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Kulissenbau für The Mandalorian: LED-Leinwand und Unreal Engine

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ilmAb dem 24. März wird hierzulande auch Disney+ als weiterer großer Streamingdienst-Anbieter an den Start gehen. Filme von Disney, Pixar, Marvel, Star Wars und National Geoghraphic sollen dem Angebot von Amazon Prime und Netflix Konkurrenz machen. Ausgängeschild von Disney+ ist sicherlich The Mandalorian.

In einem Video von Industrial Light and Magic (ILM) sind nun einige interessante Einblicke in die Produktion der Serie möglich. Um die Kosten gering zu halten, aber auch um die Produktionszeiten (vor allem in der Post Production) zu reduzieren, wurde in vielen Szenen auf eine große LED-Leinwand gesetzt, auf der Hintergrundszenen dargestellt werden, die mit der Unreal Engine erstellt wurden.

Zentrales Element ist eine LED-Leinwand, die fast komplett geschlossen einen Raum abbildet. An der Decke befinden sich ebenfalls LED-Panele. Die Höhe der Leinwand beträgt 6,4 m, die Länge fast 23 m. Die LED-Leinwand kann beliebig mit einem Videosignal bespielt werden, um so eine realistische Umgebung im Hintergrund darzustellen, aber auch um die Beleuchtung zu vereinfachen. ILMs Executive Producer Jon Favreau für The Mandalorian bezeichnet diese Technik als StageCraft.

Kombinationen aus Requisiten und weiteren Aufbauten werden hier aufgestellt und die Szene abgedreht. Anders als vor großflächigen Greenscreens, die fast ausschließlich in der Post Production mit Inhalt gefüllt werden, kann bei StageCraft bereits eine "echte" Umgebung geschaffen werden. Dies hat vor allem den Vorteil, dass die Schauspieler sich direkter in die Szene versetzt fühlen. Außerdem können Anpassungen an die Darstellung der Umgebung direkt durchgeführt und Szenen dahingehend angepasst werden. Entscheidet sich der Filmregisseur während des Drehs, dass in der Darstellung störende Elemente entfernt werden müssen, kann dies durch den Stage Operator direkt umgesetzt werden. 

Die LED-Leinwand sorgt zudem dafür, dass die Beleuchtung der Szene und eventuelle Reflexionen direkt vorhanden sind und nicht mittels Post Production nachträglich hinzugefügt werden müssen.

The Mandalorian ist nicht die erste TV-Serie oder der erste Film, der auf eine solche Technik setzt. Die Neuverfilmungen des Jungelbuchs, des König der Löwen und für Blade Runner 2049 verwendeten beispielsweise die Unity-Engine. Games-Engines sind technisch inzwischen auf Niveau früherer Eigenlösungen der Filmstudios. Zudem sind sie sehr flexibel in der Umsetzung und eigenen sich daher für den Einsatz in Filmen.

StageCraft, also die Verwendung großer LED-Leinwände mit virtuellen 3D-Inhalten auf Basis einer Game-Engine, bietet den Filmemachern eine neue Möglichkeit effizienter zu arbeiten und zugleich mehr Flexibilität während des Drehs.

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