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Computex 2014: Marvell zeigt Zukunft der M.2- und SATA-Express-SSDs

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marvellMarvell nutzt die diesjährige Computex, um für sich die Zukunft bei den M.2- und SATA-Express-SSDs zu definieren. Während Erstgenannte in Kürze breiter verfügbar sein sollten und die meisten Mainboards mit Z97-Chipsatz auch einen entsprechenden Steckplatz besitzen, wird es noch etwas dauern, bis SSDs mit SATA-Express-Anschluss eine größere Verbreitung finden. Auf beide Produktstränge fühlt sich Marvell aber ausreichend vorbereitet und bietet sogar schon Lösungen für zukünftige Performance-Steigerungen an.

In der Ausstellung zeigt man unter anderem eine aktuelle Umsetzung für SATA-Express, bei der natürlich noch keine native SATA-Express-Anbindung möglich ist, sondern die M.2-SSD über ein Adapter-Modul per SATA-Express an das Mainboard angebunden wird. Als Controller kommt ein Marvell 88SS1083 zum Einsatz, der den Flash-Speicher über zwei PCI-Express-2.0-Lanes anbindet. Unterstützt werden dabei sämtliche Stromsparmechanismen moderner SSDs bzw. Flashmodule - darunter auch L1.2 und Devslp. Aufgrund der Limitierung der M.2-SSD mit der Anbindung über nur zwei PCI-Express-2.0-Lanes liegt die Datenübertragungsrate für das Lesen von Daten bei nur 729 MB pro Sekunde.

Auch wenn die meisten M.2-Anschlüsse auf den Mainboards bisher offiziell nur mit zwei PCI-Express-2.0-Lanes angebunden sind, gibt es bereits Speziallösungen wie das ASRock Z97 Extreme 6, das über einen M.2-Anschluss verfügt, der nicht am Chipsatz, sondern direkt am Prozessor angebunden ist und in der Folge vier PCI-Express-2.0-Lanes verwendet. Auch dafür hat Marvell die passende Lösung in Form des 88SS9293-Controllers, der eben Gebrauch dieser vier Lanes macht. Die Datenübertragungsrate liegt hier bei 1.308 MB pro Sekunde für das Lesen von Daten bei 41.866 IOPS.

Noch einen Schritt weiter geht man bei der 5. Generation seiner SSD-Controller. Im Falle des 88SS1074 konzentriert man sich aber zunächst einmal auf den Support neuer NAND-Standards (15 nm) mitsamt der neuen Stromsparmechanismen. Hier ebenfalls eine Rolle spielen wird eine automatische Korrektur des Datenstroms über der Wiedergabe von Medien wie Filmen. Verlorene Dateiinformationen können dabei teilweise rekonstruiert werden. Viel wichtiger ist hier aber auch, dass der Datenstrom nicht komplett unterbrochen wird und das Video somit weiterlaufen kann.

Bis wir erste SSDs mit den neuen Controllern sehen werden, wird es noch einige Zeit dauern. Marvell spricht pauschal nur vom 3. und 4. Quartal.

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