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Bis 2022: Honda entwickelt Aufladung von Elektroautos innerhalb von 15 Minuten

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hondaLangfristig soll die Elektromobilität den aktuellen Verbrennungsmotor komplett ablösen. Bevor dies allerdings möglich ist, sind noch viele Hürden zu nehmen. Ganz besonders wichtig ist dabei die Reichweite respektive die Aufladezeit der verbauten Akkus. Während ein Auto mit einem Verbrennungsmotor innerhalb von wenigen Minuten wieder voll betankt ist, benötigt ein Elektrofahrzeug trotz Schnellladetechnik eine deutlich längere Zeit. Die Autohersteller und Zulieferer tüfteln deshalb schon längere Zeit an ihren Akkus, um dieses Problem zu lösen. Mit Honda präsentiert nun ein weiterer Hersteller seine Ziele in diesem Bereich.

Honda möchte nach eigenen Angaben bis zum Jahr 2022 seine Elektro-Fahrzeuge mitsamt des Akkus so weiterentwickelt haben, dass dieser innerhalb von 15 Minuten wieder komplett aufgeladen ist. Die Reichweite soll dann bei 240 Kilometern liegen. Genau Details zur eingesetzten Technik hat Honda allerdings noch nicht verraten. Eventuell kann der Hersteller aufgrund der Entwicklung auch noch gar keine konkreten Details nennen. Ob allerdings eine Reichweite von 240 Kilometern im Jahr 2022 noch ausreicht, bleibt abzuwarten. Schon heute erreichen Akkus anderer Hersteller deutlich bessere Werte - allerdings ist die Ladezeit dann auch etwas höher.

Bereits heutige Schnellladestationen können einen Akku im Auto innerhalb von 30 Minuten auf 80 % wiederaufladen. Bis zum angepeilten Jahr 2022 von Honda vergeht noch einige Zeit und die anderen Hersteller werden sicherlich auch ihre Entwicklung weiter vorantreiben. Es bleibt abzuwarten, welche Autobauer sich letztendlich im Bereich der Elektromobilität durchsetzen können. Dies ist sicherlich auch zum großen Teil vom Verkaufspreis der Autos abhängig.

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Kommentare (4)

#1
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Registriert seit: 06.11.2004
Hannover
Flottillenadmiral
Beiträge: 5094
Das wäre aus meiner Sicht ein ein ideales Thema um Herstellerübergreifend daran zu forschen. Am besten für den Kunden..dann mit dem Ziel, in Bezug auf die Ladetechnik, einen gemeinsamen Standard zu entwickeln. Die Säulen haben jetzt schon X Stecker mit X Ladeströmen. Wo soll das denn mal hin? Es braucht Industriestandards. Sowas sollten sie z.B. mal in Brüssel diskutieren, statt der Krümmung einer Banane.
#2
Registriert seit: 13.09.2008
Oben uff'm Speischer
Kapitän zur See
Beiträge: 3133
Na so schlimm ist es auch wieder nicht. Bei Schnellladestationen gibt es im Grunde genommen genau drei konkurrierende Varianten mit Gleichstrom, die in ungefähr gleichen Mengen neu installiert werden: ChaDeMO, CCS, und Tesla Supercharger. Da der dritte Standard für einen einzelnen Hersteller proprietär ist, kann man den komplett vernachlässigen, wenn man nicht plant, im Luxussegment zu kaufen. Zusätzlich gibt es noch Wechselstrom-Schnellader, aber die sind eher selten.

Es bleiben also hauptsächlich zwei, allerhöchstens drei Standards, um die sich Otto Normalverbraucher sorgen muss. Das ist weit entfernt von Chaos. Unterschiedliche Ladeströme sind übrigens auch kein Problem - das Auto kommuniziert mit der Ladesäule und verständigt sich mit ihr auf eine Rate, die von beiden unterstützt wird. So kannst du auch an einer 50 kW Säule laden, wenn dein Auto nur 22 kW aufnehmen kann.

Chaos beim Laden unterwegs entsteht an anderen Stellen. Zum Beispiel beim Flickenteppich der Anbieter. Außer Tesla gibt es eben keine wirklich europaweit präsenten Ladestationenbetreiber, weil das Geschäftsfeld noch so neu ist, das es erstens viele Startups gibt, und zweitens die meisten dieser Firmen noch in dem Prozess begriffen sind, über die Grenzen von ein oder zwei Ländern hinaus zu expandieren. Wenn jetzt jede dieser Firmen eine eigene App herausbringt, mit der man ihre Stationen finden (und eventuell auch bedienen/bezahlen) kann, dann hast du relativ schnell ein Problem, wenn du mal Langstrecke ins Nachbarland fahren willst. Ohne sich vorzubereiten läuft da nichts.

Immerhin ist die EU hier tatsächlich aktiv, und hat auch schon einiges erreicht. In Großbritannien zum Beispiel ist es richtig schlimm, da gibt es keinerlei Koordination - allein um London herum kannst du mit vier, fünf verschiedenen Apps und Mitgliedskarten unterwegs sein. Bei uns aufm Festland gibt es zumindest was das anbieterübergreifende Bezahlen angeht schon Standards, die auch real implementiert werden.
#3
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Registriert seit: 09.08.2005
Köln
Stabsgefreiter
Beiträge: 301
Man sollte sich wohl erst einmal Gedanken machen wie der Strom an eine Ladesäule kommt. Sicherlich ist es wichtig Standards bei den Steckerverbindungen zu erreichen, aber eine komplette Sanierung der Strom-Infrastruktur werden die Stromanbieter & Autobauer bestimmt gerne über alle Verbraucher umsetzen. So schnell wie es damit allerdings gehen müsste ist das nicht möglich, siehe hier auch das aktuelle Thema mit den erneuerbaren Energien (Windkraft) und den dazugehörenden Stromtrassen. Austauschakkus könnte die bessere Lösung sein...
#4
Registriert seit: 13.03.2015

Kapitänleutnant
Beiträge: 1581
Zitat whopper;25980580
Austauschakkus könnte die bessere Lösung sein...


*Advocatus Diaboli-Kutte anzieh*

"Ich soll meine nagelneuen Akkus gegen irgendwelche Akkus tauschen die weiss-gott was für eine Restkapa haben ? Ich brauche für meine Tagestour die volle Reichweite, 80% sind nicht genug. Ausserdem sind die Akkus geleast, die kann ich nicht einfach hergeben im Tausch gegen uralt-Schrottakkus ..." Einself! :)

Ich denke dass befüllbare Akkus eventuell eine Lösung wären. Es gibt Akkus, bei denen kann die Elektrolytflüssigkeit ausgetauscht werden - verbrauchte (ungeladene) wird abgelassen, neue (aufgeladene) nachgetankt.
Leider ist die Kapazität geringer als bei "herkömmlichen" Akkus, aber die sind sowieso keine Lösung: Es würde auf der ganzen Welt nicht genügend Rohstoffe geben, um weltweit alle derzeit im Einsatz befindlichen PKW zu elektrifizieren. Aber weltweit ist die Voraussetzung dafür, dass sich klimatechnisch wirklich nachhaltig was ändert.
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