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Samsung spricht bereits über DDR6 und GDDR7

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Samsung spricht bereits über DDR6 und GDDR7
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Gerade erst wurde mit den Alder-Lake-Prozessor der DDR5-Speicher für den Desktop eingeführt, da spricht Samsung auf dem Tech Day 2021 schon über den Nachfolger DDR6. Die Kollegen von ComputerBase haben in einer Art Transskript die entsprechenden Informationen aufgeführt, denn das Erstellen von Screenshots von der virtuellen Präsentation war nicht erlaubt.

Für den DDR5-Speicher halten die meisten Hersteller gerade erst einmal den ersten Zeh ins kalte Wasser. Die JEDEC sieht DDR5 bis 6.400 MT/s vor, doch bereits jetzt ist klar, dass es weit über diesen Durchsatz hinausgehen wird. Daneben wird DDR5 Modulkapazitäten von bis zu 512 GB ermöglichen. Aber aller Anfang ist schwer und so verwundert es auch nicht, dass zwei Wochen nach dem Start der Alder-Lake-Prozessoren der Markt an DDR5-Speicher für Endkunden leergefegt ist.

Für DDR6 wird die Anzahl der Sub-Kanäle von zwei auf vier erweitert. Dies ist wie bei DDR5 die wichtigste Maßnahme um die Latenzen zu verringern und den Durchsatz zu erhöhen. Auch die Anzahl der Banks wird von 32 auf 64 verdoppelt. 12.800 MT/s sind für DDR6 bereits geplant. Für "übertaktete" Module (DDR6+) spricht Samsung schon von 17.000 MT/s. Noch gibt es keinen Termin für DDR6, zumal die Spezifikationen noch nicht einmal festgezurrt sind. Man befindet sich hier also noch in einer sehr frühen Phase.

Daneben steht auch schnellerer Grafikspeicher in den Startlöchern. Für das Datacenter wird HBM3 hier eine große Rolle spielen. Endkunden-Hardware wird aber weiterhin auf den günstiger zur integrierenden GDDR setzen. Dazu wird GDDR6 zunächst einmal immer weiter beschleunigt. 24.000 MT/s will Samsung hier in Kürze erreichen. Doch es steht auch schon der Nachfolger GDDR7 in den Startlöchern, der auf 32.000 MT/s kommen soll. 2022 ist aber noch nicht damit zu rechnen, dass erste Grafikkarten auf GDDR7 setzen werden. JEDEC-Spezifikationen sind ebenfalls noch nicht so schnell zu erwarten. Ohnehin ist beim Grafikspeicher eher die Zusammenarbeit zwischen Speicher- und GPU-Hersteller entscheidend. NVIDIA entwickelte gemeinsam mit Micron GDDR6X und bewegt sich damit außerhalb des spezifizierten Spektrums.

Im LPDDR-Segment gilt es nun zunächst einmal LPDDR5X-8500 in die breite Masse zu bringen. Selbst LPDDR5-6400 ist bei weitem noch nicht so verbreitet, wie man sich dies vorstellen würde. Und dennoch spricht Samsung schon über die nächste Generation LPDDR6 mit bis zu 17.000 MT/s.

Für viele Speichertechnologien wird sich Samsung im kommenden Jahr aber zunächst einmal auf die Überführung in immer modernere Fertigungsverfahren konzentrieren. Als 1z- und 1a-Prozess kommt dabei auch vermehrt eine Belichtung mittels EUV zum Einsatz.

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