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Model 3: Tesla verfehlt Produktionsziel erneut

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tesla model 3

Tesla hat im vierten Quartal des abgelaufenen Jahre weit weniger Exemplare des Model 3 als erwartet produziert. Zwar hatte das Unternehmen der erste Ziel – 5.000 Fahrzeug pro Woche bis Ende Dezember – bereits vor geraumer Zeit verschoben, die jetzt genannte Zahl dürfte aber dennoch negativ überraschen. Zumal auch das neue Ziel nicht erreicht wird.

Insgesamt wurden zwischen 1. Oktober und 31. Dezember 2017 nur 2.425 Stück des Model 3 gefertigt, wie Tesla schreibt. Im Juli gab man zeitgleich mit der Fertigstellung des ersten Fahrzeugs bekannt, dass bis Ende Dezember etwa 5.000 Exemplare pro Woche gefertigt werden sollen. Im Herbst verabschiedete man sich von diesem Ziel und verschob es ans Ende des ersten Quartals 2018.

Doch auch daraus wird nichts. Ende Q1 2018 sollen es nun etwa 2.500 Model 3 pro Woche sein, erst am Ende des zweiten Quartals will man die Marke von 5.000 erreichen. Für Vorbesteller bedeutet dies, dass sich die Wartezeit deutlich verlängern wird.

Zu den Gründen für die abermalige Verzögerung äußert Tesla sich nicht konkret, vage ist die Rede von Produktionsengpässen, die man langsam aber sicher beseitigen würde. Noch im November hieß es, dass die sogenannte Gigafactory in Nevada, in der Tesla einen großen Teil seiner Akkus fertigen lässt, weit unter den Erwartungen produzieren würde. Mehrere Medien berichteten anschließend, dass das Packen der Akku-Packs manuell erfolgen müsse, da die entsprechenden Roboter nicht präzise genug arbeiten würden. Infolgedessen wurde Panasonic als dafür verantwortlicher Partner bezeichnet. Allerdings ging aus veröffentlichten Verträgen hervor, dass allein Tesla für das Packen zuständig sei.

Aber auch unabhängig vom Model 3 verlief die Produktion im vierten Quartal eher unerfreulich für Tesla. Insgesamt wurden 24.565 Fahrzeuge gefertigt, rund 1 % weniger als noch vor einem Jahr. Als Grund hierfür nennt das Unternehmen unter anderem Änderungen bei der Kapazitäten: So haben man Personal von der Produktion des Model S und Model X zur Model-3-Fertigung verlagert.

Besser fielen hingegen die Auslieferungen aus. Mit 29.870 Fahrzeugen wurde die Zahl um rund ein Dritten gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert, darunter waren allerdings lediglich 1.550 Model 3. Weitere 860 seien derzeit aber auf dem Weg zu den jeweiligen Kunden und würden deshalb wie üblich nicht als ausgeliefert gewertet. Begrenzt auf das Model S und Model X wurden im Jahr 2017 101.312 Fahrzeuge ausgeliefert, 33 % mehr als im Jahr 2016.

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Kommentare (19)

#10
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Zitat majus;26066445
Muss man für diese Vorbestellungen überhaupt eine hohe Anzahlung machen?


Je nach Fahrzeug unterschiedlich. Für den Model 3 wurden $1000 Anzahlung aufgerufen.
#11
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Duisburg
Leutnant zur See
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Von einem "Aufgehen" der Strategie, könnte doch frühestens dann die Rede sein, wenn das Unternehmen in der Gewinnzone landet und dort perspektivisch auch bleiben wird. Bisher musste man 1000 EUR bzw. Dollar Anzahlung leisten um auf der Warteliste zu stehen, diese Summe kann aber wohl jederzeit zurückgefordert werden, was auch der Grund dafür sein dürfte, dass viele eben nicht abwarten bis so ein Auto nach 2 Jahren (so es die Firma dann noch gibt) vor der Tür steht, sondern zu einem anderen Hersteller wechseln werden, sobald dort entsprechende Angebote auftauchen und auch verfügbar sind.
#12
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Registriert seit: 12.09.2006
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Admiral
Beiträge: 12642
Mir war schon 12 Wochen warten zu lang.. wenn ich heute ein Auto bestellt hätte bei Tesla und das in 2,5 Jahren bekomme, habe ich ein Auto vor der Tür, was bei Produktion schon veraltet war und von anderen Herstellern überholt wurde...

Das ist ja als ob ich heute ein iPhone 3gs geliefert bekommen würde... Ne lass Mal

freundliche Grüße :)
#13
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Kapitänleutnant
Beiträge: 1893
Zitat Flatsch;26067067
Mir war schon 12 Wochen warten zu lang..


Ich habe auf meinen 40 Wochen gewartet (Skoda Superb). Grund: Auftragslage.
#14
Registriert seit: 15.09.2009

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1397
Zitat KeinNameFrei;26066301
Tesla hat weltweit über 550.000 Vorbestellungen für dieses Auto. Bei einer Produktionsrate von 5.000 pro Woche dauert es >110 Wochen - länger als zwei Jahre - nur um bereits existierende Bestellungen abzuarbeiten.


Dank dir für die Antwort. Ich wusste es nicht.
#15
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Registriert seit: 14.10.2007

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 502
Zitat Flatsch;26067067
habe ich ein Auto vor der Tür, was bei Produktion schon veraltet war und von anderen Herstellern überholt wurde...

Das ist ja als ob ich heute ein iPhone 3gs geliefert bekommen würde... Ne lass Mal


Du bekommst in 2,5 Jahren natürlich den aktuellsten Stand. Oder glaubst du Tesla baut dir in 2,3 Jahren einen Wagen von dem sie wissen, dass er an den Stellen x,y und z Probleme macht? Das ist aber bei allen Herstellern so, Tesla geht da noch etwas weiter und verteilt die Software per OTA, ähnlich wie bei Smartphones.

@Holt: Tesla produziert momentan 1000 Model 3 pro Woche. Der Anfang ist geschafft und die Zukunft sieht rosig aus. Jedes verkaufte Modell macht Gewinn, die hohen Verluste kommen von einmaligen Investitionen wie den Ausbau des Ladenetzes oder der Produktionslinien. Es soll auch immer noch Leute geben, die glauben Amazon würde pleite gehen, wo sie doch jahrelang nie Gewinne erwirtschaftet haben. Deshalb kratzt es die Aktionäre auch nicht. Wenn Tesla scheitert, dann bereits vor Jahren als sie den Roadster vorgestellt haben, oder das Model S oder an den Flügeltüren von Model X. Aber mittlerweile sind sie über dem Berg, die Konkurrenz lacht auch nicht mehr und kopiert bereits (Audi). Wenn ich mein Geld auf Tesla oder VW setzen müsste, bräuchte ich nicht lange überlegen. Die einen sind Technologieführer bei den Akkus und halten die Wertschöpfungskette im Haus und die anderen glauben immer noch Akkus könnte man jederzeit in beliebiger Stückzahl zum Bestpreis bei hunderten Zulieferern weltweit kaufen, ähnlich wie Türgriffe oder Scheibenwischer.
#16
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 14874
Zitat DragonTear;26066287
Tesla hat zudem dafür gekämpft dass sie direkt an Endkunden verkaufen dürfen, ohne gierige Zwischenhändler.
Die Margen der Autohändler sind so gering, da kann man diese kaum als gierig bezeichnen, aber Ahnung haben muss man ja nicht hier um über etwas schreiben zu dürften :D

Zitat Satan;26066331
Wenn Tesla so weiter macht, wird es das Unternehmen über kurz oder lang nicht mehr geben. Dann wird die Konkursmasse von einem der großen Autobauer aufgekauft
Ob Tesla selbst bei 5000 Autos pro Woche Geld verdienen würde, ist die nächste Frage. Selbst GM verkauft viel mehr E-Autos als Tesla, von BYD gar nicht zu reden. Aber es wird kein anderer Autohersteller sein, sondern Musk wird die Aktionäre und Anleihegläubiger ausbooten und sich den Laden dann selbst wieder unter den Nagel reißen. Tesla Aktien (oder die Anleihe, aber ich lehne Anleihe generell ab) würde ich nicht mit der Kneifzange anfassen, deren Bewertung ist einfach nur total abgehoben und irgendwann wird da die Luft entweichen. Mich wundert nur die Geduld des Marktes mit der Firma.
#17
Registriert seit: 15.09.2009

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1397
Zitat Holt;26068532
Die Margen der Autohändler sind so gering, da kann man diese kaum als gierig bezeichnen, aber Ahnung haben muss man ja nicht hier um über etwas schreiben zu dürften :D


Ja die verdienen gar nichts.
Bei genug Herstellern gibt's 25% Rabatt.
Ich frage mich, ob die dann Verlust machen.

Oder spenden die die 25%, die die ohne Rabatt mehr einnehmen?

Es gibt ja Leute, die so blöd sind und den Listenpreis zahlen...
#18
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 14874
Die Rabatte gibt vom Hersteller, die Händler können selbst nicht dauerhaft mehr Rabatt geben als sie vom Hersteller bekommen, wobei es da verschiedene Varianten gibt wie die Hersteller den Händlern diese gewähren. Wie hoch die Rabatte jeweils sind, hängt vom Modell ab und natürlich ist es eine Mischkalkulation, die attraktiven Modelle auf die keine hohen Rabatte gewährt werden müssen um sie zu verkaufen, subventionieren dann die Modelle quer, an denen sich wegen der Rabatte kaum was oder gar nichts mehr verdienen lässt. Unterm Strich müssen die Hersteller und die Händler Geld verdienen, oder werden auf Dauer eben nicht überleben können. Opel ist ja so ein Beispiel, die haben über Jahre kein Geld verdient und GM hat die Firma daher an PSA verkauft, wie lange da noch wie viel Opel in den Autos stecken wird, muss sich erst noch zeigen, aber ich denke es wird mit der Zeit immer weniger werden.

Die Händler müssen auch Geld verdienen, denn die müssen ja auch den Service für die Fahrzeuge übernehmen.
#19
Registriert seit: 27.09.2010
Magdeburg
Leutnant zur See
Beiträge: 1044
Ist ja fast wie auf nen Trabbi damals warten:bigok:. Gut das hat fast 5 Jahre gedauert:D
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