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Auf GeForce GTX Titan folgt GeForce GTX Kronos - Update

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Bis zum Start der nächsten Grafikkarten-Generation von AMD und NVIDIA werden noch einige Wochen und Monate durchs Land ziehen. Während AMD inzwischen offiziell bestätigt hat, die Radeon-HD-8000-Familie erst gegen Ende des Jahres zu enthüllen, hat NVIDIA die Wartezeit auf die GeForce-GTX-800-Reihe verkürzt und die GeForce GTX Titan (Zum Hardwareluxx-Test) ins Rennen um die schnellste Grafikkarte geschickt. Doch damit nicht genug: Neben einer kleineren GeForce GTX Titan, die mit einigen Shadereinheiten weniger, langsameren Taktraten und einem kleineren Videospeicher auskommen soll, soll die kalifornische Grafikschmiede noch in diesem Jahr eine neue Dual-GPU-Grafikkarte präsentieren und damit den offiziellen Nachfolger der GeForce GTX 690 in den Handel schicken. Das haben wir bei einem engen NVIDIA-Partner während einer Geschäftsreise durch Taiwan erfahren.

Demnach soll das kommende Grafikmonster auf zwei GK110-Chips aufbauen, die im Vergleich zur GeForce GTX Titan allerdings etwas beschnitten wurden – die brachiale Abwärme und Leistungsaufnahme von über 7,1 Milliarden Transistoren je GPU müssen erst einmal abgeführt werden. Wie bei der GeForce GTX Titan Light, die ebenfalls schon seit einigen Wochen durch die Gerüchteküche schwirrt, soll NVIDIA deswegen die Anzahl der Shadereinheiten deutlich reduzieren. Dem Rotstift zum Opfer fallen, dürfte allerdings nicht nur ein SMX-Cluster. Gleich zwei sollen gestrichen werden. Im Vergleich zum aktuellen Topmodell würde sich die Anzahl der CUDA-Cores damit von ehemals 2688 auf nun 2304 Rechenkerne reduzieren, was zufolge hätte, dass auch weniger Textur-Units zur Verfügung stünden.

Bei der GeForce GTX Titan sind insgesamt 14 SMX-Cluster mit je 192 ALUs und 16 TMUs anzutreffen. Dieser Aufbau soll sich auch bei der Dual-GPU-Version nicht verändern. Hier stehen allerdings nur noch zwölf der SMX-Cluster zur Verfügung und damit nur noch 194 Textureinheiten statt 224 Texture-Units.

Beim Speicherausbau soll NVIDIA dafür nicht zum Rotstift greifen. Anders als bei der GeForce GTX Titan Light oder wie sie auch immer heißen mag, stehen dem Speicher noch immer sechs 64-Bit-Controller zur Seite Damit könnten die beiden Grafikprozessoren des kommenden Dual-GPU-Monsters auf jeweils 6 GB GDDR5-Speicher samt 384 Bit zurückgreifen. Die Taktraten sollen sich weiterhin auf 1502 MHz belaufen. Die Frequenzen des Chips hingegen sind noch nicht ganz final, genannt wurden uns Frequenzen zwischen 650 bis 750 MHz.

Hardwareluxx enthüllt die GeForce GTX Titan Dual oder auch die GeForce GTX Kronos
Eigentlich hassen wir selbst kleine, qualitativ minderwertige Bilder, die irgendetwas belegen sollen. Aus Angst, Rückschlüsse auf unseren Informanten zu geben, machen wir es jetzt aber selbst. Hier ein erstes Bild der GeForce GTX Kronos

Aus Marketing-Sicht ist der 3D-Beschleuniger damit ein wahres Grafik-Monster, das alle bisherigen Modell deutlich in den Schatten stellen dürfte: Satte 4608 Shaderinheiten, üppige 12 GB Videospeicher und ein 768 Bit breiter Datenbus lassen die Herzen einiger Marketing-Menschen sicherlich etwas höher schlagen.

Bleibt nur noch zu klären, unter welchem Namen das kommende Monster in die Schlacht segeln darf. Wie auch bei der GeForce GTX Titan soll sich NVIDIA der griechischen Mythologie bedienen. Unseren Informationen zufolge soll die für das dritte Quartal erwartete Grafikkarte als GeForce GTX Kronos auf den Markt kommen. Kronos galt in der griechischen Mythologie als der Begründer des goldenen Zeitalters und war der Jüngste unter den zwölf Titanen-Brüder. Die Titanen hatten es während ihrer Kindheit nicht leicht und verdankten ihr Leben ihrer Mutter Gaia. Sie war es, die die zwölf Titan-Brüder vor ihrem Ehegatten Uranos versteckte und ihnen so das Leben schenkte. Aus purem Hass verbrannte Uranos seine ersten beiden Kinder, Kyklopen und Hekatoncheiren, auf dem Tartaros.

Viele Jahre später überredet Gaia Kronos dazu, ihren Gatten und seinen Vater Uranos mit einer Sichel zu entmannen und entmachten. Folgsam wie Kronos war, ging er der Bitte nach und wurde so zum Herrscher der Welt und Begründer des goldenen Zeitalters, eine Zeit, in der die sozialen Verhältnisse ideal und Kriege, Verbrechen und Laster den Menschen unbekannt waren. Ihre bescheidenen Bedürfnisse wurden von der Natur erfüllt. Ein Grund, warum zu Kronos Ehren vor allem auf ländlichen Regionen lange Zeit ein eigenes Fest gefeiert wurde: Die Kronien.

Die GeForce GTX Kronos soll im dritten Quartal offiziell an den Start gehen.

Update:

Wer die Hardwareluxx-Redaktion kennt, der weiß, dass von uns nie geleaked oder gespoilert wird. So ist es natürlich auch heute gewesen: Die GeForce GTX Kronos dürfte wohl wie ihr Namensvetter aus der griechischen Mythologie ein schnelles Ende als Herrscher der Welt und damit unter den Grafikkarten nehmen. Wie sein Vater wurde auch Kronos von seinem eigenen, ebenfalls von der Mutter versteckten Sohn auf entmannt und entmachtet.

Also: April, April! ;-)