine spezielle... [mehr]

  • NVIDIA Titan V: Volta-Architektur im Gaming-Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/NVIDIA-TITANV

    In der letzten Woche hatte NVIDA noch eine Überraschung für uns parat: Die brandneue NVIDIA Titan V wurde vorgestellt. Damit gibt es das erste Consumer-Modell mit der neuen Volta-Architektur, das auch für Spieler interessant sein kann, in erster Linie aber auch professionelle Nutzer ansprechen... [mehr]

  • Die GeForce RTX 2080 Ti und RTX 2080 Founders Edition im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/GEFORCERTX2080

    Heute nun ist es endlich soweit und wir präsentieren die vollständigen Leistungsdaten und Messwerte zu den beiden ersten Karten der GeForce-RTX-20-Serie von NVIDIA. Nach der Vorstellung der Pascal-Architektur im Mai 2016 sind die neuen Karten für NVIDIA in vielerlei Hinsicht ein... [mehr]

  • Kleiner Turing-Ausbau: Gigabyte GeForce RTX 2070 WindForce 8G im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/GIGABYTE-RTX2070-WINDFORCE-LOGO

    Gestern war es soweit und mit der GeForce RTX 2070 startet die vorerst "kleinste" GeForce-RTX-Karte der neuen Serie von NVIDIA. Mit der Gigabyte GeForce RTX 2070 Windforce 8G haben wir ein Partnermodell im Test, denn die Founders Edition ist bislang noch nicht verfügbar. Erwartet wird die GeForce... [mehr]

  • PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil im Test

    Heute wollen wir unsere Artikelübersicht zu den Custom-Modellen der Radeon RX Vega abrunden, denn mit der PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil steht uns das Modell eines weiteren AMD-Exklusivpartners zur Verfügung. Das erste Mal haben wir nun auch die Gelegenheit uns eine solche Variante auf... [mehr]

  • Die GeForce RTX 2080 Ti leidet offenbar an erhöhter Ausfallrate (6. Update)

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/GEFORCERTX2080TI

    Reddit und diverse Foren laufen heiß, denn seit einigen Tagen mehren sich die Berichte, nach denen es bei der GeForce RTX 2080 Ti zu einer erhöhten Ausfallrate kommt. Bestätigt ist dies bislang nicht, auch weil belastbare Zahlen fehlen und diese sicherlich nur durch NVIDIA selbst oder die... [mehr]