> > > > Haswell-E mit 32-GB-Vollbestückung ausprobiert

Haswell-E mit 32-GB-Vollbestückung ausprobiert

Veröffentlicht am: von

ddr4 vollbestuckungAm vergangenen Freitag enthüllte Intel die neue High-End-Plattform "Haswell-E". Pünktlich zum Marktstart der neuen Generation konnten wir dem Intel Core i7-5960X kräftig auf den Zahn fühlen. Mit dabei sind allerdings nicht nur eine neue Prozessor-Architektur und ein aufgemöbelter Chipsatz, sondern erstmals für den Desktop-Bereich auch DDR4-Arbeitsspeicher. Wie bei jeder neuen RAM-Generation üblich, bleiben die Leistungssprünge beim Arbeitsspeicher allerdings noch aus. Obwohl DDR4 auf dem Papier die höheren Frequenzen besitzt, bewegt sich die Speicherbandbreite bei 2.133 MHz in etwa auf dem Niveau des Vorgängers, der noch mit 1.866 MHz schnellen Speicher zusammenarbeitet. Grund hierfür sind die deutlich entschärften Timings. Während wir DDR3 mit CL9 testen, konnten wir DDR4 lediglich mit CL15 durch unseren Benchmark-Parcours jagen. Was bleibt ist eine deutlich geringere Speicherspannung von nun 1,2 Volt und damit eine niedrigere Leistungsaufnahme. 

In unseren Test stellten wir zudem fest, dass "Haswell-E" von hohen Speicherfrequenzen profitiert und weniger die Timings ausschlaggebend für eine hohe Leistung sind. Unsere Tests machten wir mit einem Quad-Channel-Kit von Corsair. In der Zwischenzeit ist in der Hardwareluxx-Redaktion das gleiche Kit noch einmal eingetroffen. In diesem News-Beitrag wollen wir überprüfen, wie sich die Speicherleistung des Intel Core i7-5960X bei Vollbestückung verhält.

{jphoto image=61185}

Für unsere Tests setzen wir auf zwei Quad-Channel-Kits von Corsair. Die Module entstammen allesamt der Vengeance-LPX-Reihe und sind für eine Geschwindigkeit von bis zu 2.800 MHz sowie Timings von CL16-18-18-36 ausgelegt - bei einer Spannung von 1,2 Volt. Sie sind in unserem Preisvergleich derzeit für knapp unter 330 Euro zu haben und stellen jeweils 16 GB Speicher zur Verfügung. Bei Vollbestückung sind das acht Riegel mit 32 GB Arbeitsspeicher.

32gb

Wir haben die Module in verschiedenen Geschwindigkeiten im Quad-Channel-Betrieb gegenübergestellt. Die vollen 2.800 MHz konnten wir jedoch nicht testen, da unser System damit nicht mehr bootete - egal ob mit höher Speicherspannung, einer höheren Volt-Zahl auf der CPU oder aber einer höhere Mainboard-Spannung. 2.666 MHz liefen jedoch stabil.

Schön zu sehen ist auch in diesen Tests, dass die Speicherbandbreite bei "Haswell-E" mit höheren Speichertaktraten deutlich zunimmt. Sind es bei einer Geschwindigkeit von 1.600 MHz noch 37,0 GB in der Sekunde, kommt unser Intel Core i7-5960X mit 2.666 MHz schnellen Modulen und gleichen Speichertimings schon auf 54,32 GB in der Sekunde. Noch schneller geht es bei Vollbestückung. Hier liegt die Leistung dann bei maximal 56,75 GB in der Sekunde und damit noch einmal fast zwei Gigabyte höher. Ein ähnliches Verhalten konnten wir auch bei der Vorgänger-Generation immer wieder feststellen. Dass zwei Module pro Kanal meist schneller als eines sind, liegt an der Architektur des Intel-Speichercontrollers.

SiSoft Sandra 2012

Speicherbandbreite

GB/Sek.
Mehr ist besser

Etwas anders sieht es beim Komprimierungstest von 7-Zip aus. Zwar gibt es auch hier Konfigurationen, die mit acht Modulen schneller sind, doch die höchsten Ergebnisse werden mit vier Speichermodulen und einer Geschwindigkeit von 2.400 bzw. 2.666 MHz erzielt. Die Abstände sind allerdings nur sehr gering.

7-Zip 32M

MIPS
Mehr ist besser

Unsere Tests zur Leistungsaufnahme bestätigen sich auch hier. Beim Wechsel von drei auf zwei und von zwei auf nur noch einigen einzigen Speicherriegel ist der Sprung jeweils am größten. Hier werden fast 20 Watt pro Riegel eingespart. Vermutlich schaltet die CPU bei der Bestückung von weniger als vier Speichermodulen Teile des Speichercontrollers ab, um Strom zu sparen. Sobald der zweite Riegel aktiv ist, schaltet sich vermutlich der zweite Controller hinzu, was den gewaltigen Anstieg der Leistungsaufnahme erklären würde. Mit mehr Speicherriegeln spart man pro weggelassenen Riegel etwa drei Watt am Gesamtsystem. 

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Last

147.5 XX


173.2 XX


192.8 XX


208.8 XX


210.6 XX


212.7 XX


214.9 XX


217.6 XX


in Watt
Weniger ist besser

Social Links

Kommentare (7)

#1
customavatars/avatar189276_1.gif
Registriert seit: 01.03.2013

Bootsmann
Beiträge: 520
Abgesehen davon, dass die Preise für Ram-Riegel allgemein gerade extrem und übertrieben teuer sind, hat mich der Sprung beim Watt-Verbrauch doch sehr überrascht. Hätte ich nicht gedacht, dass der Stromverbrauch bei zwei zu vier Riegel so stark nach oben springt. „Kleinvieh macht auch Mist“ sage ich nur. Danke für den interessanten Test!
#2
customavatars/avatar54828_1.gif
Registriert seit: 01.01.2007
Exil
Der Saft ist mit euch!
Beiträge: 8621
Habt ihr es mal mit 125MHz Strap probiert?
#3
customavatars/avatar180392_1.gif
Registriert seit: 03.10.2012
Schleswig in Schleswig Holstein!
Leutnant zur See
Beiträge: 1172
Von mir auch ein Dankeschön für den Test :)
#4
customavatars/avatar95761_1.gif
Registriert seit: 27.07.2008

Fregattenkapitän
Beiträge: 3046
"Schön zu sehen ist auch in diesen Tests, dass die Speicherbandbreite bei "Haswell-E" mit höheren Speichertaktraten deutlich zunimmt. Sind es bei einer Geschwindigkeit von 1.600 MHz noch 37,0 GB in der Sekunde, kommt unser Intel Core i7-5960X mit 2.666 MHz schnellen Modulen und gleichen Speichertimings schon auf 54,32 GB in der Sekunde."

Ist das nicht normal, das die Bandbreite bei höheren Speichertakt zunimmt ?
Im Idealfall verdoppelt sich die Bandbreite bei Verdopplung des Speichertaktes. Aber wenn ich das Verhältnis von 1600MHz mit 37 GB/s zugrunde lege und es mit 2666 Mhz hochrechne, so müssten eigentlich knapp 62 GB/s herauskommen. Da geht wohl so einiges verloren...
#5
customavatars/avatar105791_1.gif
Registriert seit: 04.01.2009

Skarabäusfürst
Beiträge: 681
warum nur 32GB und nicht 64GB ?
#6
customavatars/avatar122977_1.gif
Registriert seit: 09.11.2009
(Nord-)Baden
Kapitänleutnant
Beiträge: 1748
Schade, dass er die 3000 bei Vollbestückung nicht packt...
Wie sieht es eigentlich generell mit dem IMC bei Haswell-E aus?
Sind die 3000+ MHz eher eine Ausnahme, die nur wenige CPUs schaffen oder sollten das, zumindest bei nur 4 Modulen, eigentlich alle packen.
#7
Registriert seit: 27.08.2014

Hauptgefreiter
Beiträge: 200
Zitat Bitmaschine;22587350
Abgesehen davon, dass die Preise für Ram-Riegel allgemein gerade extrem und übertrieben teuer sind, hat mich der Sprung beim Watt-Verbrauch doch sehr überrascht. Hätte ich nicht gedacht, dass der Stromverbrauch bei zwei zu vier Riegel so stark nach oben springt. „Kleinvieh macht auch Mist“ sage ich nur.


Es kann aber auch einfach nur so sein, dass durch die höhere Speicherbandbreite die CPU schlichtweg besser ausgelastet wurde, was dann natürlich auch den Verbrauch des Gesamtsystems nach oben jagt.
Ab dem 4. gesteckten Modul tut sich dann einfach nicht mehr wirklich was an der Bandbreite und man bekommt nur noch mehr Stauraum, wodurch der Verbrauchszuwachs nur noch von den RAM-Modulen kommt.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

G.Skill Sniper X DDR4-3600 im Test: Tarnung braucht es nicht

Logo von IMAGES/STORIES/2017/GSKILL_SNIPER_X_DDR4-3600_TEST

Fast wirkt es so, als ob ohne RGB-Beleuchtung nichts mehr geht. Ob Tastaturen, Gehäuse, Lüfter oder Arbeitsspeicher: Unzählige Komponenten werden mit ein- oder mehrfarbigen Dioden versehen, damit sie möglichst auffällig sind. Dem stellt G.Skill seine neue Reihe Sniper X entgegen, die im... [mehr]

Corsair Dominator Platinum Special Edition Contrast DDR4-3466 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/CORSAIR_DOMINATOR_PLATINUM_SE_CONTRAST

Der Name verspricht viel: Mit dem Dominator Platinum Special Edition Contrast richtet sich Corsair an all diejenigen, die elegant gestaltete Speicherriegel mit einem Hauch von Exklusivität suchen. Doch hinter Weiß, Schwarz und erfreulich unaufdringlichen LEDs muss sich die Technik... [mehr]

Corsair Vengeance RGB Pro DDR4-3600 im Test: B-Die trifft iCUE

Logo von IMAGES/STORIES/2017/CORSAIR_VENGEANCE_RGB_PRO

Nicht einmal drei Wochen nach der Vorstellung auf der Computex steht Corsairs neuer Arbeitsspeicher der Reihe Vengeance RGB Pro im Handel bereit. Während die kurze Zeitspanne überrascht, ist das, was der Hersteller in den Mittelpunkt rückt, fast schon alltäglich. Denn in erster Linie... [mehr]

Schnelle Samsung-Dies: Patriot Viper RGB DDR4-3200 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/PATRIOT_VIPER_RGB_3200

Fünf Geschwindigkeitsstufen, zwei Farben, vier kompatible Beleuchtungssysteme: Mit dem neuen Arbeitsspeicher der Viper-RGB-Familie will Patriot es allen Nutzern eines Desktop-PCs Recht machen. Doch die Kalifornier versprechen nicht nur den reibungslosen Betrieb in Hinblick auf... [mehr]

Apacer Panther Rage Illumination DDR4-3000 im Test: RAM mit Samsung-Herz

Logo von IMAGES/STORIES/2017/APACER_PANTHER_RAGE_ILLUMINATION

Was der Tiger für den Tank ist, soll der Panther für den PC sein. Die Raubkatze soll nicht nur Gamer glücklich machen, sondern auch Freunde von LED-Beleuchtung und Modder vom Kauf überzeugen. So zumindest stellt es sich Apacer vor, wenn es um den RAM vom Typ Panther Rage Illumination... [mehr]

Team Group T-Force Night Hawk RGB DDR4-3000 im Test: Auffallend und bunt

Logo von IMAGES/STORIES/2017/TEAM_GROUP_T-FORCE_NIGHT_HAWK_RGB

Schnell, auffälliges Design und kompatibel mit den wichtigsten Beleuchtungssystemen: Mit T-Force Night Hawk RGB will Team Group DDR4-RAM für jeden Geschmack anbieten. Damit ist man aber nicht allein, wie schon ein flüchtiger Blick auf den Markt für Arbeitsspeicher zeigt. Vor allem... [mehr]