> > > > SATA Express: Schnellerer SATA-Standard in Planung (Update)

SATA Express: Schnellerer SATA-Standard in Planung (Update)

Veröffentlicht am: von

serial-ataDie SATA-IO, die für die Standardisierung der gleichnamigen Schnittstelle zuständige Organisation, hat im Rahmen des Flash Memory Summit Pläne für eine schnellere Variante von SATA bekanntgeben. Dabei will man die bestehende SATA-Infrastruktur mit PCI Express zur Datenübertragung verbinden und wählt dafür den offensichtlichen Namen "SATA Express". Der neue Standard soll vor allem SSDs und anderen Geräten zugute kommen, die bereits jetzt an das Limit der aktuellen Generation mit 6 Gigabit pro Sekunde stoßen, was in den genutzten 8-Bit-10-Bit-Codierung maximal 600 MB/s entspricht. Immer mehr SSDs nutzen deswegen PCI Express als Übertragungsweg und kommen als Karte daher. Jedoch führt dies zu wiederum zu Problemen beim Booten und benötigt zudem eigene Treiber für das jeweilige Betriebsystem.

Dem soll "SATA Express" Abhilfe schaffen, indem es das SATA-Protokoll über PCI Express verwendet. Derzeit geplant sind Geschwindigkeiten von 8 und 16 Gbit pro Sekunde. Die anvisierten Übertragungsraten entsprechen dabei je einer "Lane" bei PCI Express 3.0 beziehungsweise dem kommenden PCI Express 4.0. Jedoch ist nicht bekannt, ob die höhere Geschwindigkeit tatsächlich auch mit dem kommenden Protokoll erreicht würde, oder ob man hier andere Wege geht. [Update: Es werden offensichtlich zwei Lanes gebündelt, somit bleibt es bei PCIe 3.0] Setzt man die effektivere Codierung von PCIe 3.0 an, würde eine maximale Bandbreite von 1 und 2 GB/s möglich werden, was zwar für die meisten Laufwerke auch zukünftig ausreichen dürfte, aber nicht unbedingt alle PCIe basierten Lösungen überflüssig macht. Allerdings richtet sich sich SATA grundsätzlich an den PC Bereich und nicht an den Enterprise-Markt, wo auch zukünftig vor allem Serial-Attached-SCSI mit dem kommenden SAS12-Standard vertreten sein wird.

  SATAExpress_1 SATAExpress_2

Klicken für größere Ansicht

Für den neuen Standard möchte man auch neue Steckverbindungen erschaffen, die aber zu aktuellen SATA-Geräten kompatibel bleiben sollen. Ebenso soll der aktuelle Standard für Laufwerke erhalten bleiben, die die höheren Geschwindigkeiten nicht benötigen. Zwar könnte man so die alten Kabel weiterhin verwenden, ob diese allerdings auch für die schnellere Übertragung geeignet wären und ob die bisherige maximale Kabellänge von einem Meter dabei noch erreicht werden kann, bleibt abzuwarten [Update: Für die schnellere Verbindung werden definitiv neue Kabel benötigt]. Auf Boardebene rechnen die PCI-Express-Entwickler nur noch mit 20 bis 30cm für PCIe 4.0, welches aber auch erst 2015 auf den Markt kommen soll.

Weitere Details sind noch rar, insbesondere wann mit entsprechend ausgestatteten Geräten gerechnet werden kann. Der Standard soll aber bis Ende 2011 verabschiedet werden.

Weiterführende Links:

Social Links

Kommentare (7)

#1
customavatars/avatar132350_1.gif
Registriert seit: 30.03.2010
Hamburg
Flottillenadmiral
Beiträge: 4937
Betrachtet man aktuell die Sandy Bridge Basis oder PCIe 3.0 Ivy Bridge, wäre eine Verwendung zwecks zuweniger Lanes kaum möglich. Wie ich das sehe müsste Intel mehr Anbindungen erlauben.
Entgegen im Text benötigt in zwei Jahren eben auch dieser Markt dringend einen Nachfolger, also nicht ausschließlich auf Serial-Attached-SCSI Basis.
#2
customavatars/avatar128299_1.gif
Registriert seit: 29.01.2010
CH
Fregattenkapitän
Beiträge: 2998
da die sb damit auch entfällt (ausser usb ist die dann ja leer) kämen da einige lanes dazu. Ich begreiffe immer noch nicht, warum es weder amd noch intel schafft einen Laneüberschuss zu erzeuge. So ein pcie controller ist ja winzig.
#3
customavatars/avatar66663_1.gif
Registriert seit: 23.06.2007

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 465
Hab mal noch zwei Bilder zum geplanten Anschluss eingefügt.
#4
customavatars/avatar21627_1.gif
Registriert seit: 07.04.2005
Greifswald
Vizeadmiral
Beiträge: 8132
Is der Stecker nicht bissel groß?

Dann hat man ja nur noch Platz für zwei Laufwerksanschlüsse auf dem mainboard :fresse:
#5
customavatars/avatar11544_1.gif
Registriert seit: 26.06.2004
HH
Fregattenkapitän
Beiträge: 2590
" Ich begreiffe immer noch nicht, warum es weder amd noch intel schafft einen Laneüberschuss zu erzeuge."

Dass zu wenig Lanes, zu wenig I/O-Bandbreite verfügbar sind, ist 'n Exotenproblem. Dafür gibt es Sonderlösungen, wie LGA1366, SAS-Controller, etc. Wenn man I/O-Lasten zu Grunde legt, die derzeit und in absehbarer Zukunft im Homeuse üblich sind, reichen die aktuelle Mainstreamplattformen gut aus.
#6
customavatars/avatar21627_1.gif
Registriert seit: 07.04.2005
Greifswald
Vizeadmiral
Beiträge: 8132
Das Problem ist ja, dass die lanes an den jeweiligen Geräten ständig anlegen. Wenn die Chipsätze nach außen hin mehr Lanes bedienen können, intern jedoch mit ner gewissen Intelligenz umschalten könnten wäre das sicher sehr hilfreich.

So könnte z.B. im Office-Betrieb ne Grafikkarte auf PCIe 1x runtergefahren werden und die nun frei werdenden Lanes auf andere benötigte Geräte umgelegt werden. (quasi ein NF200 im Chipsatz selbst).

Mal ne ne Frage zum NF200 ...
Bedient der die Geräte untereinander, aslo die mit vollen Lanes angeschlossen sind auf mit der vollen banbreite oder ist das dann auch nur auf ne gewissen Anzahl an Lanes begrenzt?
#7
customavatars/avatar109791_1.gif
Registriert seit: 05.03.2009
Viersen
Kapitänleutnant
Beiträge: 1656
so lange die Kabel nicht wieder breiter werden, sonst stehen wir irgendwann wieder bei Kabeln die so breit sind wie die alten IDE :fresse:
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Samsung SSD 970 PRO im Test: Hält länger und arbeitet schneller

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAMSUNG_970_PRO

    Eineinhalb Jahre nach dem Start löst Samsung die SSD 960 PRO ab und schickt den Nachfolger ins Rennen. Der soll nicht nur ein noch höheres Tempo bieten, sondern auch langlebiger sein. Dabei halten sich die technischen Neuerungen in Grenzen, in den Mittelpunkt wird vor allem der neue... [mehr]

  • Samsung SSD 970 EVO im Test: Neue Mittelklasse kommt der PRO nahe

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAMSUNG_970_EVO

    Nicht nur zahlungskräftigen Enthusiasten will Samsung locken, auch ein Segment weiter unten will man keine Käufer an die Konkurrenz verlieren. Entsprechend wird nicht nur die PRO-Linie aufgefrischt, sondern mit der SSD 970 EVO auch die Mittelklasse. Die soll nicht nur höhere Transferraten... [mehr]

  • Samsung SSD 860 EVO und PRO mit 4 TB im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/SAMSUNG-860-EVO-PRO/TEASER

    Die perfekte SSD ist groß, schnell und preisgünstig. Doch wie immer kann man nicht alles haben, zumindest nicht gleichzeitig: Für maximale Performance muss man zu einer PCI-Express-SSD greifen, die inzwischen zwar auch mit relativ großen Speicherkapazitäten verfügbar, jedoch nicht günstig... [mehr]

  • Intel Optane SSD 900P 280 GB mit 3D-XPoint-Speicher im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/INTEL-OPTANE-SSD-900P/TEASER

    Bei Halbleiterlaufwerken, kurz SSDs, war in den vergangenen Jahren eine konstante Evolution zu beobachten – im Wesentlichen wurde die Speicherdichte erhöht, wozu 3D-NAND einen zentralen Beitrag geleistet hat. Auch die Geschwindigkeit hat mit der breiten Verfügbarkeit von PCI-Express-SSDs und... [mehr]

  • Intel SSD 760p 512 GB im Test: Dem Vorgänger klar überlegen

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL_SSD_760P

    Intel und SSD bedeutete zuletzt in erster Linie hohe Preise in Verbindung mit fragwürdigem Nutzen für Privatanwender. Mit der SSD 760p richtet man sich aber endlich auch wieder dem Massenmarkt zu, der rund eineinhalb Jahre vom Vorgänger SSD 600p bedient worden ist. Die konnte seinerzeit im... [mehr]

  • Toshiba OCZ RC100 im Test: Kleine SSD mit klaren Vorzügen

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/TOSHIBA_OCZ_RC100_02

    Kompakt, nicht zu teuer, aber auch nicht zu langsam: Mit der OCZ RC100 bringt Toshiba eine NVMe-SSD in den Handel, die in vielerlei Hinsicht bewusst anders sein soll. Das ermöglicht dem Unternehmen zufolge das Ansprechen einer ganz bestimmten Zielgruppe. Denn so mancher wird nach wie vor von den... [mehr]