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Neue Intel SSD DC P4500 und P4600 basieren auf TLC-NAND

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Intel hat mit der Intel SSD DC P4500 und P4600 zwei neue SSDs für den Einsatz im Enterprise-Segment vorgestellt. Mit dieser neuen Serie setzt Intel vollständig auf 20-nm-TLC-NAND, zuvor kam häufig noch MLC-NAND zum Einsatz. Dies klingt zunächst wie in ungewöhnlicher Schritt, macht bei genauem Hinsehen und beim gewählten Einsatzzweck aber durchaus Sinn.

Wohl wichtigstes Argument ist, dass Intel die Speicherdichte mit 384 GBit (48 GB) pro Speicher-Die mit TLC-NAND deutlich gegenüber dem Einsatz von MLC-NAND mit 128 GBit (16 GB) steigern konnte. Die Intel SSD DC P4500 startet mit 1 TB Speicherkapazität, bei der Intel SSD DC P4600 geht es bei 1,6 TB los. Die maximale Speicherkapazität beläuft sich auf 4 bzw. 3,2 TB – gegen Ende des Jahres soll die Intel SSD DC P4500 bis zu 8 TB erreichen.

Zusammen mit den SSDs führt Intel auch einen neuen Controller ein. Dieser besitzt unter anderem nicht das Speicherlimit von 2 TB. Diesen Umstand umging Intel bisher mit einem Dual-Controller-Design, was in der DC-P4000-Serie nicht mehr notwendig ist. Der neue Controller ist in der Lage bis zu 16 TB zu adressieren. Die Anzahl der Kanäle, über die der Controller mit den Speicherchips sprechen kann, wird von 18 auf 12 reduziert. Allerdings steigt die Bandbreite pro Kanal durch den Einsatz des ONFI-4.0-Interfaces. Damit erreicht Intel eine Bandbreite von maximalen 3.290 MB/s für die Intel SSD PC P4500 und 3.280 MB/s für die Intel SSD DC P4600 beim Lesen von sequentiellen Daten. Für das Schreiben werden 1.890 bzw. 2.100 MB/s angegeben. Die IOPS sollen bei über 700.000 für das Lesen und 68.000 oder 257.000 für das Schreiben von Daten liegen.

Die Leistungsaufnahme der beiden SSDs liegt bei rund 10 W beim Lesen und 20 W beim Schreiben von Daten. Eine Verbesserung gibt es beim Power Management, denn anders als die Vorgänger, die nur ein einfaches thermisches Drosseln unterstützten, können die neuen SSDs in verschiedene Power States versetzt werden. Dies versetzt sie in die Lage ihre Leistung je nach Last anzupassen – was auch Auswirkungen auf den Verbrauch hat.

Die neuen SSDs unterstützen zudem das NVMe Management Interface. Damit haben Server mit Intelligent Platform Management Interface vollen Zugriff auf die SMART-Daten der SSD und können auch unabhängig vom verwendeten Betriebssystem ein Firmware-Update durchführen. Für die Installation der Firmware muss auch kein Reset des PCI-Express-Interfaces durchgeführt werden. Die neue Firmware kann bereits übertragen werden, die SSD läuft aber bis zum planmäßigen Reset auf der alten Firmware weiter. Außerdem können mehrere NVMe Namespaces adressiert werden.

Neben den fünf Jahren Garantie, die Intel beiden SSDs gewährt, ist der Hauptunterschied zwischen den beiden Modellen sicherlich die Drive Writes Per Day (DWPD). Diese ist bei der Intel SSD DC P4600 signifikant höher und könnte demnach auch ausschlaggebend sein. Beide Modelle gibt es als HHHL oder 2,5-Zoll-SSD. Bisher gibt es noch keine Informationen über einen möglichen Preis.

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Kommentare (1)

#1
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Registriert seit: 20.01.2011

Bootsmann
Beiträge: 687
Zitat
... NVMe Management Interface. Damit haben Server mit Intelligent Platform Management Interface vollen Zugriff auf die SMART-Daten ...



Na - ob das sicher ist? ;-D
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